Den Verrückten sind wir laut CNN los!
Beiträge von dr.peilett
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So auseinanderzubrechen ist nicht nur mit fehlender individueller Qualität zu erklären! Da dürfen taktische und mentale Einstellung auch deutlich hinterfragt und kritisiert werden!
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Das Spiel kann man ja nicht mal analysieren! Ein einziger Hühnerhaufen!
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Mitleid mit den eignen Jungs...Arminia wie Tasmania, leider!
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ArminiaPF2D hatte an anderer Stelle bereits einen möglichen Ansatz genannt:
Die durchschnittliche Belegung eines Intensivbetts beträgt im Normalbetrieb vier Tage. Wenn man also 3.000 nicht dringend notwendige Operationen verschieben würde, dann erhält man 12.000 freie Intensivtage als zusätzlichen Puffer.
Auf der anderen Seite beträgt die durchschnittliche Verweildauer in Intensivbetten bei schweren Covid-Erkrankungen 12 - 14 Tage.
Der oben angeführte Puffer würde also ad hoc für ca. 1.000 Covid-Patienten eingesetzt werden können, außerdem rollieren diese Zahlen und es liegen ja nicht alle Patienten gleichmäiß über die Zeiträume verteilt auf der Intensivstation.Das verstehe ich nicht! 10.000 Erkrankungen bleiben 10.000 Erkrankungen?
Ein weiterer möglicher Erklärungsansatz ist, dass, analog zum Geschehen in der Gesellschaft, nicht jeder positiv getestete Intensivpatient auch wegen Covid-19 behandelt wird. So geschehen bei einer Bekannten neulich! Als Patientin mit Blinddarmdurchbruch gekommen, als Covid-19 Patientin geblieben!
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Ich möchte - nur zur Information - mal ein paar Zahlen aus der Schweiz liefern. Selbstverständlich wertungsfrei, interpretieren und ergänzen darf sie jeder selbst:
Am Freitag gab es 9409 Neuinfektionen in der Schweiz. Hochgerechnet auf Deutschland entspricht das über 91.000 Neuinfektionen!
Die Schweiz besitzt 1089 Intensivbetten. Hochgerechnet auf Deutschland wären das ca. 10.000.
Insgesamt ist die Auslastung der Intensivbetten - wie in Deutschland - im Oktober nicht wesentlich gestiegen.
Das sollte doch Mut machen, dass wir womöglich noch etwas entfernt von unseren schlimmsten Horrorszenarien sind. Darf man eigentlich noch Mut machen?
Die Schweiz lässt Gastro, Amateursport und Einzelhandel weitgehend gewohnt weiterlaufen. Ergänzend darf ich anmerken, dass es hier auch Kantone gibt, die über die Grenzen des Bundes bei den Maßnahmen hinausgehen.
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/kr…des-bundes.html
https://www.vtg.admin.ch/de/organisatio….html#is-betten
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/kr…ernational.html
Nebenbei werden uns unsere Grundrechte genommen, was uns weniger Mut machen sollte!
https://dserver.bundestag.de/btd/19/239/1923944.pdf
Ich zitiere: "Durch Artikel 1 Nummer 16 und 17 werden die Grundrechte der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes), der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 GG), der Freizügigkeit (Artikel 11 Abs. 1) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13, Absatz eins) eingeschränkt." -
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Ingo Nürnberger sieht nicht gerade Hoffnungsvoll in die Zukunft.
„Wenn wir bis zum Ende des Lockdowns
die Zahlen in dem jetzigen Rahmen halten
können wäre das schon gut.“Komplettes Interview zum nachhören.
Quelle:
https://www.radiobielefeld.de/nachrichten/lo…5d5d3aee7453bd3
Ich denke mittlerweile das wir bis zum
kommenden Frühjahr mit den jetzigen
Beschränkungen leben müssen.
Wobei da die eine oder andere harte Nummer wie Schulschließungen noch dazu
kommen wird.Wieso nur bis zum Frühjahr? Weil dann nen Impfstoff kommt? Oder weil man dann wieder öffnet, um ein paar Monate später wieder zu schließen?
