Alles anzeigenEine sehr treffende Einschätzung der Chefredakturin der NW im täglichen Newsletter:
"Es ist ein unfairer Vergleich. Das weiß ich, bevor ich die ersten Zeilen dieses Newsletters schreibe. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen, die Budgets, die Erwartungshaltungen. Und doch drängt sich dieser Blick auf zwei Fußballnachmittage in Ostwestfalen auf. Deswegen schreibe ich diese Zeilen einfach auf.
Beim SC Paderborn liest sich der Spielbericht meines Kollegen Christian Geisler fast wie ein kleines Loblied. „Nahezu perfekte Auswärtsleistung“ heißt es da zum 1:1 bei Hannover 96. Es ist ein Blick auf eine Mannschaft, die im Flow ist. Die weiß, was sie kann.Paderborn spielt mit Leichtigkeit. Nicht, weil alles einfach ist, sondern weil nichts zwingend sein muss. Der Aufstieg? Ein reizvolles Ziel, aber kein Muss.
Ganz anders ist die Situation bei Arminia Bielefeld. Hier beginnt die Analyse nicht mit Lob, sondern mit einer Irritation des Trainers: Warum pfeifen die eigenen Fans? Es ist ein bemerkenswerter Kontrast. Trainer und Sportchef betonen Einsatz, verweisen auf Umstände, mahnen Geduld an. Doch der Blick von den Rängen ist ein anderer. Die Fans sehen nicht nur Kampf – sie sehen Ideenlosigkeit, fehlenden Mut, eine Mannschaft, die unter Druck eher erstarrt als wächst.
Und genau hier liegt der Kern dieses unfairen Vergleichs. Natürlich ist es leichter, frei aufzuspielen, wenn der Aufstieg ein Bonus ist. Und es ist ungleich schwerer, wenn der Abstieg existenzielle Folgen haben kann. Aber genau deshalb reagieren Fans sensibel. Sie spüren, ob eine Mannschaft mutig ist oder ängstlich.
Der Paderborner Bericht erzählt von Kontrolle trotz Druck. Der Bielefelder von Ratlosigkeit trotz Einsatz. Vielleicht ist der Vergleich doch nicht ganz unfair. Vielleicht zeigt er einfach, wie unterschiedlich sich Fußball anfühlen kann. Selbst dann, wenn am Ende in beiden Spielen das gleiche Ergebnis steht: 1:1."
Auch wenn ich einige Kernaussagen dieser NW-Jorno teile, tränen mir trotzdem die Augen bei diesem schwülstigen Kommentar.
Da scheinen die Talente großer Schriftsteller und Dichter an der Dame vorbeigegangen zu sein und schön gegrüßt zu haben.
Wenn sie einfach so einen Text ins Forum getippt hätte -ok.
Aber als NW-Chefredakteurin ist das aus meiner Sicht zum fremdschämen.
Können die bei dieser Zeitung nicht mal was aus eigener Kraft recherchieren oder den Akteuren bei Arminia mal sinnvolle Fragen in den Interviews stellen?
Stattdessen so eine Art Prosagedicht für den Bahnhofskiosk über Paderborn und Arminia ![]()
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