Herr Rapolder,
ich danke für eine gute Saison und den damit verbundenen Spaß am Arminia-Fussball, an dem Sie definitiv maßgeblichen Anteil hatten.
Wofür ich kein Verständnis habe, ist die Hinhaltetaktik, mit dem Sie den Verein Arminia Bielefeld und die Anhänger förmlich belogen haben.
Charakter ist etwas gegebenes, man kann ihn nicht erlernen.
Mit Befremden stelle ich fest, dass im Kölner "Express" bereits am heutigen Tage ihre Wunschspieler für die nächste Saison beim FC Köln genannt werden.
Hierbei handelt es sich nahezu ausnahmslos um Spieler, die auch bei Arminia Bielefeld vor Ihrem heutigen Abgang im Gespräch waren, unter anderem ein Spieler der hier bereits einen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben hatte und diesen nun plötzlich nicht mehr erfüllen will.
Wie aus der Presse bekannt, pflegten Sie offensichtlich bereits vor Ihrem bekanntgegebenen Abgang regen Kontakt zur Kölner Vereinsführung, der unter anderem mit persönlichen Geschenken an Ihre Gattin gefestigt wurde.
Unter diesen Voraussetzungen drängt sich die Vermutung auf, dass das lange Herauszögern der Bekanntgabe des Vereinswechsels Gründe hat,
die dem normalen Fussballanhänger verborgen sind und möglicherweise mit bereits vorab getroffenen Absprachen mit Ihrem neuen Verein zu tun haben.
Mir fehlt jegliches Verständnis für Ihre Verfahrensweise der letzten Wochen
und ich würde es begrüssen Sie nicht mehr als Trainer auf der Bank des DSC Arminia Bielefeld sehen zu müssen, da Sie für mich jede Glaubwürdigkeit verloren haben.