Dass viele Fußballer abergläubisch sind, ist doch bekannt. Warum sollte er da eine Ausnahme sein? Wahrscheinlich ist man für so etwas einfach empfänglich, wenn man permanent unter Druck steht und der eigene Job dabei mitunter davon abhängt, ob ein Ball in der 120. Minute vom Innenpfosten rausfliegt oder im Tor landet.
Beiträge von Halbakademiker
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Der Junge rennt in der Liga jedem davon, hat uns zuletzt gegen 1860 das Tor gebracht, jetzt gegen Verl auch das erste Tor eingeleitet und den Verlern die Rote eingebrockt. Und das obwohl er lange verletzt war und womöglich noch nicht mal 100% wieder im Rhythmus ist. Klar trifft er nicht jedes mal die richtige Entscheidung, aber er ist auch gerade 22 geworden und hat bisher nur vor leeren Stadien RL Nord gespielt. Dass wir allmählich wieder mehr Tore erzählen, nachdem in der Rückrunde lange Zeit offensiv gar nichts ging, hängt auch zu einem nicht geringen Teil mit seiner Rückkehr zusammen. Wenn wir ihn irgendwie halten können, müssen wir das machen, er ist ein absoluter Unterschiedsspieler in dieser Liga, allein mit seinem Speed und seiner Technik. Und vermutlich noch nicht am Ende seiner Entwicklung.
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Klar nervt die das, aber es sieht im Rückblick jetzt auch nicht unbedingt so aus, als hätten wir mit Kniat/Jara und Corboz dem Verein das Herz ausgerissen. Die sind ja hier beide alles andere als unumstritten. Realistischerweise hat Dresden ihnen übler mitgespielt, als sie Batista-Meier zurückgeholt haben, nur um ihn dann kurz danach in die Schweiz abzuschieben. Das war schon offensichliche Sabotage, während wir mit den Leuten wenigstens geplant haben (vllt. sogar in einem ungesunden Ausmaß und ohne wirklichen Plan B).
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Nachdem wir beim letzten Heimspiel gegen Verl viel Ballbesitz ohne irgendwelchen Ertrag hatten, hat Kniat heute eher eine defensive Ausrichtung mit schnellen Kontern gewählt. Ich finde das verständlich, zumal das Ergebnis uns Recht gibt. Dass bei Verl das Passspiel mitunter besser geklappt hat stimmt, Arminia hat aber heute auch einfach einen anderen Ansatz verfolgt, die Bälle wurden schnell nach vorne gehauen, damit Momuluh dann die Abwehr überläuft. Nach den roten Karten ist das Spiel dann kein Maßstab mehr, aber Arminia hat auch vorher geführt und hatte noch zwei Alutreffer im Spiel, einer davon noch bei 11:11. Verl hatte neben dem krummen Ding zum Anschluss noch 1-2 gefährliche Strafraumaktionen, aber viel mehr war es auch nicht. Daraus jetzt zu schließen, dass Verl klar besser war, halte ich für eine krumme Ansicht. Wenn das Spiel genau andersherum gelaufen wäre, würde man jetzt hier (zurecht) motzen, dass unser Ballbesitz und Passspiel zu nichts geführt haben.
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Die Story mit dem Hotel ohne Klimaanlage in Ulm ist schon wild. Ich erinnere mich recht gut an den Tag, das war wirklich brutal dort tagsüber. Ich glaube 34° oder 35°, die Sonne am knallen und das in einer ziemlich versiegelten Stadt. Das hab ich in Deutschland so fast nie erlebt. Ich war mittags kurz draußen, weil ich Sonnencreme vergessen hatte und bin fast eingegangen. Hab danach den ganzen Tag bis abends zum Spiel im Hotelzimmer verbracht, weil meins tatsächlich klimatisiert war... Ich war übrigens im Bed & Breakfast, man sollte meinen, das könne sich Arminia auch noch gerade leisten.

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Schon tragisch, dass solche lyrischen Meisterwerke heute nicht mehr zu hören sind im durchorganisierten Support der Ultras. "Du hast die Haare schön" und "Orange trägt nur die Müllabfuhr" habt ihr noch vergessen.

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Ich tippe auf Heidenheim.
