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  3. dr.peilett

Beiträge von dr.peilett

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 22. Oktober 2020 um 12:53
    Zitat von distro

    Das ist richtig und sicherlich ein guter Grund, warum man nicht allein auf die freie Anzahl von Intensivbetten schauen sollte. Es wurde ja auch jederzeit darauf hingewiesen, dass es eher am Personal für die Intensivpflege scheitert.

    Auch im Frühjahr gab es keinen Mangel an Intensivetten, aber die Leute in den Krankenhäusern hatten zwischenzeitlich am Anschlag gearbeitet. So eine Situation sollte man aktuell vermeiden und die Personalkapazitäten nicht ausreizen.

    Zumal das Pflegepersonal auch ohne Corona häufig am Anschlag arbeitet.

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 22. Oktober 2020 um 01:51

    Klingt so, als sei ich da interviewt worden ;) :

    https://www.merkur.de/bayern/corona-…r-13922061.html

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 21. Oktober 2020 um 18:24
    Zitat von ArminiaPF2D


    Sorry, dass ich mich erneut an Deinem Post abarbeiten muss, aber er wirft doch einige Fragen auf. Wie schon eine paar Seiten vorher diskutiert stellt sich nicht die Frage, ob wir gerade mediale Panikmache erleben oder nicht. Das ist zum einen erstmal persönliches Empfinden. Zum anderen aber wäre es vielmehr interessant, ob die Panikmache wirklich politisch angestossen wird, oder ob hier nur Medien versuchen, durch schlechte Nachrichten ihre Click- und Verkaufszahlen zu erhöhen.


    Deine Aussagen zu "evidenzbasierte und spezifische Vorgehensweise in den Maßnahmen" und "(FFP2) Masken" sind schön und gut, scheitern aber momentan krachend an der Realität. Ich sehe hier bei mir immer noch volle Kneipen und Restaurants, wo ich kein Hygienekonzept geschweige denn Abstand zwischen den Tischen erkennen kann bzw immer noch keine Adressen gesammelt werden. Im Gegenteil: gehe ich mit Maske rein, werde ich komisch angeguckt. Das Problem ist nicht, dass es keine Regeln gibt, sondern dass die (einige, nicht alle) Leute sich nicht an die Existierenden halten. Eine dauernde Kontrolle ist nicht realistisch (wer soll das machen?) bzw. realistisch in Dikaturen wie China. Die steigenden Infektions- und Patientenzahlen in Krankenhäusern zeigen doch deutlich, dass die viel beschworene Selbstverantwortung der Bürger von diesen nicht verstanden wird.

    Ob es selbst jetzt wirklich genug FFP2 Masken für den alltäglichen Gebrauch gibt (bzw. ob die produziert werden können), ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann, aber klar sollte sein, dass primär systemrelevante Berufe ausgestattet werden sollten und nicht wir für die Fußgängerzone.

    Zu "Maßnahmen beschließen, die spezifisch die "Frühersterblichkeit" der Risikogruppen bekämpfen!": schön gesagt, aber da fragt man sich immer, wie solche spezifischen(!) Maßnahmen aussehen sollen. Eine Mauer um jedes Altersheim und Krankenhaus(?) -aber besuchen sollte man Kranke und Akte schon noch, oder? Du redest von Kontrollen: was soll denn wie kontrolliert werden? In den knapp 14.500 Pflegeheimen in Deutschland arbeiten 765.000 Menschen (https://www.zeit.de/gesellschaft/z…ige-altenpflege), da sind offensichtlich die ambulanten Pflegedienste nicht drin. Jeder einen Schnelltest alle 2 Tage? Ich bin mir sicher, dass, wenn es so einfach wäre, auch unsere Politiker (die ja auch hier offensichtlich für dumm gehalten werden) eine wie auch immer geartete spezifische Maßnahme sofort beschliessen würden. In der Realität kannst Du für Altersheime und Krankenhäuser etc keine Blase erschaffen (wie bei den NHL/ NBA Playoffs) und niemanden mehr rein- oder rauslassen. Sorry, aber das ist nichts anderes als eine schöne Phrase.

