Das hat ein bisschen damit zu tun, dass jeder ein Fußballspiel anders guckt. Wörl hat eine hervorragende Technik, schirmt Bälle sehr gut, spielt sehr wenige Fehlpässe, kann gut hoch pressen und läuft viele Räume zu. Seine große schwäche ist und bleibt bisher, dass er zu oft nach hinten spielt, auch wenn das gar nicht unbedingt notwendig ist. Man merkt, dass er als ehemals gelernter 6er hauptsächlich auf Ballsicherung aus ist und dadurch einige Male das Spiel verschleppt. In der dritten Liga hat er sehr oft hoch Bälle gewonnen und dann entweder gute Bälle in die Spitze gespielt, selbst abgeschlossen oder den ball zumindest gesichert. Er hat sich da aber auch offensiv mehr getraut. Als Teil des Teams war er vor allem in der Rückrunde ein Garant für den Aufstieg.
Seit seiner Rückkehr sucht er ein wenig seinen Platz. Auf der 8 spielt er bisher gut, ohne zu überragen. Nimmt man mal Mxster aus, spielt er dennoch wenige Fehlpässe und verliert auch wenige Bälle. Was er aber nach wie vor macht ist, er verschleppt oftmals das Spiel. Da muss man mal abwarten, ob er gedanklich zu langsam ist, das teilweise schlicht nicht sieht oder ob er sich nicht traut. Gerade diese Saison mit Taddel, Grodowski und Noah offensiv müsste er viel mehr die Schnittstellenpässe suchen. Das kann er in meinen Augen, aber er denkt immer noch zu viel nach hinten.
Seine Technik, Ballbehandlung und das pressing sind überdurchschnittlich aber sein Tempo, seine Entscheidungsfindung, Abschluss und die Spieler in Szene setzen (Assists) sind ganz schön ausbaufähig.
Er ist für mich kein richtiger offensiv Spieler da fehlt einfach was.
Ich will in der Aufstiegs Saison keinen hervorheben. Der Flow war da, die Spieler haben zuammen harmoniert und sich gegenseitig super ergänzt.