Durchseuchung, die dauerte bei jetzigem Tempo +- 50 Jahre, oder Impfstoff (kommt einem Kaffeesatzlesen gleich, ob es einen geben wird) heißt die aktuelle Devise! Du wirst dauerhaft mit der aktuellen Situation noch lange leben müssen, wenn kein Umdenken stattfindet! -
Friedrich Pürner, Leiter eines bayerischen Gesundheitsamtes, wurde wegen seiner Äußerungen strafversetzt.
https://www.merkur.de/bayern/bayern-…r-90089280.html -
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was Du uns mit den Zahlen sagen möchtest. In dem Report gibt es ja auch spezifische und deutliche aussagekräftigere Daten zur Covid-Situation, und da wird explizit gezeigt, wie sich die High Care Kapzitäten von ca 8.000- 9.000 seite Mitte Oktober auf Stand heute 5.211 Betten verringert hat, und parallel dazu die Covid-19 Infektionszahlen in die Höhe schiessen. Zudem färbt sich ja auch die schöne abgebildete Deutschlandkarte (Covid-19 Fälle pro ITS Bett aggregiert auf Kreisebene) über die Wochen immer weiter bläulich an.Deine Zahlen sollen wohl demonstrieren, dass bei gleichbleibender Anzahl von gemeldeten Standorten sich die Anzahl der belegten Intensivbetten nicht verändert, d.h. dass Corona keinen Effekt auf die Anzahl der Patieneten, die intensivmedizisch versorgt werden müssen, hat. Umso verwunderlicher wäre dann natürlich die Gutheißung des Lockdowns durch die Divi (Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin). Vielleicht, reine Mutmassung, hängen die von Dir genannten Zahlen ja auch damit zusammen, dass die Covid-19 Zahlen auf den Intensivstationen zwar einerseits ansteigen, gleichzeitig nicht unbedingt notwendige Operationen aber verschoben werden, um Kapazitäten für Covid-19 zu schaffen. Oder die Leute trauen sich nicht ins Krankenhaus. Es wäre dann z.B. eine interessante Kontrollstatistik, ob die Zahl der Operationen insgesamt gesunken ist.
Ist alles möglich. Ich weiß nicht, warum die absolute Auslastung der Intensivbetten seit Anfang Juli konstant bleibt.
Ich wollte nur die Zahlen präsentieren, Interpretationen überlasse ich anderen!
Belegte Intensivbetten heute: 21.541 (-177)
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Ich möchte ein paar Vergleichszahlen zu den belegten Intensivbetten anbieten. Die zweite Zahl gibt die Anzahl der meldenden Standorte an!
Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit heute, am 5.11.: 21.718 1286
Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.10: 21.832 1285Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.09.: 21.673 1282
Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.08.: 21.473 1281Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.07.: 21.406 1275
Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.06.: 19.316 1240
Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.05.: 19.484 1262
Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.04.: 10.402 912
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Hat sich mal jemand diesen Link angeschaut? Ist in der Tube betitelt mit: "Das Verhalten eines Pädophilen aus der Elite". So einem, also Biden, drückt Deutschland also die Daumen.
War wohl bestimmt wieder nur lustig gemeint.
Ich möchte bitte, dass sich die MODs und alle User mit diesem Post und seinem Urheber mit dem unsäglichen Nick endlich mal beschäftigen.
Das geht so nicht. Zumindest für mich!

Da hast Du meine volle Unterstützung, so etwas kann man nicht dulden!
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Streeck hatte unter Anderem behauptet, dass wir auch 20.000 Neuinfektionen pro Tag verkraften können. An dieser Aussage kann er sich von heute an messen lassen.
(Quelle: Vom 14.10.2020)
https://www.n-tv.de/panorama/20-00…le22097604.htmlWir sollten diese Interpration von Zahlen wirklich nicht den Laien überlassen!
Von dem Positionspapier des KBV durch Streeck und Schmidt-Chanasit (erstellt am 28.10.2020) haben sich die Verbände und andere Mediziner jetzt mehrheitlich distanziert.