    Der ärgerlichste Absatz aber ist der letzte, und ich kann diese Vergleiche zu anderen Krankheiten nicht mehr hören. Richie hat es in einem vorherigen Post schon festgestellt: solange man nicht persönlich betroffen, ist das alles sehr einfach, hier in einem anonymen Forum solche Thesen aufzustellen. Auch wenn ich dir keine Absicht unterstelle, gleiten wir aber bei Aussagen wie "Zu jeder Infektionskrankheit gibt es zudem unerwartet schwere Verläufe,
    die vom regelhaften Verlauf einer Krankheit abweichen. Diese zu
    bekämpfen mit großangelegten Maßnahmen ist doch mit Kanonen auf Spatzen
    zu schießen
    " ganz schnell in Menschenverachtung und somit (hoffenlich für alle hier) abzulehnende Bereiche ab. Nur zur Erinnerung: wir reden hier unter Umständen über Mitbürger, die genauso wie Du gerne auch noch weiterhin mit Dir zusammen beim nächsten Spiel auf der Tribüne stehen würden, um zusammen mit Dir die Arminia Hymne anzustimmen. Ja, bleiben wir realistisch, man kann Risiken nie ausschliessen sondern nur reduzieren und Corona-Tote können trotz noch so großer Schutzmaßnahmen nicht vermieden, nur dieser leger flappsige Umgang mit Menschenleben finde ich nicht in Ordnung. Vielleicht ist es ja genau andersherum und wir verhalten wir uns jetzt bei Corona mal richtig, und haben uns andererseits in den letzten Jahren beim Umgang mit der Grippe zu sorglos verhalten?

    Alles anzeigen

    Arbeite Dich gern an meinem Post ab, dazu sind sie ja da.

    Zur Panikmache bitte ich mal, die Bemerkung Herrn Söders zur möglichen Triage zu bewerten. Darüber darf jeder - wie Du richtig schreibst - nach seinem persönlichem Empfinden urteilen. Für mich ist das Panikmache.

    Den Bezug Deines zweiten Absatzes zu meinem Post kann ich nicht herstellen, damit hast Du ja Recht.

    Wenn ffp2 Masken keinen Sinn machen oder seit März nicht für große Teile der Bevölkerung beschafft werden konnten, dann liege ich wohl mit diesem Vorschlag daneben.

    Deine Polemik in Bezug auf die Altenheime (Mauer errichten, schöne Phrase) verstehe ich nicht. Alle möglichen kaum zu kontrollierenden oder in letzter Konsequenz in Bezug auf die ganze Bevölkerung durchzuhaltenden Maßnahmen trifft die Politik, aber in einem abgegrenzten Bereich wie Alteneinrichtungen ist da nicht mehr möglich?

    Gut, mein letzter Absatz ist für Dich der ärgerlichste und Du folgerst daraus "einen leger flappsigen Umgang mit Menschenleben".
    Tja, was soll man da noch antworten. Über mich hast Du da jedenfalls nicht gesprochen. Abkürzungen dieser Art werden in der momentanen Diskussion ja leicht genommen. Da fehlt mir die Lust, mich mit Deinen restlichen Argumenten weiterhin zu beschäftigen!

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 21. Oktober 2020 um 11:41
    Zitat von EwigArmine

    Ein sehr guter Artikel, der ziemlich genau meine Gemütslage widerspiegelt.

    Der verantwortungsbewusste Normalo ist nicht in erster Linie für den Anstieg der Zahlen verantwortlich und das permanente Angst schüren der Muttis und Söders dieser Welt nervt inzwischen gewaltig. Statt Angst sollten von dort mal lieber zielgerichtete, effektive Maßnahmen beschlossen werden.

    Meine auch! Danke an distro für diesen Artikel!

    Und ich bin einfach nur dankbar, dass es mehr und mehr ins Bewusstsein zu rücken scheint, dass die Art, wie Zahlen dargestellt und ausgelegt werden, eben der Angstmache dienen und dass es eben auch eine andere, durchaus wissenschaftlich begründete Seite gibt!

    Eine evidenzbasierte und spezifische Vorgehensweise in den Maßnahmen wäre für mich: Abstand einhalten, Masken tragen, wo es Sinn macht und ältere Bevölkerungsgruppen schützen, z.B. durch strengere Kontrollen in entsprechenden Einrichtungen.

    Übrigens zu den Masken: Es ist ja bis heute nicht nachvollziehbar, auf dieser Maskenthematik rumzureiten und dann aber jeden von Omma gehäkelten Schal als Mund- und Nasenbedeckung zuzulassen. Wenn Masken, dann bitte ffp2, damit auch wirksam. Klar, das Atmen fällt schwerer, aber diese Masken schützen dann eben auch!

    Und ich möchte gar nicht müde werden, gebetsmühlenartig zu wiederholen: Bis zu 50% der positiv Getesteten sind nicht infektiös und die IFR für Menschen unter 70 ist verschwindend gering! Hendrik Streeck sagte neulich irgendwo: Selbst 20.000 Neuinfektionen am Tag sollten uns keine Angst machen!

