Einer der Unterschiede zu Kniat ist, dass Oliver Kirch Spieler tatsächlich besser zu machen scheint. Hagmann und vor allem Grodowski, der eineinhalb Jahre hier jeden dritten Ball verstolpert hat, haben sich erheblich weiterentwickelt. Das 3:1 war technisch wirklich stark, er ist viel öfter anspielbar, auch unter Bedrängnis.
Die Mannschaft wirkt viel flexibler als unter Kniat, die Systemwechsel sind sehr dynamisch und dennoch bleiben wir auch unter Druck gefährlich.
Vor allem aber punkten wir zuhause derzeit zuverlässig gegen die direkte Konkurrenz – auch das war letzte Saison nicht immer so.
Wir haben nach zehn Spielen 14 Punkte und ein positives Torverhältnis. Für einen designierten Abstiegskandidaten und mit dem Auftaktprogramm ist das ein guter Start. Wenn wir im nächsten Schritt die Auswärtsschwäche ablegen, dann könnten wir uns vielleicht sogar in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.
Na klar, das alles ist eine Momentaufnahme, und die Saison ist noch jung. Trotzdem beeindruckt mich die Entwicklung der Mannschaft und der einzelnen Spieler. Selbst Russo wirkt so, als würde er den Trainerwechsel inzwischen verstehen. ![]()
Es gibt noch viel zu tun, die dummen Gegentore müssen weg und die Unsicherheit nach Anschluss- oder Ausgleichstreffern.
Bisher bin ich mehr als zufrieden, denn obwohl ich heilfroh über den Weggang von Kniat und Corboz bin, hatte ich mit weniger Punkten gerechnet. 1,4 Punkte/Spiel sind übrigens aufgerundet 48 Punkte am Ende der Saison.
Damit könnte ich leben.