Für meine subjektive Wahrnehmung haben die beiden Relegationsspiele nicht ausschließlich die Erkenntnis einer schlechten Mannschaftsleistung hinterlassen. Das ist mir an der Stelle zu einfach und nicht plausibel, insbesondere anhand der entscheidenden Spielsituationen. Daher scheinen mir diesbezügliche Erklärungen wie mannschaftsinterne Unstimmigkeiten oder Nervosität in keiner Weise nachvollziehbar. Der Reihe nach: Beim 1. Gegentor in Wiesbaden rutscht Andrade seltsam aus, vorher wird der einst angeblich schnellste Spieler der 1. Bundesliga (Gebauer) mit Ball an der Außenlinie überlaufen, beim 0:2 lässt Fraisl erst nach vorne klatschen und dann ist der Torschütze gedanken- und überhaupt schneller als sämtliche Abwehrspieler. Beim dritten Gegentor gibt Jäkel dem späteren Torschützen einen äußerst seltsamen Begleitschutz über ca. 30 Meter, ohne wirklich einzugreifen. Das 0:4 mit dem Lauf über 50 Meter auf das Tor mit abschließendem Foul von Vasiliadis an Fraisl war dann schon fast komisch.
Weiter im Rückspiel: Andrades Nummer vor dem Ausgleich, wie er unter dem lange in der Luft befindlichen Ball herspringt, sieht man sonst eigentlich höchstens im Kreisliga-Bereich. Sorry, aber diese Situation war für mich die auffälligste von allen. Kann normal nicht sein. Gegentor 2 dann maximal unglücklich.
Ich weiß, jede Spekulation bringt rein gar nichts und ist normal auch so überhaupt nicht mein Dingen. Aber für mich gab es in diesen beiden Spiele gehäuft Situationen, die sich in dieser Ballung aus sportlichen oder/und auch psychologischen Gesichtspunkten kaum noch erklären lassen. Dass der einzige Torschütze Klos heißt, passt dann auch noch irgendwie ins Bild.
Für mich bleibt, dass diese Mannschaft in Anbetracht der eigentlichen Voraussetzungen/Möglichkeiten, zur schlimmsten meiner persönlichen Arminia-Historie geworden ist. Von daher bin ich regelrecht froh über das Ende dieser Saison und Ära, wenn ich auch über den Status Quo 3. Liga grundsätzlich enttäuscht und traurig bin.
Die Zusage von Mutzel gibt mir nach den klaren Aussagen von Schütte und Wortmann hinsichtlich einer Lizenzerteilung, einen weiteren positiven Ansatz, dass es hier zumindest noch ambitioniert weitergehen wird. Fraglich natürlich, wie man das erste Jahr mit komplett neuer Mannschaft angeht und übersteht. Zudem bin ich gespannt, ob ein vereinsinternes Umdenken bzgl. der Strukturen und generellen Aufstellung im Aufsichtsrat und der sportlichen Kompetenz im Allgemeinen statfindet.
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Bester Beitrag, danke für die Mühe