Ich denke schon das die Meisten, mich eingeschlossen, die sich vor weiteren Infektionswellen gesorgt haben, sich selbstverständlich erleichtert über die jetzige zeigen. Bei der Betrachtung dieser Pandemie geht es mir zumindest nicht um Recht haben oder bekommen, sondern vielmehr einfach nur darum, daß man selbst und auch meine Nächsten möglichst auch langfristig ungeschoren aus dieser Situation heraus zu kommen.Und das empfindet je nach Altersklasse und Lebenserfahrung wohl jeder individuell anders, daher bei den wenigen, gesicherten Erkenntnissen auch die unterschiedlichen Risikoeinschätzungen. Das ist auch soweit ok, und zwar genauso weit wie man mit seinem Verhalten keine anderen Menschen gefährdet.
Danke!
Es geht eben um die komplette Gesellschaft und die Argumentation aus der Fußballbranche (seien es Fans oder jetzt eben Union Berlin) beruht ja immer nur auf den eigenen Interessen ohne dabei mal ein Stück über den Tellerrand zu schauen, wie die Welt denn sonst so ausschaut...
Es gibt immer noch Branchen, die nahezu komplett lahmgelegt sind. Hier in PB darf jetzt unter größten Anstrengungen mal ein improvisierter Jahrmarkt sein Glück probieren.
Das ist eine Branche, die wohl über Monate Null Umsatz gemacht hat. Selbiges gilt natürlich für sämtliche Künstler, die jetzt im Sommer gerne Freiluftveranstaltungen gegeben hätten. Und genauso wie der Fußballfan sein Recht auf Feiern als Grundrecht sieht, geht es den Schützenfestlern vielleicht ähnlich, nur rennen diese eben nicht planlos durch die City, weil es die Zahlen ja hergeben.
Dem Fußball hat man den kleinen Finger gereicht und somit ist das Geschäft mit einem blauen Auge aus der Pandemie gekommen, man möchte jetzt aber gerne den ganzen Arm haben. Inkl unorganisierte Fanfeiern, Spiele vor Zuschauern etc.
Da muss ich mich auch sehr über das Vorpreschen von Union wundern, was doch sehr populistisch und aktionistisch auf mich wirkt und nichts mit dem Auftreten des Vereins zu tun hat, der sich doch gerne mit dem solidarischen Adventssingen schmückt, hier aber einzig und allein egoistische Motive fährt und damit eine Debatte ins Rollen bringt ähnliche wie MeckPom bzgl der Maskenpflicht.
Da der Fußball in der Krise sehr viel bekommen hat und nur verhältnismäßig wenig gelitten hat, wäre es einfach mal schön, wenn sich dieser Kosmos auch solidarischer zeigen würde und weniger egoistisch und man eben probiert gemeinsam als Gesellschaft diese Krise so schnell wie möglich hinter sich zu lassen.
Union kann hier ja bspl gerne ein Konzept vorlegen, wie man eine gemeinschaftliches, gemeinnütziges Veranstaltung für Betroffene der Pandemie an der alten Försterei veranstalten kann. Davor hätte ich definitiv mehr Achtung.
Immer nur auf die gesundheitliche Situation zu verweisen, (die in Deutschland natürlich sehr gut ist, in anderen Ländern hingegen erleben wir mitten in der Urlaubssaison wieder massive Anstiege der Infektionszahlen...) ist eben nur ein Aspekt. Der andere, in meinen Augen mindestens genauso wichtige Punkt, ist gesellschaftliches, verantwortungsvolles Handeln.
Edit: @ HV: Nicht nur aufs Hirn. Es gibt jetzt auch Studien, dass das Herz ebenso betroffen sein kann...