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Beiträge von Gönner

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 5. Januar 2018 um 07:21

    Erschreckend, aber ich sehe es genauso wie @Pragmatiker. ;)

    Wem es nicht um Arminia geht, der lebt gut von so einem Kredit. Bei 5 bis 10% Verzinsung hat man nach 10 bis 20 Jahren sein Geld wieder raus und immer noch hohe Ansprüche. 10 Jahre sind jetzt schon rum. Der Ritt auf der Rasierklinge wird sich für einige richtig gut lohnen und das Ausfallrisiko sinkt mit jedem Jahr in dem es gut geht. Warum sollte man da etwas abschenken. Ein Interesse an einer dauerhaften Entschuldung haben doch nur jene Gläubiger, die auch Sponsoren und Gönner sind. Die bezahlen den laufenden und mit Zinszahlungen belastetend Betrieb nämlich zu nicht unerheblichen Teil und können sich bestimmt bessere Verwendungen vorstellen, als die Ansprüche der anderen Gläubiger zu bedienen. Daher macht auch die Idee eines Rettungsschirmes Sinn. Ob der Plan diesmal auf geht bleibt abzuwarten.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 4. Januar 2018 um 15:52
    Zitat von Pragmatiker

    Na also, geht doch! Die Aussage ist erstmal völlig in Ordnung und beinhaltet ein Versprechen auf Transparenz zu gegebener Zeit.
    Man muss ja nicht direkt alles verstehen (insbesondere das Thema Meinke) aber dieses ist ein Schritt in die richtige Richtung, ohne jetzt vereinsschädigenderweise komplett die Hosen runtergelassen zu haben.


    Volle Zustimmung. So ein Statement gleichzeitig zur Beurlaubung von Meinke und uns wäre viel erspart geblieben. Insgesamt zwar knappe zwei Wochen zu spät, aber man hat sich den Schuh immerhin angezogen und reagiert.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 4. Januar 2018 um 12:05
    Zitat von ArminiaPF2D


    Schon Gerry Weber hat im Sommer anscheinend seinen Geldbeutel geöffnet, ein Abstieg in Liga 3 wäre wohl nicht verkraftbar gewesen und hätte schon damals die direkte Insolvenz bedeutet. Zudem hat Gerry Weber schon im Sommer öffentlich unterstrichen, dass trotz des dritten Jahres in der zweiten Liga in Folge weiter bzw noch stärker gespart werden muss. Wir haben nicht umsonst einen der geringsten Spieleretats des Liga.

    Wobei die Frage gestattet sein muss, wo gespart werden soll, wenn man beim Spieleretat schon soweit runter gegangen ist. Ohne jetzt die Einsparpotentiale aus den anderen Bereichen zu kennen, bekommt da auch Laufers Andeutung bzgl. der Einnahmenseite eine gewisse Bedeutung. Damit sind wir wieder beim Vermarkter. Die Frage ist, ob dessen Garantiesumme die gezahlte Gage rechtfertigt. Mir ist nämlich nicht bewusst, dass wir beim überregionalen Sponsoring von den Beziehungen des Vermarkters besonders profitiert hätten. Dafür wird vermutlich bei den regionalen Sponsoren, die wir auch durch Eigenvermarktung gut ansprechen könnten mitverdient. Letztlich ist Lagardère ein ziemlich großer Laden bei dem wir keinen besonderen Stellenwert genießen werden. Würde mich nicht wundern, wenn man hier Einnahmeoptimierung und Sparen sogar kombinieren könnte.


    Zitat von ArminiaPF2D


    Ebenfalls erscheint die Einstellung eines zusätzlichen "Geschäftsführers Finanzen" nun in einem ganz anderen Licht- zumal Meinke schon damals wohl eher "degradiert" aus dieser Umstrukturierung gegangen ist- obwohl man damals noch versucht hat, das Ganze als Arbeits(um)verteilung darzustellen. Fakt ist, dass das Konstrukt der ALM KG wohl nicht aufgeht und die Schulden, die dort ausgelagert wurden, nicht abgebaut werden konnten und nun genau diese das eh schon wackelige finanzielle Konstrukt bedrohen. Das Meinke jetzt letztendlich gegangen worde ist, wird ja auch seine Gründe haben (oder die Ablösung war von vorneherein geplant).