Ob sich dafür der Wechsel lohnt? Das zweite Jahr wird vermutlich auch dort schwieriger. Und in der Bundesliga gegen den Abstieg spielen kann er auch bei Pauli. Finanziell kann ich's nicht einschätzen. Aber wenn er von "besonderen Möglichkeiten im Leben" spricht, wäre mein erster Gedanke jedenfalls nicht Heidenheim.
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Ich tippe auf Premier League. Einer der Aufsteiger, oder einer der kleineren Klubs. Vielleicht Leeds, da ist ja mit Daniel Farke ein Trainer, der sich gerne in der 2. Bundesliga bedient. Die müssen allerdings noch ihr Playoff gewinnen am Sonntag.
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Bochum spielte bisher zweimal in der Relegation. Einmal konnten sie sich gegen Saarbrücken durchsetzen und einmal sind sie an Gladbach gescheitert.
Seit der Wiedereinführung der Relegation in der Saison 2008/2009 gelang bis jetzt nur einem Zweitligisten der Aufstieg. Das war Fortuna Düsseldorf, damals gegen Hertha.
Für Spannung dürfte also gesorgt sein.
Das stimmt so nicht. Es haben sich seit der Wiedereinführung drei Zweitligisten in der Relegation zur Bundesliga durchgesetzt: 2009 direkt zur Einführung Nürnberg gegen Cottbus (und das deutlich mit 3:0 und 2:0). 2012 wie von dir erwähnt Fortuna Düsseldorf beim legendären verfrühten Platzsturm und 2019 Union Berlin gegen den VfB Stuttgart, damals noch durch die Auswärtstorregel mit zwei Unentschieden.
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Er mag nicht der Hauptverantwortliche sein, aber spätestens seitdem er Kramer öffentlich einen wohl im Profifußball einmaligen Blankoscheck ausgestellt hat, um dann kurz vor der Zielgeraden doch noch wortbrüchig zu werden, hat er hier seinen Anteil am Niedergang gezeichnet.
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Für mich ohnehin der Spieler der Saison.
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Ich finde die Conference League sinnvoll. In der CL dominieren doch ohnehin seit Jahren nur noch die selben 8-10 superreichen Clubs aus den großen Ligen. 1-2 Außenseiter rutschen mal in die Gruppenphase, werden da dann aber auch jedes mal zerlegt. Vor 30 Jahren mag man keine drei Stufen an europäischen Wettbewerben gebraucht haben, aber da konnte auch Roter Stern Belgrad den Landesmeisterpokal gewinnen. Sowas wäre doch heute undenkbar.
Die Finalbegegnungen in der Conference League in den letzten Jahren waren AS Roma - Feyenoord, AC Fiorentina - West Ham und dieses Jahr Olympiakos Piräus - AC Fiorentina. Das sind doch keine Wurstklubs, sondern alles große europäische Traditionsvereine mit langer Historie im internationalen Geschäft. Und wenn Arminia wider Erwarten in 10 Jahren mal als 8. der Bundesliga in das internationale Geschäft rutschten sollte, würde ich das doch feiern bis in die Nacht. Von daher kann ich die Abneigung gegen die Conference League nicht nachvollziehen. Ich gucke mir da sicherlich auch nicht jedes Spiel an, aber für die Fans von den beteiligten Clubs ist es doch meist ne coole Sache.
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Die Freundschaft zu Hannover ist doch schon vor Jahren eingeschlafen, oder?
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Kontakte nach Ungarn gab's hier doch schon Anno Zwieback seitens der Boys. Steht sogar auf deren Website.
Zitat1995Boys Bielefeld
(13)Wurzeln in den Fanclubs "Black Pirates" (1990/20) und "Bünder DSC-Fans (1994/3), nach "D.B.v.d.A." (1978/30) zweite Generation von Allesfahrern in Bielefeld, von 2000-01 "GIRLS" Sektion, gründeten mit den "Blue Yankees" im Jahre 2001 die "Ultras Bielefeld", eigenes Fanzine "Mit Schirm, Charme und Melone" (7 Ausgaben), freundschaftliche Kontakte nach Leverkusen ("Mad Boyz", 1. Generation), Hannover ("Komplott", 1. Gen.), Debrecen ("SZ.U.D., 1. und 2. Gen.), Kaiserslautern und zahlreichen Fans bundesweit, seit 2013 zum Teil in Block J -
Barre ist echt in Ordnung. Detmolder geht auch klar (bis auf das widerliche Glühbier...). Herforder hingegen gar nicht. Und diese Bielefelder Neu-Brauerei produziert größtenteils auch überteuerte Plörre, ein oder zwei aus deren Sortiment kann man trinken. Paderborner ist wenigstens noch billig...