Ja, daran wird er sich messen lassen müssen und wenn er sich da geirrt hat, kann man nur hoffen, dass er - ganz entgegen dem üblichen wissenschaftlichen Duktus und von mir z.B. an Herrn Dr. Drosten bezüglich der Schweinegrippe kritisiert - sich dafür nicht rechtfertigt, sondern seinen Irrtum eingesteht.
Was an dem Papier nicht korrekt sein soll, erschließt sich mir trotz der mehrheitlichen Distanzierung nicht. Kern war doch der verstärkte Schutz der Risikogruppen und darin besteht für mich eines der großen Versäumnisse der letzten Monate.
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Eigentlich wollte ich auf Deine Beiträge ja nicht mehr antworten, aber das musst Du mir nochmal zugestehen
Das zu schreiben
Um dann zwei Sätze später das zu formulieren.
Von Lauterbach und all den ganzen anderen Panikmachern und Verbreitern von Halbwissen will ich erst gar nicht anfangen. Fast jeder Beitrag ist so gestaltet.
Bitte denke doch mal über Deine Argumentationskette nach, bevor du auf Absenden drückst. Das geht jetzt schon seitenlang so und ist höchst tendenziös.
Schuldzuweisung-> "Du bist Schuld daran"
Kritik-> "Ich beurteile Dein Handeln"Verstanden?
Ganz im Ernst: Ich sehe doch, dass Du es gut meinst und es Dir um Menschenleben geht. Und ja, darum geht es mir auch! Tagtäglich, beruflich wie privat!
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Gerd Antes hat sich ja bereits an vielen Stellen zu Wort gemeldet und ich kann seinen Ansichten nicht wirklich etwas abgewinnen. Ich sehe auch keine belastbaren Lösungsansätze in dem Artikel.
Das hier hatte ich noch in Erinnerung ...
https://www.deutschlandfunk.de/kampf-gegen-co…ticle_id=482496
... "irgendwie jede Menge Chinesen".
Das klingt schon einmal stark abwertend und erinnert an Armin Laschet, als er den Grund für den massiven Corona-Gau bei Tönnies zurückgekehrten Werksarbeitern aus Rumänien und Bulgarien zuschreiben wollte.
(Wenn ich mich recht erinnere, dann hat man seinerzeit in Italien auch keine Hinweise darauf bekommen, dass die chinesischen Gastarbeiter ursächlich für das Ausbruchgeschehen verantwortlich gewesen sind.)
Schuldzuweisungen bringen wirklich niemanden weiter. Schwer abzustellen in unserer Schuldgesellschaft.
Antes mag nicht mit Eloquenz beschlagen sein, aber es ist ja auch ein Abdruck eines Radiointerviews, da sei ihm das zugestanden. Inhaltlich kann ich dem ganz viel abgewinnen, nämlich: Wir wissen einfach zu wenig, um uns hinzustellen und die Heilsbotschaft zu präsentieren. Führt das von ihm angesprochene wissenschaftliche Chaos nicht mit zu den Zerwürfnissen? Ist das hilfreich?
Du hast doch das Drosten-Video in Meppen auch angeschaut. Wer die Diskussion verfolgt hat, hat ja gemerkt, wie er Streeck, Homburg und das DNEbM ziemlich deutlich abkanzelt. Stefan Homburg - ich finde ihn zuweilen in seinen Aussagen auch grenzwertig - ist lieb aber zu doof, das DNEbM sollte die Klappe halten, weil nicht vom Fach und Streecks Unsinn kann er nicht mehr hören.
Das ist nicht sicher nicht zielführend.
Positionen wie von Antes oder auch von Schmidt-Chanasit, dass momentan keiner den richtigen Weg kennt, ist doch erst einmal Voraussetzung für einen Diskurs, an dem gegensätzliche Postionen teilnehmen können.
Zwischen Streeck und Drosten herrscht ja scheinbar Funkstille. Drosten ist Streeck auf Twitter "entfolgt" - dem Vernehmen nach jedenfalls.
