Es gibt halt Grenzen der physikalisch messbaren Wirklichkeit. Das die Wissenschaft diese auslotet, anerkennt und bennt sehe ich als Stärke an. Dabei geht es auch weniger um den gedanklichen Horizont, als um den Teil zu dem man in der Lage ist zu untersuchen und da ist man nicht nur technischen, sondern auch grundsätzlichen physikalischen Grenzen auf der Spur. Hinter letztere wird man nach aktuellen Kenntnisstand niemals blicken können, auch wenn es mathematisch verschiedene Modelle dafür gibt. Man kann es nicht kausal überprüfen, also ist es physikalisch außer Reichweite.
Im Grunde genommen ist es das Gegenteil von Überheblich das anzuerkennen. Aber auch innerhalb des Kosmos gibt es noch unendlich viel zu entdecken. Interessanter Weise ist manchmal der gedankliche Horizont sehr viel weiter als die Realität. Man kann sich mehr vorstellen, als wirklich existiert bzw. existieren kann. Umgekehrt gibt es Dinge, die man messen und mathematisch begreifen kann, die aber die Vorstellungskraft sprengen.
Oder wie es immer so schön heißt. Wer behauptet die Quantenmechanik verstanden zu haben, der hat sie nicht verstanden und der Weg dahin führt auf eine Straße von der es keine Wiederkehr gibt. Da ist tatsächlich was dran.
Die Naturwissenschaft ist sehr gut darin, Gegenstände zu vermessen oder Distanzen mathematisch zu berechnen, aber das ist natürlich längst nicht alles.
Darüber hinaus existieren einige nicht messbare Dinge wie Gefühle, Gedanken etc., die nur deren Schöpfer erklären könnte.
Ein Buch zum Beispiel würde man natur wissenschaftlich als "bedruckte Papierblätter mit Einband" beschreiben . Über deren wichtigste Funktion, den Inhalt und Bedeutung für den Leser, ist damit allerdings noch überhaupt nichts gesagt. Genauso unzureichend kann die Naturwissenschaft den komplexen Inhalt der menschlichen/ kosmischen/ göttlichen Existenz erklären.
