Das ist mein voller Ernst. Das ist zu 90% Kampf, gemeinschaftliches und leidenschaftliches verteidigen und lange Bälle, spielerisch ist das nichts. Aus der eigenen Hälfte aufbauen geht so gut wie gar nicht. Die einzige, spielerisch richtig gute Aktion war das 0:1. Dazu fehlt die Idee nach dem Ballgewinn. Das konntest du heute auch oft genug sehen, gerade wenn man wirklich mal hoch die Bälle gewonnen hat. Da fächert man nicht aus, der erste Kontakt wird versaut, die Abspiele werden verpasst, ein Mißverständnis jagt das nächste. Ich freue mich sehr über den wirklich wichtigen Sieg, aber bis auf das Ergebnis war das gegenüber Mainz spielerisch nur eine sehr kleine Steigerung - und die lag zu großen Teilen in Vasiliadis und Nilsson begründet. Die Chancen zum Ende kommen ja hauptsächlich zu Stande, weil Stuttgart die Ordnung aufgeben musste.
Die Arminia hat die meiste Zeit in einem 4-2-3-1 sehr solide Spiel und Gegner im Griff gehabt - also ab der 19. Minute, als es darum ging, die Führung zu verteidigen. Klar, der Gegner kam auf der letzten Rille an, aber das kann man der Arminia nicht vorwerfen. Spielerisch war das okay - und sicher kein Offenbarungseid. Aber wenn man hier seit Monaten über den Trainer herzieht, muss man wohl auch bei einem Auswärtssieg wieder rhetorisch voll draufhauen. Anders kann ich mir Deine Wortwahl nicht erklären.