Was mich heute noch mehr enttäuscht hat, als die Leistung auf dem Platz, sind die jämmerlichen Aussagen einiger Spieler und Verantwortlicher gegenüber den Unmutsbekennungen von den Tribünen. Gegenüber den Anhängern, die hier oft schon jahrzehntelang zur Alm pilgern und unterm Strich ganz sicher nur das Beste für diesen Verein wollen. Gegenüber einem Publikum, das weißgott sehr geduldig und nachsichtig ist.
Da ist etwas zerbrochen heute und das ist so schnell nicht wieder gut zu machen!
Da sind wir auch wieder beim Thema Kommunikation. Man nehme nur die in der NW zitierten Aussagen. Ich habe volles Verständnis dafür, dass weder der Mannschaft, noch den Verantwortlichen Pfiffe während des Spieles gefallen. Tatsächlich halte ich das auch für kontraproduktiv.
Allerdings schließt der Rest der Aussagen nahtlos an die bisher öffentlich vorgetragene Kritikunfähigkeit an. Es gibt vielleicht spärliche Anzeichen von Selbstkritik. Diese beschränken sich allerdings auf Plattitüden der Marke "da muss von uns mehr kommen". Zugleich besteht aber völliges Unverständnis, dass Teile der Fans genau deshalb unzufrieden sind. Es überwiegt dann doch eher die Empörung, dass diese Kritik an der einzigen Stelle geäußert wird, wo diese auch deutlich vernommen wird. Im Stadion.
Die Herren merken dabei auch nicht, wie provokant dieses Unverständnis bei Teilen des Publikums ankommt. Der Korpsgeist innerhalb des engeren Zirkels der Mannschaft und mit Ihrem Buddys an der Seitenlinie wiegt da augenscheinlich höher, als die Leistung auf dem Platz. Und wenn Kniat selbst sich dann mit "Natürlich wäre es schöner, wenn die Damen und Herren eher jubeln anstatt pfeifen." zitieren lässt, dann mag das sicherlich anders gemeint sein, kommt dann allerdings beim geneigten Leser als ein "Klatschen und Klappe halten" an. Anhänger dieser Art mögen anfangs sicherlich bequemer sein, aber mit einer Basis bei der es keine negativen Rückmeldungen gibt, schadet einem am Ende selbst. Kein Mensch braucht Fanboys!