ZitatOriginal von LeckerKnoppers
Mal so ganz nebenbei, gibt es eigentlich die Regelung mit den 3 Nicht-EU Ausländern noch? Mit Nkosi und Zuma haben wir da schon 2 potenzielle Stammspieler und das Fernandez Hain verdrängen könnte, ist auch nicht unbedingt unrealistisch. Weiter ist man an einem Iraker, alternativ einem erneuten Südafrikaner dran und hat einen Probespieler aus Venezuela. Borges lass ich mal außen vor. Nix gegen Exoten, aber das könnte dann zu einem Problem werden.
ZitatAlles anzeigenLigaverband kippt Ausländerbeschränkung zu Gunsten einer „Local-Player-Regelung“
Der Ligaverband e.V. wird ab der Saison 2006/07 die Beschränkung für Nicht-EU-Ausländer in den beiden Fußball-Profiligen aufheben. Dafür wird die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) praktizierte und den Nachwuchs fördernde „Local-Player-Regelung“ gelten. Das beschloss der Ligaverband in einer Sitzung am 21. Dezember 2005 und bestätigte die geschäftsführende Deutsche Fußball Liga (DFL) jetzt.
Nach der neuen Regelung dürfen unbegrenzt viele Nicht-EU-Ausländer in einem Club angestellt sein und auch gleichzeitig spielen. Zur Sicherung des einheimischen Nachwuchses gilt, dass künftig pro Klub mindestens 12 deutsche Lizenzspieler unter Vertrag stehen müssen. Außerdem sorgt die neue „Local Player-Regelung“ dafür, dass mindestens 4 bei einem deutschen Verein ausgebildete Spieler unter Vertrag stehen müssen. Von der Saison 2007/2008 an sind 6, von der darauf folgenden Saison an 8 dieser Profis Pflicht. Die Hälfte der lokal ausgebildeten Spielern muss im Alter zwischen 15 und 21 Jahren für mindestens 3 Spielzeiten für ihren Klub, die andere Hälfte zumindest im Bereich des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielberechtigt gewesen sein.
„Ich sehe in der Umsetzung des Local Player ganz klar eine Stärkung der Nachwuchsarbeit in Deutschland“, erklärte Holger Hieronymus, der Geschäftsführer Spielbetrieb beim Ligaverband. Und DFL-Pressesprecher Christian Pfennig ergänzte: „Diese Neuregelung dient auch dazu, um Planungs- und Rechtssicherheit für die Clubs zu schaffen.“
Der Präsident des Ligaverbandes, Werner Hackmann, sorgte für die Reform. Einige deutsche Clubs fürchteten namlich um die internationale Wettbewerbsfähigkeit, weil die Ausländerregelung in anderen europäischen Ligen weniger streng gehandhabt wurde. So spielte 2004/05 der belgische Erstligist SK Beveren mit 10 Spielern von der Elfenbeinküste. Insbesondere bei Transfers aus Südamerika sahen sich die großen deutschen Clubs benachteiligt.
Für Ausländer aus EU-Staaten und Mitgliedsländern der UEFA gilt schon lange keinerlei Beschränkung mehr. Die DFL hatte sich 2004 nur auf den eingeschränkten Einsatz von Nicht-EU-Ausländern geeinigt. In der vergangenen Saison durften fünf Spieler aus anderen Kontinenten unter Vertrag genommen werden, im aktuellen Spieljahr sind es vier. Bis zur Saison 2006/2007 sollte die Zahl auf drei reduziert werden. Dieser Beschluss wurde nun einvernehmlich gekippt. Für Spiele in den europäischen Klub-Wettbewerben galt die Regelung schon nicht mehr.
Der Europäische Gerichtshof hatte im April 2005 die Rechte der Nicht-EU-Ausländer gestärkt und einer Klage des russischen Profis Igor Simutenkow stattgegeben, der sich auf ein zwischen der EU und Russland geschlossenes Partnerschaftsabkommen berufen hatte. Simutenkow klagte gegen eine Regelung des spanischen Fußball-Verbandes, wonach Spieler aus Nicht-EU-Ländern nur begrenzt aufgestellt werden dürfen.
Quelle: http://www.sportrechturteile.de/News/ARGESportrecht/news6261.html