    Eine Stadiongesellschaft zu gründen, um Partner für ein Projekt zu finden ist das eine. Aus Gläubigern mit gut dotierten Verträgen und Ansprüchen Partner zu machen etwas anderes. Ich fand die Stadiongesellschaft eine gute Idee. Leider hätte das schon 2006/2007 eingetütet werden müssen. Hinterher ist schwierig. In dem Sinne sollte man keinen Vorwurf draus stricken, wenn trotz größter Mühe diese Gesellschaft nicht die gehoffte Entwicklung genommen hat. Allerdings bleibt die Frage, ob weiteres Vorgefallen ist. Denn sonst hätte man die Abwicklung der Gesellschaft auch in Ruhe ohne Kündigung Meinkes vorgenommen werden können. Der Vertrag lief eh aus. Das ist einer der Punkte wo es ganz schön wäre, hätte der Verein Wind aus den Segeln genommen mit einer vernümftigen Veröffentlichung ohne in die Details zu gehen. Aber wer weiß wo die Gründe sind, dass das nicht gemacht wird.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 4. Januar 2018 um 08:01

    Letztlich geht es um den richtigen Mittelweg. Zu schweigen und Gerüchte zu schüren kann nicht gut für den Verein sein. Alles immer sofort der Öffentlichkeit zu präsentieren, die dann umgehend alles unsachlich zerreist noch bevor es zu Ende gedacht ist, funktioniert auch nicht.

    Das ist aber auch alles nichts neues. Ich kann den Club verstehen, dass er erst die Lösung ausarbeiten möchte bevor alles öffentlich wird. Aber man hatte scheinbar kein Konzept an der Hand, was man machen würde, sollte doch etwas durchsickern. Insofern haben beide Seiten ein Stück weit recht. Die Kommunikation ist überhauptnicht gut gelaufen, aber man muss die Verhandlungen auch ein Stück weit in Ruhe und abgeschottet führen können.

    Für die JHV kann und darf man trotzdem erwarten, dass das gewünschte Konzept bis dahin steht und das man so rechtzeitig wie nötig als Mitglied darüber informiert wird. Das beste wäre mit ein paar Tagen Vorlauf, sodass die Ideen sacken können und detailierte Nachfragen möglich werden. Das ganze dann mit guten Argumenten und nicht mit "Friss oder Stirb" vorgetragen und die Sache hätte einen guten Weg genommen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 3. Januar 2018 um 19:36

    ^ Nach dieser Argumentation wäre Deutschland keine Demokratie, weil wir ja nur unsere Abgeordeten in den Bundestag schicken und diese dann bis zur nächsten Wahl alles in die Hand nehmen.


    Im Übrigen bilden Wirtschaftsrat und Präsidium zusammen den Aufsichtsrat. Details gibt es hier: KLICK.


    Mir ist klar, dass die direkte Einflussnahme beschränkt ist und das ein Verein wie der unsere extrem abhängig von seinen Sponsoren und Geldgebern ist. Erst recht mit so hohen Schulden an der Backe, aber das ändert nichts daran, dass der e.V. die Muttergesellschaft der Arminia-Gruppe ist und die Mitgliederversammlung das höchste Organ derselben. Dass das stimmt sieht man an den Verrenkungen die bei anderen Clubs gemacht werden, um die Macht aus den Händen des e.V. zu nehmen (siehe Kind in Hannover oder die Strukturen bei RB, Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim). Außerdem ist anders auch nicht erklärlich, weshalb die Mitglieder bei der Krise ab 2009 immer wieder so massiv unter Druck gesetzt wurden.

    Ein Sonderinformationsrecht gibt es abseits der JHV natürlich nicht, aber es sollte schon zum guten Ton gehören die Mitglieder auf der JHV nicht zu überrumpeln, auch wenn man sich das nach den bitteren Ereignissen ab 2009 sehr gut vorstellen kann. Wer dem Gegenüber immer nur die Pistole auf die Brust setzt kann nämlich auch mal in die Verlegenheit kommen abdrücken zu müssen und das wollen wir doch alle nicht.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 30. Dezember 2017 um 20:45
    Zitat von Exteraner

    Man könnte auch allgemeiner sagen, dass frisches Geld ja grundsätzlich erstmal positiv ist. Es mag nur ein Randaspekt sein, aber mich stört ja immer die Erwartungshaltung, dass die reichen Unternehmer Ostwestfalens nunmal endlich richtig tief in die Tasche greifen sollen.