    Für mich bedeutet das: Bitte Maßnahmen beschließen, die spezifisch die "Frühersterblichkeit" der Risikogruppen bekämpfen!

    Zu jeder Infektionskrankheit gibt es zudem unerwartet schwere Verläufe, die vom regelhaften Verlauf einer Krankheit abweichen. Diese zu bekämpfen mit großangelegten Maßnahmen ist doch mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Der eine oder andere wird sich nur als Beispiel noch an den Namen Olaf Bodden erinnern. Den hat das Pfeiffersche Drüsenfieber dahingerafft.

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 20. Oktober 2020 um 23:40
    Zitat von Richie

    Tja. ich sehe es vielleicht deswegen anders, weil ich zwei Leute kenne, die Corona hatten. Einer ist tot, 57, keine Vorerkrankungen, eine war im März infiziert, kann bis heute keine Treppen steigen (25, keine Vorerkrankungen). Da hilft die Studie wenig. Deshalb ist meine Einstellung etwas anders.

    Nachvollziehbar!

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 20. Oktober 2020 um 21:46
    Zitat von Richie


    Na da haben mein Vater mit 78 oder ich mit 48 ja Glück, dass die jungen Erwachsenen uns (mit deutlich schlechteren Todesraten) nicht anstecken können...
    _

    Was ne geile Argumentation, die letzten Endes genau das Problem in Deutschland wiederspiegelt :nein: !

    Nun mach Dir mal nicht so große Sorgen. Die Todesrate von 0,05 gilt für Menschen unter 70 Jahren. Damit ist sie zwar immer noch größer als die der Grippe, aber doch bedeutend ungefährlicher als gedacht. Nachzulesen in folgender Metastudie, erst am 15.10. auf der Seite der WHO veröffentlicht:

    https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf


    Sehr lesenswert für Interessierte und vor allem Angst nehmend!

    Der gute Ioannidis, der die Metaanalyse durchgeführt hat, war schon vor Corona einer der angesehensten Wissenschaftler weltweit und zufällig Professor sowohl für Epidemiologie als auch Medizin. Spezialgebiet: Auswertung von Studiendaten!

    Wenn man einem vertrauen sollte, was den Leumund und die Expertise angeht, dann wohl ihm! Pustekuchen, passiert in der ganzen Hysterie einfach nicht, da dringt niemand mehr durch.

    Und solchen Studien glaubt der Durchschnittsbürger eben weniger als einem Bild mit einem Sarg, der davongetragen wird. Nicht, weil er doof ist, sondern weil Angst eine gewaltige Wucht hat!

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 19. Oktober 2020 um 12:57

    Übrigens musste ich bei der Szene, als Tolisso oder Alaba mit beiden Beinen voraus gegen Klos klärte und ihn schön mit offener Sohle traf, nachdem er auch den Ball gespielt hatte, unweigerlich an das Tor von van der Hoorn mit weitaus ungefährlicherem Einsatz gegen Bremen denken. Wurde nicht mal gepfiffen, soweit ich mich erinnere...

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 18. Oktober 2020 um 13:08
    Zitat von Richie

    Bei aller Diskussion um die Defensive muss man aber auch feststellen, dass Fabian Klos gestern das erste Mal angedeutet hat, dass auch er Bundesligaformat hat (oder haben kann). Er hat gegen die starken Verteidiger der Bayern immer wieder Bälle festgemacht, hatte eine richtig gute Chance und hat das Tor für Doan clever aufgelegt. Das Spiel gestern hat gezeigt, dass man die Körperlichkeit von Klos besser einsetzen muss und das er diese Saison vielleicht nicht als alles überragender Torjäger, aber sehr wohl als Vorbereiter eine echte Waffe sein kann. Er hat noch kein Tor erzielt, war aber an 2 der bisherigen 3 Treffer maßgeblich beteiligt. Man muss jetzt den Mittelweg zwischen sicherer Defensive und einem guten Offensivspiel finden. Dann wird diese Mannschaft auch relativ schnell mehr Punkte sammeln, als mancher bisher so denkt.

    Das sehe ich auch so und ich denke, dass die Leistungssteigerung auch mit der offensiven Leistung von Doan zu tun hat, der durch seine Gefährlichkeit Gegenspieler auf sich gezogen hat und damit Räume für Klos geschaffen hat. So viele wie gestern hatte er bisher nicht. Da wurde er zugestellt und Cordova und Soukou waren sehr begrenzt in ihrer Gefährlichkeit oder den Möglichkeiten, mal über außen durchzubrechen und mit Pässen in den Rücken der Abwehr oder Flanken für Gefahr zu sorgen. Gestern hat man in der zweiten Halbzeit gesehen - nicht nur beim Tor - dass Doan und Klos uns noch viel Freude bereiten könnten und wenn dann noch Vogelsammer über links kommt, wird es zum einen auch Spiele mit mehr als einem Tor geben und Klos wesentlich mehr Räume haben. Dann reicht es nicht mehr - wie bisher - die Mitte zuzustellen. Dafür werden Doan und Vogelsammer schon sorgen. Wobei gestern die Gefahr ja eher über die Einzelaktionen von Doan entstanden sind. Ich denke, er wird nicht das eine oder andere Robben-Tor schießen.

