Ich finde solche Aussagen wie von Mutzel bzgl. unseres Offensivproblems ehrlich gesagt auch ziemlich peinlich. Klar, er will seine Spieler nicht in die Pfanne hauen, zumindest so lange man noch auf sie angewiesen ist. Aber wenn Kania regelmäßig 80 Minuten oder länger auf der Bank sitzt und stattdessen ein Oberligastürmer reingeworfen wird oder mit völlig positionsfremden Spielern experimentiert wird, ist es eine extrem durchsichtige Falschaussage, zu behaupten, wir hätten kein Offensivproblem. Sich mit so einem Spruch als Headline in die Regionalzeitung setzen zu lassen ist mal wieder bescheuerte Öffentlichtskeitarbeit. Man konnte bei der Aussage Mutzels Nase beim Wachsen zugucken wie bei Pinnocchio. Und das schon vor Kanias Leihe.
Das ist leider mal wieder ein Beispiel dafür, wie der Verein zwanghaft versucht, Fans und Mitglieder von allen Problemen und Kritikpunkten abzuschirmen als wären sie Kunden bei irgendeinem Mittelständler, der Werkzeugmaschinen verkauft. Bei einem Verein, in den so viel Herzblut seiner Fans und Mitglieder fließt, kann das nicht funktionieren. Solange es sportlich gut geht, wird es bei Stirnrunzeln bleiben. Wenn es wirklich kritisch werden sollte, führt das dazu, dass es wieder kracht wie beim "Kniatgate" nach dem RWE-Spiel. Und dann spiet Mutzel wieder ein Jahr lang die beleidigte Leberwurst, obwohl er es selbst versäumt hat, vorher mal Druck vom Kessel zu nehmen, indem er die Fans nicht öffentlich für dumm verkauft und Probleme auch mal anspricht. Das kann man auch, ohne einzelne Spieler bloßzustellen.