Es war klar, dass der "reality check" irgendwann kommen musste...ich hatte allerdings gehofft, dass er nicht so schnell und so heftig kommt.
Jetzt ist es an der Zeit, Anpassungen und Umstellungen vorzunehmen. Den gleichen Stiefel weiterzuspielen und zu hoffen, dass es irgendwann wieder besser läuft, wäre fahrlässig. Bei der spürbaren Verunsicherung der Mannschaft kann es erstmal nur darum gehen, ein paar "basics" umzusetzen: das eigene Tor zu verteidigen ist wichtiger, als in der Hälfte des Gegners rumzuturnen, jeder Spieler sollte auf der Position eingesetzt werden, auf der er am stärksten ist, Mehlem braucht mal eine Pause. Dies ist kein Plädoyer für ein Einmauern am eigenen Strafraum, aber dafür, nicht bei jedem Gegner so hoch anzulaufen. Schon gegen Elversberg könnte es sonst wieder mal häufiger im eigenen Kasten rappeln.
Es wäre fatal, wenn sich mit der taktischen Einstellung (und Aufstellung) eine Art Prestigedenken des Trainers (und des Trainerstabs) verbinden würde, nach dem Motto: "meine Mannschaften stellen sich nie hinten rein", "wir pressen immer offensiv" usw. Als würde jemandem ein Zacken aus der Krone brechen, wenn man mal den Gegner kommen lässt..
Ich nehme lieber wieder mal ein zähes 0:0 als das nächste 3:4.
Abgesehen davon haben wir den perfekten Gegner im nächsten Heimspiel. Wir als krasser Außenseiter gegen den 6:0 Sieger von heute. Das kann nur ein Sieg werden! ![]()