Mit Dialekten ist es dann ja auch immer Geschmackssache - ich persönlich kann alles was südlich von Kassel gesprochen wird nur schwer ertragen/verstehen;-)
Ich war letzten Sommer das erste Mal seit 20 Jahren wieder in Berlin - früher als Jugendlicher hat mich diese Stadt magisch angezogen, als man dann "erwachsen" war, hat die Magie stark nachgelassen, auch weil Berlin plötzlich zu hip wurde bzw zu hip sein wollte.
Der Besuch letzten Sommer war dementsprechend auch sehr ambivalent. Es ist schon beeindruckend wie riesig diese Stadt wirkt, wenn man nur an den Häuserfassaden hochschaut. Da merkt man doch nochmal einen riesigen Unterschied zu anderen Städten in Deutschland.
Was mich dann aber doch fasziniert, ist dass man einfach quasi Geschichte einatmet, wenn man durch die Stadt geht. Da muss man gar kein wirkliches Ziel haben, an jeder Ecke ist gefühlt etwas aus der deutschen Geschichte zu erleben/zu entdecken. Der Führerbunker auf einem stinknormalen Parkplatz eines Wohnkomplexes, Reste der Berliner Mauer, natürlich deutlich touristischer aufgearbeitet, Erinnerungen an Todesofer der Berliner Mauer und und und.
Eine künftige Reise nach Berlin würde tatsächlich wohl nur aus Geschichtsinteresse erfolgen. Ansonsten hat der Besuch dort wieder für einige Jahre gereicht, ohne dass ich die Stadt als annähernd so schlimm empfinde, wie sie gerne gemacht wird.