    Aber wenn es denn passiert, würde ich mich auch freuen, wobei man ja erstmal abwarten muss, was dann danach so alles kommt. Also es geht dann ja vielleicht auch um Mitspracherechte der Gönner.

    Die Erwartungshaltung resultiert halt aus zwei Dingen. Zum einen aus jenem Wunschtraum der seit Jahrzehnten in Bielefeld grassiert. Zum anderen in der Erkenntnis das immer reichlich Geld gegeben wurde, um den Verein am Leben zu halten, aber nie ein konsequenter Schritt/Schnitt gemacht wurde, um die Misere der letzten knapp 10 Jahre dauerhaft zu beenden. Mit dem Geld was in dieser Zeit in Summe in die Insolvenzvermeidung geflossen ist, hätte man die Krise 2010 vermutlich im Handstreich beilegen können. Das ist von außen betrachtet einfach nicht sehr clever investiert.

    Bei den Begleiterscheinungen die daraus resultieren könnten hast Du absolut recht. Entweder der Sprung ist wieder zu kurz oder jemand will auch offiziell die Kontrolle. Alles andere wäre zu schön um wahr zu sein. Ich traue dem Braten auch noch nicht, erkenne aber mittlerweile die Machtlosigkeit in der man sich befindet.


    Zitat von distro

    Es steht und fällt wohl weiterhin damit, dass wir für mögliche Kredite keinen adäquaten Gegenwert stellen können. Die Zinssituation am Kapitalmarkt befindet sich seit fast 10 Jahren auf einem historischen Tiefstand. Dafür hat dann jeder Häuslebauer im Gegenzug sein zukünftiges Eigenheim als belastbare Sicherheit und wir haben nix.

    Da muss sich hier niemand über Zinsen von 6 - 7 Prozent wundern, mit denen wir unsere Kredite zurückzahlen. Dieser hohe Wert ist allein dem Risiko geschuldet, mit dem die Geldgeber ihre Zuwendungen seinerzeit abgesichert haben.

    Du hast vollkommen Recht. Das ist die einfache rudimentäre Logik im Zinsgeschäft. Die Frage ist, ob man auch dann an diesen starren Muster festhalten sollte, wenn man damit einen Beitrag dazu leistet, dass der Schuldner die Kredite nicht mehr bedienen kann und die Rückzahlung insgesamt in Gefahr gerät. Das habe ich hier schon vor Jahren gepredigt. Auf der anderen Seite sorgen hohen Zinsen dafür, dass auch ohne jede Tilgung nach 10 bis 20 Jahren sämtliches Kapital zurückgeflossen ist und man als Bonus immer noch jede Menge weitere Ansprüche gegen den Schuldner hat. In Arminias Falle kommt man je nach Zinssatz langsam in diesen Bereich. Sodass die Bauschmerzen bei den Gläubigern von Tag zu Tag geringer werden dürften. Wer mehr Zinsen bekommen hat, als Kredit vergeben wurde tut sich leichter mit Abschreibungen. Daher ist es für Unterstützer denen es um Mannschaft und Verein geht auch finanziell unsinnig den Club immer nur soweit aus der Patsche zu ziehen, dass der Kopf gerade so raus guckt. Das wird unterm Strich teurer. Alles in allem für die Gläubiger eine angespannte Situation, bei der man mit etwas Glück und harter Linie vermutlich trotzdem mit Gewinn aus der Sache heraus kommen kann. Der Drahtseilakt muss nur lange genug gut gehen. Das erklärt auch, warum kaum jemand Stadionanteile wollte. Von Zinsen lebt man gut, solange sie denn kommen.


    Dazu kommt das Arminia tortz einiger guter Jahre (bis vor einigen Tagen) offenkundig ein echtes Problem damit hat im Vergleich zur Konkurrenz ausreichend Gelder zu generieren. Bielefeld und Arminia gelten trotz sportlich erreichter Ziele und guter Zuschauerzahlen immer noch als zu langweilig und wohl auch als mit den Schulden nicht attraktive für ein groß angelegtes Sponsoring. So deute ich zumindest Laufers Aussagen.

    Um so schlimmer ist das aktuelle PR-Desaster. In dem der Club eindrucksvoll gezeigt hat immernoch keinen vollständigen Überblick über seine Finanzen zu haben.


    Zitat von TheDude

    Also dass die ALM KG nun wieder rückabgewickelt werden soll, ist doch mehr als überraschend. (...)