Mir fällt es nicht schwer, zu entscheiden, wem ich da näher stehe.
Aktuelles unaufgeregtes Interview ohne die übliche Panikmache mit Hendrik Streeck, indem er die aktuelle Strategie kritisiert. Vieles bekannt und hier auch schon geäußert, aber nicht populär:
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Leider scheint sich das zu bewahrheiten, was besonnene Ärzte und Wissenschaftler voraussagen
Ich zitiere aus einem aktuellen Artikel des Spiegels:
Der aktuelle Anstieg der tödlichen Corona-Verläufe lässt diese Horrorszenarien derzeit nicht erahnen, er ist vergleichsweise moderat. Im Schnitt meldet das RKI derzeit pro Tag etwa 80 neue Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 stehen. Im April, auf dem Höhepunkt der ersten Welle, lag die Zahl bei 230. Ist die Lage derzeit vielleicht gar nicht so dramatisch, wie sie von einigen Forschern und Politkern beschrieben wird?
Die Todeszahlen gelten als ein zuverlässiger Indikator in der Coronakrise. Die Infiziertenzahlen etwa können durch die jeweils angewendete Teststrategie verzerrt sein – für Todeszahlen gilt das nicht. Doch in der aktuellen Situation vermitteln sie trotzdem ein trügerisches Bild.
In Wahrheit ist zu befürchten, dass in dieser Woche in Deutschland bereits durchschnittlich 130 Menschen pro Tag an oder mit Corona sterben werden. Diese Zahlen stammen aus einem Rechenmodell, das Viola Priesemann und ihr Team vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen entwickelt haben.
In den Daten des Robert Koch-Instituts wird diese starke Zunahme der Todeszahlen jedoch vorerst nicht sichtbar sein. Denn Meldungen über Covid-19-Sterbefälle erreichen das RKI oft erst eine oder auch zwei Wochen nach dem Tod des Patienten.
Dass die Situation in Deutschland ernster ist, als es der bloße Blick auf die aktuell tödlichen Krankheitsverläufe vermuten lässt, zeigt sich auch in den Kliniken. Auf den Intensivstationen werden derzeit mehr als 2300 Covid-Patienten behandelt – so viele wie Ende April. Von den Patienten auf der Intensivstation starben phasenweise rund 40 Prozent – trotz der Hightech-Behandlung und obwohl die Sterblichkeit seit Beginn der Pandemie gesunken ist. Und die Kurve mit der Zahl der Patienten zeigt steil nach oben.
Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/m…23-e2ebca85ca00
Absolut alarmierender Artikel, der auch noch einmal deutlich macht, wie trügerisch die Interpretation der scheinbar klarsten Kenngrößen durch Laien sein kann!
Ich finde gerade keinen tagesaktuellen Artikel darüber, wieviele Covid-Patienten an Beatmungsgeräten an den Folgen der Erkrankung versterben. Zuletzt berichtete ein Mediziner im Fernsehen davon, dass es hier eine Sterberate von 25% gibt.
Möglicherweise zeigen sich aktuell auch Fluch und Segen, der gegenüber dem Frühjahr verbesserten Behandlungsmöglichkeiten. Soll heißen, dass Intensivpatienten mit schwerem Erkrankungsverlauf mitunter bessere Heilungschancen besitzen aber im Gegenzug deutlich länger versorgt werden müssen.
Mit Bezug auf den Beitrag von @waterl00 beschleicht mich ebenfalls ein ungutes Gefühl, wenn wir mal drei oder vier Wochen in die Zukunft blicken. Da werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Fallzahlen wieder deutlich abnehmen und die Todeszahlen höher als im Frühjahr liegen.
Man kann nur hoffen, dass sie besser behandelt werden. Aber man hat ja das Rätsel der hohen Todesraten bei invasiv beatmeten Patienten (Intubation) noch gar nicht gelöst. Normalerweise liegt die Letalität da bei "normalem" Lungenversagen mit Intubation bei 40-50%, bei Corona lagen wir bei über 60%, es gibt Studien, die zeigen über 90% Sterblichkeit bei Intensivpatienten mit Invasivbeatmung (Intubation).