Seitdem ich einige Jahre in Oberfranken gewohnt habe, muss ich aber ohnehin leider sagen, dass die Bierkultur hier nicht toll ist. Dort hat quasi jedes Dorf eine eigene Brauerei und es wird teilweise richtig gutes Zeug produziert. Und die sind trotz des geringen Outputs dieser kleinen Brauereien auch nicht teurer als die ganzen Fernsehpilse, vom Fass sogar oft billiger. Dass eine Stadt mit über 300.000 Einwohnern jahrzehntelang keine einzige Brauerei hatte, wäre da unvorstellbar. Allein Bamberg hat 12 und das ist deutlich kleiner als Bielefeld.
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Ein bisschen Geld wird nach zwei ausverkauften DFB-Pokalrunden, Finaleinzug im WP, einem bombastischen Zuschauerschnitt und diversen Merchandising/Sondertrikotaktionen wohl da sein. Ob's wirklich 3 Millionen sind, lassen wir mal dahingestellt, das scheint mir etwas hochgegriffen. Und Gladbach wird letztlich auch nicht eisenhart verhandeln, wenn es darum geht, den 4. Keeper an einen Drittligisten abzugeben. Das sind für die eh Peanuts.
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Das ist ja immer so, dass die in der LIga überragenden Spieler dann Interessen 1-2 Ligen höher wecken. D.h. die Überflieger kriegen wir nur aus der RL, während es in der dritten Liga dann eher die mit dem Prädikat solide sind. Die beste Variante ist natürlich, die entsprechenden Spieler zu finden, bevor sie ihren Durchbruch haben, wie bei Clauss. Aber das ist natürlich einfacher gesagt als getan.
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Quasi die Bundesliga-Prognose unter den Gehaltstabellen.

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Die Kohle für Hack hat uns Gladbach geschenkt, um sich den Stress zu ersparen, eventuell andere bei den Gehaltsverhandlungen überbieten zu müssen. 2 Wochen später wäre er ablösefrei gewesen.
Und wenn Baumann hier 15 Tore macht kann er meinetwegen jeden Abend bei Krispy Kebab essen. Auf dem Platz auf die Kacke gehauen hat hier ein Hemlein bspw. auch gerne. Das würde ich in Kauf nehmen. Mir ist er am Samstag nicht übermäßig negativ aufgefallen, ich hatte aber auch nen Ruhepuls von 180 und hab mich nicht all zu sehr mit einzelnen Hallenser Spielern beschäftigt.
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Ich würde einen Verbleib begrüßen. Er kam hier aus einer sehr langwierigen Verletzung in eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft, dazu in ein Umfeld, das nach zwei Abstiegen in Folge die geballte Faust in der Tasche hatte. Am Anfang hat er unter dämlichen Vorgabe des Spielaufbaus über Kurzpässe bis in den eigenen Strafraum etwas gelitten, weil die Feldspieler dafür im Passspiel nicht souverän genug waren. Nachdem er den Ball in Bedrängnis dann auch mal rauskloppen durfte, hat sich seine Fehlerquote deutlich verringert. Dazu stehen auf der Habenseite bisweilen richtig gute Paraden auf der Linie und eine mMn gute Strafraumbeherrschung.
Bei den Abschlägen gibt es noch Verbesserungsbedarf, aber da hat bspw. auch ein Ortega im Derby mal einen richtigen Bumerang rausgehauen. Der einzige Katastrophenfehler war mMn das Kacktor in Regensburg, ansonsten gab mal den einen oder anderen aus der Kategorie "nicht unhaltbar" (das Ding aufs kurze Eck gegen RWE) und vereinzelt verunglückte Spieleröffnungen. Aber auch das hielt sich in Grenzen.
Man sollte bedenken, dass das seine erste richtige Profisaison war (die Vorsaison in Meppen lange verletzt und davor bei der zweiten Mannschaft von Gladbach nicht erste Wahl). Von daher halte ich eine weitere positive Entwicklung für nicht so unwahrscheinlich. Unbehaun hat eine sehr ähnliche Vita, bräuchte aber wahrscheinlich eine gewisse Eingewöhnungszeit.