Ich fürchte immer mehr, dass die Mannschaft physisch und psychisch am Ende ist. Sie wollen, aber da kommt nicht mehr viel. Der ständige kraeftemaessige Raubbau durch die Kniatsche Duracelltaktik fordert jetzt einfach seinen Tribut, Körper und Geist sind zwar willig, aber es geht einfach nicht mehr. Und ich fürchte fast, das könnte kurzfristig auch kein anderer Coach mehr nachhaltig abstellen. Aber vielleicht könnte er die restlichen Spiele etwas schonender angehen, das könnte zumindest dann noch etwas Besserung bringen. Das Kniatsche "Augen zu und mit Vollgas weiter auf der Überholspur wird m. E. eher scheitern.
Die Mannschaft ist nicht physisch oder psychisch am Ende, sondern taktisch und spielerisch. Wir haben letzte Saison nicht anders gespielt, hatten 38 Ligaspiele, 6 im Pokal + Landespokal und haben am Ende den Schlussspurt des Jahres hingelegt. An der Kondition scheitert es nicht, da hat Kniat tatsächlich erstklassige Resultate erzielt.
Das Problem ist die absolute Ideenlosigkeit gegen tiefstehende Gegner. Kniat heute in dersten Halbzeit versucht, von den ständigen hohen Bälle und Flanken wegzukommen, mit Telalovic als (etwas) spielstärkerem Stürmer und Rochelt im Mittelfeld, ohne Momuluh auf dem Flügel. Das Resultat war nahezu 0, weil Timing, Laufwege und Passgenaugkeit für den Ansatz komplett fehlen. Die Mannschaft hat zu Saisonbeginn von Schnelligkeit und Konterfußball gelebt. Darauf haben sich die Gegner dann eingestellt mit tiefstehender Grundausrichtung. Das haben wir versucht mit schnellen, trickreichen Außen und Flanken in den Strafraum zu lösen, was aber inzwischen auch kaum noch zu Toren führt. Daher heute der Versuch mit dem stärker spielerisch ausgerichteten Ansatz und der Erkenntnis, dass die Mannschaft das leider völlig verlernt hat.
Man kann nur darauf hoffen, dass wir zumindest hinten die dämlichen Fehler abstellen und vorne dann ein Standard hilft.