Die Crux: Invasivbeatmung schützt medizinisches Personal wegen des geringen Ausstoßes von Aerosolen gegenüber Maskenbeatmung besser vor einer Ansteckung, darf wegen des hohen Risikos und bei noch vorhandener Funktionalität (Compliance) des Atemapparates nicht verfrüht durchgeführt werden.
Natürlich sollte besserer Schutz des medizinischen Personals keine Indikation für verfrühte Intubation (höheres Risiko für den Patienten) sein.
Kann man ausschließen, dass auf den Intensivstationen vor allem in der Frühphase verstärkt auf Invasivbeatmung gesetzt hat? Kann man es für die Gegenwart ausschließen? Jede Ansteckung innerhalb des Personals bedeutet wieder Isolation und Quarantäne und höhere Belastung. Jede verfrühte Invasivbeatmung gefährdet das Leben des Patienten.
Es ist zum Mäuse melken, diese Komplexität... Und dann diese Heilslehren, die suggerieren, dass man die Antwort auf die drängenden Probleme kenne und nur alle folgen müssten, damit man die Lage kontrollieren kann!
Hier noch ein schönes - vielleicht nicht ganz aktuelles, weil aus September - Interview, was wieder einmal die von mir so viel bespielte Metaebene beleuchtet.
Ups, den Link vergessen:
https://www.swr.de/swraktuell/bad…ab-global-de-DE -
In diesen verrückten Zeiten an alle, die weiterhin an multiperspektivischer Betrachtung der Lage interessiert sind, auch ein paar mutmachende Fakten und Zahlen, die das RKI meldet:
Die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen - wir zählen Grippe und Covid-19 als die gefährlichsten epidemischen Erkrankungen dazu - liegt dauerhaft seit Ende August - bis heute - unter den Werten des Vorjahres.
Im Oktober sank die Zahl akuter Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung von Woche zu Woche. Das ist erfreulich und läuft im gegensätzlichen Trend zu den vielen positiv Getesteten.Unsere Arztpraxen bleiben handlungsfähig und Covid-19 spielt bei den Atemwegserkrankungen in der breiten Bevölkerung eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Oder: Kaum Covid-Patienten in den Arztpraxen!
Quellen:
Über das Tool des RKI für die Überwachung der Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung, das GrippeWeb, konnte in der vorletzten Oktoberwoche gar das erste Mal das Corona-Virus in einer Probe bei Atemwegserkrankten festgestellt werden.
Auch das Überwachungswerkzeug des RKI für Arztpraxen meldet zwar die jahreszeittypische Zunahme an Atemwegserkrankungen. Aber - Gott sei dank - keinen einzigen Covid-19-Fall unter den Atemwegserkrankten. Zudem bleibt die Anzahl der Erkrankungen auf Vorjahresniveau.Zur Erklärung: Im GrippeWeb meldet ein Querschnitt der Bevölkerung Symptome und von Atemwegserkrankungen dem RKI, damit dieses das Geschehen an der "Basis" verfolgen kann. Die Sentinelpraxen, ein Netzwerk aus allgemeinmedizinischen und pädiatrischen Praxen, schicken dem RKI wöchentlich maximal 3 Proben von Atemwegserkrankten an das RKI. Warum das RKI in dieser Zeit nicht - um den Überblick über die ambulante Versorgung zu bewahren - die Anzahl der wöchentlichen Proben erhöht hat, erschließt sich mir nicht. Der Umfang ist damit ziemlich dürftig und bedarf dringend einer Nachsteuerung durch das RKI.
Zudem steigt die Todesrate, anders als im Frühjahr, bisher proportional nicht vergleichbar mit der Zahl positiv Getesteter an. Deutlich zu erkennen auf Worldometers.
