Ich glaube nicht, dass es am mangelnden Einfallsreichtum liegt, sondern vielmehr an den ausgehandelten Bedingungen mit den Anwohnern. Die wurden ja bekanntlich von anderen ausgehandelt.
Der größte Fehler wurde in der Ära Lamm gemacht, als man das Angebot von Wolff ausgeschlagen hat, ein Stadion an der Stelle zu bauen, wo heute das Ishara steht. Das dauerte den Herrschaften damals zu lange. Heute hat man ein "Stadion", mit dem der Status Quo von Arminia auf die nächsten 20 Jahre zementiert scheint. Bundesliga mit Stadien unter 35 - 40 Tsd Zuschauern ist nur für Fahrstuhlmannschaften tauglich. Langfristig etablieren kann man sich damit nicht!
OWL hat eigentlich super Voraussetzungen für eine Bundesligaspitzenmannschaft. Hier sind 2,3 Mio Einwohner beheimatet. Wir haben sehr potente Unternehmen in der Region. Mit einem Stadion so um die 50 tsd Zuschauer, welches vom Standort auch vielseitiger vermarktbar wäre könnte auch hier europäischer Fußball gespielt werden.
Mir ist natürlich schon klar, dass sowas nicht innerhalb von wenigen Jahren möglich ist. Aber man muss die Denke ablegen, dass wir hier ostwestfälische Provinz seien. Bessere Voraussetzungen als wir in OWL haben eigentlich nur Berlin, Hamburg und München, evtl noch Schalke und Dortmund (aufgrund der langen Tradition).
Du hast noch Köln vergessen. Ansonsten finde ich deinen Gedanken dann wirklich doch etwas zu simpel. Um richtig viele Menschen anzuziehen brauchst du den Erfolg, also müsste Arminia schon mal mindestens den Weg von Mainz gehen. Und der ist ja selbst ohne Schulden schon sehr schwierig und nicht zu planen, mit 25 Mio zusätzlichem Ballast an der Backe aber völlig utopisch.
Im übrigen halte ich es auch für gewagt, eine ganze Region einfach auf Arminia zu übertragen, dass funktioniert nicht. Wenn man nicht direkt in Bielefeld wohnt, dann sind die Anknüpfungspunkte zu Arminia vermutlich nicht viel größer als zu Gladbach, Hamburg, Köln oder München.