    So eine Stadiongesellschaft ist eine gute Sache, wenn man sie vor Baubeginn gründet, um Investoren zusammen zu bekommen, die gemeinsam das Kapital beschaffen und langfristig als (Mit-)Bauherren zum Gelingen des Projektes beitragen wollen, gegen entsprechende Gewinnbeteiligungen in der Zukunft. Jedem ist klar worauf er sich einlässt und dass das ganze Projekt auch einfach wieder aufgegeben werden kann, wenn nicht genug Leute mitziehen die ein Interesse daran haben. Startet der Bau, dann sitzen alle in einem Boot.

    Das ist eine ganz andere Situation, als wenn man das Projekt schon umgesetzt hat und dort Leute sitzen mit Verträgen und festen Ansprüchen und diese dann im Sinne der ersten Variante aufgegeben werden sollen. Da sitzen nicht alle in einem Boot und müssten, um ins Boot einzusteigen aus ihrer Sicht (kurzfristige) Vorteile aufgeben. Schade, dass das nicht funktioniert hat. Da ist vielen die Taube auf dem Dach wohl näher gewesen. Vielleicht sogar mit Erfolg, wenn Arminia noch ein paar Jährchen über Wasser bleibt. Denn um Arminia an sich wird es vielen Beteiligen nicht gehen und auch nicht darum mit "nur" +/- Null wieder raus zu gehen. Bei den mehr als reichhaltigen Fehlern des Clubs gehört das auch zu den Schwierigkeiten der aktuellen Situation. Man darf davon ausgehen, dass da knallharte Hunde am Ruder sind.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 30. Dezember 2017 um 13:45

    Es hilt auch bei der akquise neuer Sponsoren, wenn diese nicht den Eindruck haben müssen, dass deren Gelder nur zur Bedienung der Altschulden dienen.

    Auf der anderen Seite haben sich solch positivie Meldungen bei Arminia die letzten Jahre - wenn nicht Jahrzehnte - immer als mehr oder minder große Luftnummer entpuppt.

    Letztlich kann man sich nur noch zurück lehnen und der Dinge harren die da kommen. Von Renaissance bis Schlüssel rumdrehen halte ich mittlerweile alles für möglich.

  • Die ALM gehört UNS

    • Gönner
    • 30. Dezember 2017 um 10:22

    Um Streubesitz der Alm KG oder auch der KGaA an die Fans zu veräußern braucht es nichtmal einen Fond. Das könnte der Club auch so. Aber es werden kaum Beträge die über eine niedrige Millionensumme übersteigen zusammen kommen. Dazu kann man das Tafelsilber nur einmal ausgeben (Stand heute gibt es ja wohl auch ein Einnahmepronlem) und der Verein will gar nicht so viel klein klein. Siehe Abwicklung der Fananleihe.


    Die Rechnung, dass über Zinsen schon viele Gläubiger große Teil ihres Einsatzes wieder raus haben finde ich interessant. Es zeigt wie nötig ein Schuldenschnitt ist. Langfristig zahlt Arminia viel zu viel.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 29. Dezember 2017 um 11:57
    Zitat von Richie


    Ich sehe die Sache wesentlich professioneller. Ich denke, man hatte die JHV verschoben, weil man am 28. JAnuar nicht nur ein Problem, sondern auch noch eine Lösung präsentieren wollte. Naiv ist das insofern, weil über einen so langen Zeitraum so eine Aktion nicht geheim zu halten ist. Zumindest nicht bei einem Fußballverein, weil da immer einer einen kennt, der einen kennt....

    (...)

    Interessant wäre es, wenn die ALM KG Insolvenz anmeldet. Da wäre ich sehr gespannt, was dann mit den Schulden und den Gläubigern passiert. Aus meiner Sicht wäre das quasi ein erzwungener Schuldenschnitt, der aber eine Menge Schaden anrichten kann, weil man dann etliche seiner Gönner verprellt.


    Die Vermutung liegt nahe, dass man mit der Veröffentlichung warten wollte, bis man eine neue Herangehensweise in trockenen Tüchern hat. Da man es jetzt nicht bis dahin geschafft hat hilft eigentlich nur noch die Flucht nach vorne, um den Spekulationen ein Ende zu setzen. Insgesamt ist die Außendarstellung durch die Herangehensweise mal wieder eine Katastrophe.


