Rapolder plant den neuen FC
Rapolder wird maßgeblich Einfluss auf die Neuverplfichtungen haben
München - Jetzt ist es amtlich.
Uwe Rapolder übernimmt ab dem 1. Juli den Trainerposten beim 1. FC Köln, nachdem Huub Stevens aus privaten Gründen seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt hatte.
"Köln hat riesige Möglichkeiten - vom Stadion her, von der Stadt, von den Fans und natürlich auch von der sportlichen Leitung mit Wolfgang Overath und Andreas Rettig. Das ist sicher ein Verein, wo man was bewegen kann" erklärte der 46-Jährige in der DSF-Sendung "Bundesliga Aktuell".
Schlagkräftiges Team
Der Noch-Bielefelder hat sein Büro im Geißbockheim noch nicht bezogen, muss aber jetzt bereits zusammen mit der FC-Führung ein schlagkräftiges Team für die nächste Spielzeit zusammenstellen.
Dabei hat Rapolder seine persönliche Wunschliste im Hinterkopf.
Wunschkandidat Christiansen
Als namhaftester Neuzugang könnte Torjäger Thomas Christiansen von Hannover 96 nach Köln wechseln. Der Torschützenkönig der Saison 2002/2003 (damals noch mit dem VfL Bochum) wäre Rapolders Wunschkandidat.
Der Spieler ist von dem Gedanken, in der Domstadt zu spielen, recht angetan. "Der FC hat ein riesiges Publikum, ein klasse Stadion. Köln kann sich in der Bundesliga etablieren", sagte er dem "Kölner Express".
Unter 96-Coach Ewald Lienen war Christiansen in letzter Zeit nur sporadisch zum Einsatz gekommen. Bei einer geringen Ablöse würden die Hannoveraner ihn wohl ziehen lassen.
Krupnikovic brisante Personalie
Ebenfalls aus Hannover könnte Mittelfeldspieler Nebojsa Krupnikovic die Domstädter verstärken. Obwohl der 31-Jährige einen Vertrag bei Arminia Bielefeld unterzeichnet hat, könnte Krupnikovic zum FC wechseln.
Der Kontrakt enthält offenbar eine Ausstiegsklausel für den jetzt eingetretenen Fall eines Trainerwechsels bei den Arminen, weshalb er jetzt in Köln als Anwärter auf einen Platz im Mittelfeld gilt.
In der "Hannoverschen Presse" sagte der Serbe daher: "Ich gehe davon aus, dass ich den Kontrakt nicht annehme, wenn der Trainer geht." Krupnikovic könnte im Sommer ablösefrei wechseln.
Ein alter Bekannter
Auch Hanno Balitsch ist in Köln wieder ein Thema. Der Ex-Spieler des FC wurde von Rapolder in dessen Zeit bei Waldhof Mannheim entdeckt und gefördert. "Uwe Rapolder hat mich als A-Jugendlicher in die erste Mannschaft von Mannheim geholt und sehr gefördert", sagt Balitsch. "Erst neulich haben wir uns wieder getroffen."
Der 24-jährige Mittelfeldspieler würde nach enttäuschenden Monaten bei Bayer Leverkusen und Mainz 05 in Köln wieder unter seinem Ex-Trainer arbeiten. "Das ist nicht total an den Haaren herbeigezogen", sagt Balitsch.
Daniel Bierofka für Voronin
Die Kölner sind schon seit Wochen bemüht, Leverkusens Daniel Bierofka auf die andere Rheinseite zu holen. Im Tauschgeschäft für Andrej Voronin hat der FC derzeit die besten Karten.
Denn neben Köln sind auch Hannover und Bielefeld an dem Ex-"Löwen" interessiert. Zusammen mit Albert Streit, der von Wolfsburg ausgeliehen ist und gerne bleiben möchte, könnte Bierofka die Außenbahnen beackern. "Die Gespräche mit den Kölnern waren sehr gut", sagt der 26-Jährige.
Ellery Cairo als Alternative
"Wenn ein guter Verein kommt, wäre ich blöd, Nein zu sagen", betonte Ellery Cairo von Bundesliga-Absteiger SC Freiburg. Der Außenstürmer könnte an den Rhein kommen, wenn der Bierofka-Transfer scheitern sollte.
Cairos Vertrag in Freiburg läuft zwar bis 2006, allerdings besitzt der 26-Jährige bei den Breisgauern eine Ausstiegsklausel.
U-21-Nationalspieler Tom Geißler hat noch einen Vertrag bis 2006 beim Zweitligisten Wacker Burghausen, doch Rapolder hat ein Auge auf den Nachwuchskicker geworfen. Am Mittelfeldspieler ist auch der FSV Mainz 05 dran.
Bisher erst drei Verpflichtungen
Definitiv verstärken wird die "Geißböcke" Patrick Helmes (Sportfreunde Siegen) und Marvin Matip (VfL Bochum). Auch Kaiserslauterns Dimitrios Grammozis soll vor einem Wechsel in die Domstadt stehen.
"Die Fans müssen Ruhe und Vertrauen aufbringen. Wir betreiben keine Effekthascherei und verpflichten wie Mönchengladbach mal eben sieben neue Stars", hatte Präsident Wolfgang Overath zuletzt erklärt.
Viele Spieler noch ohne Vertrag
Bei vielen Spieler herrscht im Moment Ungewissheit über ihre Zukunft. Noch wartet Matthias Scherz ebenso auf ein neues Angebot wie Roland Benschneider, Rolf-Christel Guié-Mien und Christian Springer.
Ersterer wurde bereits mit Dynamo Dresden in Verbindung gebracht. Dem Ur-Kölner Alexander Voigt soll eine Offerte vom Premier League-Klub Birmingham City vorliegen.
Ein großes Fragezeichen steht auch noch hinter dem griechischen Nationalspieler Vasileios Tsiartas, während der ausgeliehene Timo Achenbach wohl zum BVB zurückkehrt.
Matthias Gante