Wer sich selbst einlesen möchte oder an einem Austausch interessiert ist:
https://www.rki.de/DE/Content/Inf…publicationFile
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Mich würde eine Einschätzung von Dir dazu interessieren. Ich fand den Vortrag und die Erläuterungen mega interessant, kann und werde sie aber nicht wirklich inhaltlich diskutieren, da mir dazu absolut die Fachkenntnis fehlt. Die Erklärungen fand ich nachvollziehbar und plausibel, aber ob ich das alles gut und „alternativlos“ (z.B. das Eingreifen in die Persönlichkeitsrechte) finden soll, weiß ich noch nicht. Trotzdem wäre es nett, wenn Du ein paar Worte dazu sagen könntest.
Also zunächst einmal fand ich Herrn Drosten in weiten Teilen echt überzeugend, am Ende war schon Beklommenheit da, weil er so gar keine Perspektive aufzeigen konnte, außer immer wieder in den Lockdown zu gehen und zu bremsen, bis ein Impfstoff vorliegt oder Durchseuchung (Herdenimmunität) erreicht ist. Wie lange Letzteres dauert (er spricht von 50 Mio Infizierten, die wir haben müssten) kann sich jeder vorstellen.
Zum einen hat mich sein Vokabular ("brutale Gewalt") als auch seine Absolutheit, mit der er Wissenschaftler mit anderen Positionen weggeräumt hat ("die haben es schlicht nicht verstanden, sind aber gar nicht böse") etwas gestört. Aber da bin ich nun häufig genug drauf eingegangen.Inhaltlich habe ich dem wenig entgegenzusetzen, außer einem "auch Herr Drosten und seine Crew können sich irren" und "möge das bitte so sein". Aber ich bin immer noch der Überzeugung, dass niemand, auch nicht die oberen Meinungsträger, wirklich einschätzen können, ob sich das Virus beherrschen lässt. Deswegen zweifel ich auch die Übertragbarkeit der mathematischen Modelle auf die Realität an. Näher möchte ich darauf gar nicht eingehen, weil auch Gegenpositionen nicht verlässlicher sind und ich schneller als mir lieb ist wieder nen Aluhut aufgesetzt bekomme.
Jetzt wird es aus meiner Sicht interessant: Ab Minute 19.30 vergleicht Drosten die Kurven aus Deutschland und Argentinien ab dem 5. Todesfall, die ungefähr parallel auftraten. Es sind nur knapp 3 Minuten und die sind aus unserer jetzigen Situation sehenswert: https://www.deinetube.com/watch?v=q9EwA8w-jP8
Dort vergleicht Drosten die Kurve der Todeszahlen in Deutschland mit denen in Argentinien. Deutschlands Kurve flachte durch den Lockdown ab. Argentiniens Kurve stieg weiter gleichbleibend an. Er beschreibt den harten, strikten Lockdown in Argentinien, bei dem man pro Familie nur einmal in der Woche zum Einkauf mit einer Person das Haus verlassen durfte. Effekt des Lockdowns: 0! Die Kurve ist nicht ein bisschen abgeflacht! Warum nicht? Weil es laut Drosten Winter war. Er schließt diesen Teil mit den Worten: Und das kommt auf uns zu!
Ich verstehe vor dem Hintergrund nicht, warum wir nun den ähnlichen Weg des Shutdown light gehen, wenn Drosten hier aufzeigt, dass der in Argentinien nichts bewirkt hat? Finde ich diskussionswürdig!
Er fordert weiterhin, dass man gezwungen sei, aus diesen 4 Wochen Lockdown mit einer neuen Strategie zu kommen und da können wir alle nur hoffen, dass es so kommt.
Interessant - und da bin ich nun juristisch 0 bewandert - fand ich seine Aussage (Minute 44), dass es dringend eine gesetzliche Grundlage dafür geben muss und die bisher fehle, dass man Kontaktpersonen von Infizierten in Quarantäne schicken kann. Machen wir das nicht die ganze Zeit??
Schick doch mal Deine und Eure Meinung dazu!
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Danke übrigens für den letzten Satz: ich glaube, ich bin da insgesamt up-to-date (und ich dachte, Du bist gegen "Unmöglichmachen" und "Beleidigen".