    Bzgl. der Alm KG liest sich der heutige Artikel in der NW tatsächlich so, als plane man einen erzwungenen Schuldenschnitt. Bei einer Insolvenz der Alm KG wären diese Schulden grundsätzlich erst einmal weg. Den Rettungsschirm bräuchte man, um das Stadion, die KGaA und den e.V. zu retten und damit den Betrieb am Leben zu halten. Das wäre natürlich eine ziemlich brachiale herangehensweise. Auf der anderen Seite ist die Kreditwürdigkeit Arminias sowieso bei Null und ich stelle hier auch mal die These in den Raum, dass die meisten Gläubiger ziemlich unkooperativ sind, wenn es um die Modalitäten von Zinsen, Tilgung und dergleichen mehr geht.

    Hierzu eine kleine Rechnung: Bei 22,5 Millionen Euro Schulden fallen bei 4 % Zinsen in Höhe von 900.000 Euro pro Jahr an. Bei 6 % wären es 1,35 Millionen pro Jahr. Das ist nicht schön, aber auch nichts was einen Zweitligisten in so massive Schwierigkeiten bringen würde. Der Verdacht liegt nahe, dass viele Gläubiger immernoch deutlich höhere Zinsen verlangen. Anders macht der 6,5 % - Kredit bei der Stadt keinen Sinn und anders lassen sich auch die kolportierten Summen kaum zusammen bringen. Ich unterstelle an dieser Stelle, dass viele Geldgeber immernoch nach dem Motto verfahren, dass ein hohes Risiko auch hohe Zinsen bringen muss und sich bei Tilgungsfristen und Zinsen - vielleicht auch aus Gründen der eigenen Haftung - kaum bewegen. An Umwandlungen und damit Steinen und Miete war man ja offenkundig nicht interessiert. Damit riskiert man natürlich die Stabilität des Schuldners und damit sein eingebrachtes Kapital insgesamt. In der Not ist sich aber jeder selbst der nächste und wird versuchen heraus zu pressen was eben geht.

    Man kombiniere das mit Fehlern in der Geschäftsführung des Clubs, mangelnder Überwachung (s. Laufer-Interview), steigenden Spielergehältern (im gesamten Fußball), und schon steht man wieder am Abgrund.


    Was mir am NW-Artikel nicht so ganz einleuchtet. Warum will man einen 10 Millionen + X Rettungsschirm basteln und eine Insolvenz der Alm KG in Kauf nehmen, wenn man für 20 Millionen + x einfach das ganze Stadion kaufen könnte. Für immer die Schulden beseitigt hätte und eben vom Verein einfach jedes Jahr eine gewisse Miete bekommen könnte. Von mir aus die nächsten 50 Jahre lang. Das wäre ein sauberer Schnitt. Aber vermutlich würden einige für die Auslösung der Kredite noch massive Gebühren verlangen. Die Welt heute ist ja gierig.


    Alles in allem halte ich immer noch nicht viel von Gerüchten und Spekulationen, aber diese hier hatten es echt in sich. Das muss man jetzt leider voll einräumen. :pinch:

  • Ex-Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch

    • Gönner
    • 29. Dezember 2017 um 10:52

    Das eine schließt das andere ja nicht aus.

  • Ex-Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch

    • Gönner
    • 29. Dezember 2017 um 00:03

    Ein wahrhaft großes Erbe eines kleinen Mannes.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 28. Dezember 2017 um 23:59

    @ schmied_heinz

    Stimmt. Womit man als Gläubiger immernoch besser darstehen würde, als bei Anteilskäufen. Alles nicht sehr attraktiv. Umgekehrt muss man sich als Gläubiger allerdings auch fragen, was man tun kann, um überhaupt sein Geld zurück zu bekommen. Alles ausschlagen und eine Insolvenz riskieren ist auch nicht so eine tolle Sache. Da hätten auch die Banken keine tolle Rückzahlungsquote mehr zu erwarten.

    Unterm Strich bin ich über die Entwicklung ziemlich schockiert. Was für Gegner erwarten den DSC Arminia Bielefeld 2018 e.V. wohl in der C-Liga? :rolleyes: :pinch: :S

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 28. Dezember 2017 um 23:40
    Zitat von schmied_heinz

    Welche Gewinne aus der Alm KG? Außerdem werden die Genussgutscheine ja nicht auf die ALM KG sondern auf das Unternehmen ausgegeben, das nach WDR Informationen 5Mio Verlust produziert hat...


