Eigentlich war das doch zu erwarten. Klar kann man sich jetzt Regensburg rauspicken und ssgen: "Guck mal, wie geil die sind!". Aber wenn man ehrlich ist, dann ist Regensburg die Ausnahme, nicht die Regel. Dresden hatte ein Übergangsjahr, Osnabrück hing lange in der Liga fest, Sandhausen spielt weit hinter den Erwartungen, usw. Um mit einem komplett runderneuerten Kader aufzusteigen muss von Beginn an alles passen und du brauchst quasi ne 100%-Quote bei den Neuzugängen.
Bei Arminia besteht das Problem zum einen im mangelnden Tempo der einzelnen Spieler und zum anderen haben wir aus meiner Wahrnehmung auf zwei Positionen gravierende Probleme. Das eine ist der Linksverteidiger. Oppie ist jung, aber auch gegen Aue steht er beim 0:1 wieder mal irgendwo, nur nicht da, wo ein LV stehen sollte. Wenn man den mit Wörl vergleicht, der ja leider nur geliehen ist, dann liegen da Welten dazwischen. Das zweite Problem haben wir im Sturm. Es fehlt je nach Spielverlauf an einer Alternative zu Klos. Wintzheimer ist es definitiv nicht. Deshalb ist das Spiel aus so eindimensional. Hinzu kommen noch ein paar Enttäuschungen. Biankadi, Belkahia, Yildirim oder Putaro sind alles Spieler, die dir keinen Schub bringen. Ob du sie einwechselst oder nicht, es macht keinen Unterschied. Weder in der Spielweise, beim Einsatz oder in der taktischen Ausrichtung.
Wenn man von einem Übergangsjahr spricht, dann hat man aber auch einen Vorteil: Man kann an den Baustellen gezielt arbeiten und den Kader mit Augenmaß verstärken. Mutzel kann schon jetzt im Winter anfangen, an einem Aufstiegskader zu basteln, indem er die passenden Spieler anspricht. Eine Garantie hat man danach auch nie, aber wenn man sieht, was andere Mannschaften für Spieler entdeckt haben, dann ist da vieles möglich. Hinzu kommt, dass unsere jungen Spieler, wie Mizuta, Großer, Schneider und auch Oppie mit weiterer Spielpraxis auch besser werden. Ich glaube, es braucht schlicht Geduld.