Ja, da hast Du recht. Den Satz streich gern!
Von Speichelkonsistenz und Nahrung als Parameter, die das Testergebnis beeinflussen, habe ich tatsächlich noch nie etwas gehört. Das ist ja nen dicker Hund. Kannte bisher nur die Menge des Abstrichs, die sich ja leicht standardisieren ließe und die unterschiedlichen Qualitätsstandards in den Laboren, die nun etwas schwieriger umzusetzen sind, weil Labore dann nach- oder umrüsten oder umstellen müssten, damit Ct-Werte einheitlich interpretierbar sind, als wesentliche Einflussgrößen auf unterschiedliche Korrelationen zwischen Ct-Wert und Infektiosität. Aber gut, man lernt nie aus!
Entschuldigung angenommen, ich bin nicht nachtragend.
Zum Rest habe ich schon meine Aussage getätigt, daran ändert sich auch nichts mehr.
Irgendwann ist auch mal gut, ich gebe jetzt einfach mal nach um die Stimmung und die Diskussion der anderen Teilnehmer hier nicht zu stören
Schade, das bedaure ich. Ich habe nämlich das von Dir verlinkte Video mit großem Interesse verfolgt und fände da eine inhaltliche Diskussion lohnenswert. Ich akzeptiere natürlich Deinen "Ausstieg" und erspare mir an dieser Stelle ein eingehen auf die Drosten-Runde, die absolut spannende Einblicke in die Arbeit von ihm gegeben hat.
Ich hätte mir natürlich zu dem Lauterbach-Desaster eine Rückmeldung von Dir gewünscht. So ein Umgang mit Studien und der Angst der Menschen kannst Du Dir doch auch nicht wünschen!
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Sollte nicht eine Standardisierung des Ct-Wertes erfolgen,
damit Ergebnisse verlässlich die Infektiösen herausfiltern?
Ja, sollte man unbedingt tun, wenn man es könnte. Zum einen handelt es sich um einen unbekannten Virus, der auf uns Menschen unterschiedliche Auswirkungen hat und man deswegen den ct Wert (noch) nicht mit der Infektiösität eines Menschen korrelieren kann. Ob man sowas überhaupt bei anderen RNA-Viren in der Routinediagnostik macht? Es stellt sich dann die Frage nach der generellen Aussagekraft eines ct Wertes, der ja z.B. maßgeblich von der Probennahme abhängt. Das heißt, wenn der Probennehmer zielsicher an den Viren im Rachen vorbeiwischt, bekommt man letztendlich endweder einen niedrigen ct Wert oder im schlimmsten Fall ein Falsch-Negatives Ergebnis.Die von Dir vorgeschlagene "Standardisierung" wäre ein Schritt in die richtige Richtung und ich würde überhaupt keinen Grund sehen, dass irgendjemand was dagegen hätte, wenn es wissenschaftlich belegbar und insgesamt möglich wäre. Es liegt aber wohl an schlicht und ergereifend an der nicht vorhandenen Datenlage, eine solche wünschenswerte Standasierung durchzuführen. Das letzte was wir brauchen sind positiv Getestete, die zwar als nicht-infektiös deklariert werden, aber letztendlich doch noch infektiös sind.
In vitro Anzüchtbarkeit des Virus entspricht einem replikationsfähigem Virus entspricht Infektiosität! Klarer kann das gar nicht definiert sein. Studien dazu gibt es genug, die habe ich an anderer Stelle bereits gepostet.
Wir haben offensichtlich einen sehr unterschiedlichen Wissensstand zur PCR! -
Können wir mal bitte wieder in einen vernüftigen Diskurs kommen? Die wissenschaftlichen Exkursionen werden zumindest mir zu ausschweifend. Kann oder besser mag ich nicht mehr folgen.
Dank Dir für den Hinweis in vorigem Post und ich werde mich zukünftig mit zu viel wissenschaftlicher Tiefe zurückhalten. Kann verstehen, dass das irgendwann ermüdet!