    Die Idee war ja die Alm KG durch Anteilsverkäufe zu entschulden und über Mietzahlungen zu finanzieren. Hätten da ausreichend Gläubiger Mitgemacht, dann wären langfristig gewinne möglich gewesen, da die Zinsen wegfallen. Dazu sind Anteile besitz und damit Ewigkeitsrechte an der gesellschaft und der Einnahmen. Da das nicht geklappt hat, hörst sich das jetzt natürlich doof an. Aber so funktionieren Stadiongesellschaften, wie jene in Paderborn. Die gesellschafter gebend as kapital für den Stadionbau. Aus diesem und einigen krediten wird der Klotz gebaut und die Mannschaft/Verein bedient das durch Miete. Das funktioniert, wenn die Zahlen passen. Soweit hat man es bei uns aber wohl nicht mehr geschafft.

    WDR Informationen sehe ich nach persönlichen Erfahrungen ehr kritisch.

    Die Genusscheine hätten jetzt den Vorteil, dass man im gegensatz zu Anteilen seinen Rückzahlungsanspruch unter ähnlicher Kostellation behält. Aber die Frage, warum das jetzt soviel besser laufen sollte ist natürlich berechtigt, denn viel mehr weitere Vorteile sehe ich aus der Ferne auch nicht und das Geld muss erstmal irgendwo her kommen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 28. Dezember 2017 um 23:27

    Wir wollen mal nicht vergessen, dass die Summe von 5 Millionen Euro nicht vom Verein, sonderm vom WDR kommt. Denen traue ich auch zu einfach die 4,5 Millionen aus Facebook aufzurunden.

    Fakt ist aber dennoch, dass wenn die Summe stimmen sollte wir richtig am Arsch wären. Denn auch wenn die letzte Saison schlecht gelaufen ist, so hat sie dennoch ein gutes Ende gefunden und wir sind jetzt im dritten Jahr in der zweiten Liga in der wir uns eigentlich konsolidieren wollten. Wie da 5 Millionen Euro neues Schulden in einem Jahr rumkommen sollen ist mir schleierhaft. Sollte es aber so sein, dann wäre mir noch schleierhafter, wie man diesen Kahn je wieder flott bekommen möchte. Daher hoffe ich hier weiterhin auf eine Ente.


    Ansonsten kann ich die Idee mit den Genusscheinen anstelle der Stadiongesellschaft absolut verstehen. Das Hauptmanko Gläubiger davon zu überzeugen ihre Ansprüche gegen Anteile zu tauschen dürfte darin liegen, dass diese Anteile schwer wieder zu veräußern sein werden und das man zukünftig entsprechende Gewinne aus der Alm KG abschöpfen müsste, um einen Anteilskauf rentabel zu machen. Für den Verein eine gute Idee. Für Gläubiger aber mit Risiko verbunden. Genussscheine wären je nach Vertragsausgestaltung eine Alternative, da man Anteile ausgibt, aber einen Rückzahlungsanspruch behalten würde. Mich wundert nur, warum man diese nicht über die Alm KG ausgeben hätte können. Denn die Trennung von Spielbetrieb und Infrastruktur macht ja aus mehr Gründen Sinn, als nur für die Umwandlung von Schulden. Es gibt solche Gesellschaften darum an vielen Standorten.


    Die Kommunikation ist in der Tat eine Katstrophe. Wobei ich glaube das man von den Ereignissen auch überrannt wurde. Vielleicht wollte man auch erst in Ruhe an Lösungen arbeiten und dann an die Öffentlichkeit. Leider haben hier Leute Informationen, die sie beruflich erhalten haben weitergeben und diese Lawine in Gang gesetzt. Man sollte bei aller Vorstandschelte nicht vergessen, dass ein solches verhalten illegal ist und eine fristlose Kündigung der entsprechenden Personen rechtfertigen würde. Denn die Verhandlungen zur Neuausrichtung, vielleicht sogar zur Rettung unseres Clubs, dürfte auf diese Weise ein gutes Stück weit sabotiert worden sein. Die schmutzige Wäsche wäre besser am 28. Januar 2018 auf den Tisch gekommen. (Nicht das jemand meint ich plädiere dafür Dinge unter den Teppich zu kehren).


    Alles in allem Arminia, wie man die Diva eben kennt. Immer Drama und sobald man meint auf einem halbwegs gesunden Kurs zu sein gibt es wieder auf den Sack. Grausam.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 28. Dezember 2017 um 11:11

    Zeit für Fakten. Finanziell sieht es nicht so gut aus, wie erhofft. Arminia war mit der Arbeit von Meinke nicht zufrieden. Die Alm KG steht zur Disposition.