    Insofern macht das Spiel - bei aller Ernüchterung in Halbzeit 1 - auch Mut. Wenn Maier dann auch noch für das entsprechende Futter für unsere Außen sorgt, ist mir um unsere Offensive nicht bange.

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 20:58

    Da Costa hat selbst gar nicht kapiert, was er da unten soll! Klos absolut lieb im Interview. Wenn man ihn nicht anders kennen würde, würde ich sagen zu lieb.

    Lehrgeld bezahlt, gute 2. Hälfte gespielt. Die Gegentore waren alle irgendwie unglücklich.

    Sorgen machen mir die Außenverteidigerpositionen...

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 20:04
    Zitat von Deeloud


    hast du gesoffen ?

    Was denn sonst? Nüchtern kenn ich nicht!

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 19:34

    Die Sehnsucht nach Hartherz steigt!

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 19:25

    Matthäus spricht unsere nur mit „der Spieler“ an. Der kennt keine Namen...

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 19:21

    Wovon redet der Matthäus da?

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 19:20

    Unsere Jungs wie ein Knabenchor!

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 19:03

    Druckphase :D

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 18:57

    Die Außen als wären sie hinten nicht besetzt!

  • 4.Spieltag: DSC Arminia - FC Bayern

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 18:53

    Lucoqui macht mir Sorgen!

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 18:23
    Zitat von El Armino

    :thumbup:
    Ich finde deine Beiträge durchaus differenziert und auf wesentliche Punkte gebracht. Es ist jedem überlassen wie er diese einordnet.

    Ich danke Dir...und nun endlich wieder Fußball...

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 18:21
    Zitat von waterl00

    Das kann man so sehen, weil du eben die anderen Seite der Medaille darstellst.

    Ich habe diese - zugegeben plakative - Aussage so geschrieben, weil es eben doch sehr viele Menschen gibt, die das Virusgeschehen
    noch immer negieren. Auch wenn Du das Gegenteil behauptet hast. Allein der Alltag zeigt doch schon wie wenig sorgsam die Menschen wieder miteinander umgehen.

    Sei es in der Form, daß sie es verharmlosen, sei es, daß sie auf Demos gehen - ungeschützt - und eine Rückkehr zur Demokratie und auf ein Ende der "Einschränkungen im Alltag" einfordern, sei es, daß behauptet wird, der Drosten sei ein Botschafter der Pharmaindustrie, die Übergänge sind da fliessend.

    Das du mein Nachfragen leider noch nicht verstanden hast, tut mir leid. Ich kann es klarer nicht ausdrücken, will es noch einmal versuchen und werde es dann dabei belassen.

    Und wenn Du schon zitierst, dann bitte lese doch was ich geschrieben habe und verdrehe nicht einfach meine Aussagen dazu. Weder habe ich geschrien, noch habe ich gebissen. Ich denke ich bin höflich in der Sprache aber stringend in der Sache geblieben, es wäre nett, wenn Du das auch bleiben könntest.

    Es gibt genug Themen, um die es sich zu diskutieren lohnt, gleichwohl führt eine solche Diskussion immer mehr ins Leere, wenn auf Basis von schlichten Behauptungen ein Argumentationskette aufgebaut wird. Man sollte schon die Fakten bemühen, denke ich.

    Und jetzt zum letzten Mal was micht stört und wo ich gerne eine Beleg gehabt hätte (der nicht in einem einzigen link erbracht wurde)

    Der Drosten war schon bei H1N1 ein korrupter Wissenschaflter, warum also soll man ihm heute trauen? Das ist der Kern der Aussage, den Du verlinkt hast. Und sorry, das ist so ein Unsinn, das darf man nicht unwidersprochen so stehen lassen. Es ist schlichtweg falsch und wird gerne in Verschörungstheorien als Grundlage der Argumentation genommen. Das ist mehr als unlauter in meinen Augen und Wasser auf die Mühlen aller Hildmänner und Bahkdis dieser Welt.

    Ist es jetzt klarer geworden?