    Das Gerücht kommt also nicht aus dem Nichts. Ob der Inhalt an sich allerdings der Realität nahe kommt bleibt weiter im Dunkeln.


    Was mich wundert ist, dass die Alm KG jetzt als ganzes in Frage gestellt wird. Die Idee Spielbetrieb und Infrastruktur zu trennen ist an sich ziemlich charmant, da man ohne 50+1 zu berühren Gelder durch den Verkauf von Anteilen generieren kann. Auch organisatorisch gibt es sicherlich einige Vorteile durch eine saubere Trennung. Nicht umsonst gibt es ähnliche Gesellschaften häufig für verschiedene Stadien. Darüber hinaus besteht durch die Trennung eine Möglichkeit die öffentliche Hand einzubinden, da es sich um Infrastruktur handelt. Dem Gegenüber wissen auch Investoren, dass die Gruppe durch den Spielbetrieb und nicht durch das Stadion getragen wird und von der öffentlichen Hand braucht man in Bielefeld bis auf ein paar Stundungen und warmen Worten nicht viel erwarten. Zumal es in der Stadt zum guten Ton gehört solche Dinge populistisch auszuschlachten. Kommunalpolitisch folgt ja keine Gruppe einem sichtbaren Konzept, also kommt eine durchwachsen populäre Arminia immer gut gelegen.

    Fazit: Es fehlen noch mehr Details, um beurteilen zu können warum eine Stadiongesellschaft bei Arminia nicht den gewünschten Erfolg bringt. Hintergründe wären schon interessant.


    Das es finaziell bei so einem Schuldenberg (in Münsteraner Platt: Unterkapitalisierung) immer wieder mal Verwerfungen geben kann ist normal. Demgegenüber steht die Luftierung von Meinke, die zeigt das offenkundig etwas größeres Schief gelaufen ist. Um beurteilen zu können, wer welche Verantwortung hat fehlen jedoch jede Menge Inhalte und Hintergründe. Es fehlen genau genommen sämtlichen Hintergründe.

    Fazit: Ohne weitere Infos, die es hoffentlich auf der JHV geben wird, kann man jetzt schlecht Konsequenzen fordern. Letztlich sind Vorstand und Verwaltungsrat (in Summe der Aufsichtsrat) gewählt worden das Arminia-Schiff auch durch unruhige see zu führen. Die sind jetzt in der Verwantwortung.


    Natürlich fühlt man sich als Gerüchte-Anhänger jetzt voll bestätigt. Letztlich wissen wir aber nur, dass etwas im Busch ist und nicht in welchem Umfang. Ich bleibe dabei, dass es töricht ist alles was über den "Flurfunk" verbreitet wird zu glauben. Traditionell ist da immer viel Übertreibung und Müll dabei, weil viele sich wichtig machen wollen. Es gibt für mich auch keinen Grund da zurück zu rudern. Ich habe nie ausgeschlossen, dass bei Arminia Probleme existieren können. Wie könnte man auch, wenn man den club kennt? Aber ich habe massiv bestritten, dass Hörensagen ein guter Ratgeber ist. Dabei bleibt es, denn etwas genaues wissen wir immer noch nicht. Wird nicht mehr lange dauern bis die ersten Gerüchte kommen, die sich widersprechen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 26. Dezember 2017 um 23:55

    @Pragmatiker

    Dann die wüsten Beschimpfungen lieber gleich in die Öffentlichkeit vortragen. Prima. :thumbdown:

    Euer Problem ist im Übrigen nicht, dass andere Personen Euch nicht verstehen, naiv sind, Fehler, sowie Vertuschungen oder sonst irgendeinen Schmu grundsätzlich ausschließen würden, sondern das es bis auf ein paar waagen Behauptungen nichts handfestes zu dem Thema gibt. Im Gegenteil. Es wird Kaffeesatzleserei betrieben. Die Presse schreibt nichts, weil sie indoktriniert ist. Der Verein dementiert nicht, weil was im Busch ist. Alles wird in negativer Weise ausgelegt. Würde der Verein dementieren, fände sich vermutlich auch eine Begründung weshalb das für Probleme sprechen würde.