    Dieser gordische Knoten ist sowieso nicht mehr zu zerschlagen. Es sind mittlerweile dutzende Millionen von Virologen und Epidimiologen in Deutschland unterwegs (mich eingeschlossen).

    Die Akzeptanz zu einfachen Regeln sinkt immer mehr, die Solidargemeinschaft wird kleiner, das bereitet mir grosse Sorge und ich möchte jedem widersprechen, der in dieses Horn bläst. Und dazu gehören eben auch Aussagen, daß Drosten ein korrupter Wissenschaftler ist.

    Alles anzeigen

    Das hätten wir ja auch kürzer haben können: Nein, ich kann keine Belege dafür liefern, dass Drosten ein korrupter Wissenschaftler ist und ich vertrete diese Ansicht auch nicht.

    Aber: Auch Herr Drosten irrt sich zuweilen und manchmal eben auch gewaltig und darf hinterfragt werden!

  • Corona-Virus

    • dr.peilett
    • 17. Oktober 2020 um 17:47
    Zitat von Arminiafranke

    @dr. peilett: Kennst Du die technische Ausstattung der Labore bezüglich der PCR-Tests? Ist die so "Oldschool", dass die eine PCR fahren und nur eine Endpunktbestimmung der amplifizierten DNA durchführen, oder haben die entsprechend moderne Maschinen mit real-time Auswertung bzw. Überwachung? Im zweiten Fall wäre es ja ein leichtes, den Ct-Wert zu bestimmen und damit einen Rückschluss auf die Viruslast zu ziehen. Dann müsste dies allerdings auch für die Auswertung pos/neg herangezogen werden.

    Für alle ohne das entsprechende Hintergrundwissen: Ct steht hier für threshhold cycle. Die amplifizierte DNA wird bei einer real-time RT-PCR über Bindung fluoreszierender Moleküle an die DNA nach jedem Zyklus bestimmt. Der Ct-Wert ist dann der Zyklus, in dem die Fluoreszenz erstmals über den generell zu messenden "Hintergrundwert" steigt (meist der erste Zyklus der exponentiellen Amplifikation) und somit "quantifizierbar" ist. Wie schon von dr.peilett genannt: Je niedriger der Wert, umso mehr DNA war in der Probe.


    Die Frage ist berechtigt und ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas anderes als RT-PCR durchgeführt wird. Der Ct-Wert hat ja große Bedeutung, die ihr leider von politischer Seite nicht beigemessen wird.


    Das RKI berichtet auf seiner Website von einem Ct-Wert von 30, der in Studien als Grenzwert für mögliches Virenwachstum bestimmt wurde. Heißt: Ct-Wert über 30 = Nicht infektiös


    Hier nachzulesen:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Entlassmanagement.html#:~:text=Ein%20PCR%2DErgebnis%20mit%20einem,einem%20Verlust%20der%20Anzüchtbarkeit%20einhergeht.%20.


    Ich frage mich ebenso, wenn dieser Wert als Grenzwert bekannt ist, warum RKI oder WHO oder andere Entscheidungsträger den Laboren oder Gesundheitsämtern diesen Wert nicht als Grenzwert für infektiös/nicht infektiös vorgeben. Dem Vernehmen nach geben viele Labore nicht einmal den Ct an, obwohl, wie Du richtig schreibst, die Angabe ja ein Leichtes wäre.


    Ich bin bei meiner Recherche noch auf folgenden Artikel aus der Süddeutschen gestoßen. Demnach gab es Erhebungen, nach denen in bestimmten Bundesstaaten der USA bei über 90% der Tests Ct-Werte von über 30 Vorlagen. Für das Infektionsgeschehen laut RKI also irrelevant. In Deutschland gab ein Laborverbund in Schleswig-Holstein an, dass von knapp 1000 Positiven 49% einen Ct über 30 hatten.


    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cor…-sind-1.5021679


    Diesen Artikel kann ich allen Interessierten nur ans Herz legen, da er die Bedeutung der PCR, des Ct und der Fehleranfälligkeit der PCR - nicht im Verfahren, sondern in der Auslegung - noch einmal besser und einfacher erklärt, als ich das könnte.


    Kurzum: Es werden zuhauf Nichtinfektiöse in Quarantäne geschickt, die erhobenen Zahlen spiegeln weniger das aktuelle Infektionsgeschen wider und man muss weiter nach dem Prinzip Trial and Error in den Maßnahmen verfahren, statt z.B. in den Infektionsketten anhand des Ct-Wertes z.B. die Superspreader und deren Kontakte ausfindig zu machen. Würde auch enorm Ressourcen sparen, wenn man alle positiven Tests mit Ct > 30 in den Gesundheitsämtern direkt auf die Ablage packen könnte.


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