    Achja und man kann sich natürlich gut Vorstellen, dass es Probleme bei Arminia gibt. Stimmt das kann ich auch. Ich kann mir aber auch vorstellen das alles komplett glatt läuft. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Der größte Witz ist die Begründung "war ja früher auch schonmal so". Stimmt. Früher waren aber ganz andere Personen am Steuer und es gibt keinen direkten Zusammenhang mit heute.

    Witzig auch anderen vorzuwerfen Meinungen nicht zu akzeptieren, während man selbst schlichte Gerüchte als Grundlage für seine Argumentation nutzt und wenig zimperlich mit Zweiflern umgeht. Letztlich ist es eine Diskussion um des Kaisers Bart. Nichts genaues weiß man nicht. Man darf natürlich nicht blind vertrauen, aber ganz ohne Vertrauen geht es auch nicht in einem Verein. Trotz schlechter Erfahrungen mit den Vorgängern. In dem Sinne. Es geht nicht um das Gerücht, es geht um den Umgang damit. Da würde deutlich mehr Sachlichkeit sehr sehr gut tun.


    P.S. Als Verein würde ich mir im Übrigen sehr gut überlegen auf welche Meldungen, ob falsch oder richtig ich einginge. Denn man gibt diesen Meldungen auch durch ein Dementi immer eine gewisse Bühne.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 26. Dezember 2017 um 12:51
    Zitat von Pragmatiker

    Wie schön, dass es hier noch echte Lehrmeister gibt, die genau wissen, wie die Welt funktioniert. ;)


    Du stehst hier doch die ganze Zeit mit erhobenen Zeigefinger und Schweiß auf der Stirn. Aber einsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. ;)

    Meine Aussage ist nur, dass wir im Endeffekt keine Hintergründe kennen. Die Facebookaussage verknüpft auch nur alt bekannte Meldungen und strickt irgendetwas nicht überprüfbares daraus. Solche Aussagen sind nichts wert, selbst wenn sie stimmen, weil kein sicherer Verlass drauf ist. Schlimm genug, dass es "Lehrmeister" braucht für derart offensichtliches.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 25. Dezember 2017 um 19:50

    Das Oetkerstadion köchelt seit nunmehr 30 Jahren aus unterschiedlichsten Quellen hoch. Stand heute ist, dass es darüber nicht ein einziges Schriftstück gibt. So funktionieren Gerüchte, sie gehen reih um, sind konkret genug um viele Menschen anzusprechen, haben einen zumindest theoretisch realistischen Kern und bleiben dabei wage genug, um nicht sofort als Übertreibung oder falsch da zu stehen.

    So ähnlich wirken die aktuellen Gerüchte auf mich. Arminia ist dies bezüglich schon immer ein dankbares Opfer gewesen. Wirklich breiten Rückhalt hat man aufgrund der vielen vergangenen Fehler und Zusammenbrüche innerhalb der Stadt nicht.


    Bei kritischer Betrachtung (in beide Richtungen) gibt es aktuell für uns keine Möglichkeit die Gerüchte einzuordnen. Die Sache kann genauso gut stimmen, wie sie falsch sein kann. In Anbetracht dieser Tatsache und der Erkentnis das Gerüchte mindestens um den Faktor 10 häufiger falsch als richtig sind, sehe ich keinen Grund das Thema so hoch zu hängen. Morgen denkt sich jemand etwas andere aus. Und wenn es doch stimmen sollte, dann werden wir - so gut kennt man Arminia - noch früh genug aufschlagen. Das wird aber auch passieren, wenn wir hier in Aufregung verfallen.

    Aufklärung gibt es auf der JHV oder wenn es dem Club zu bunt wird.

  • Der 3. Liga-Thread

    • Gönner
    • 25. Dezember 2017 um 19:16

    ^ Gute Idee! :lol: :thumbup:

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 25. Dezember 2017 um 19:10

    Zunächst einmal möchte ich an dieser Stelle bestreiten, dass ein Forum in erster Linie von Gerüchten lebt. Es gibt ausreichend Fakten und Meinungen die man austauschen kann. Ansonsten gibt es so viele Gerüchte - ich glaube es gibt nichts, was nicht irgendwie behauptet wird - da müssen einfach auch mal welche zutreffen. Das hat was von einer Schrotflinte. Von 50 Kugeln gehen 47 vorbei und 3 treffen quasi zufällig die Ente. Auf eine Diskussion welches spezielles Schrotkorn die Ente nun trifft kann ich da gerne verzichten.

    Interessant ist auch der verschwörungstheoretische Ansatz hinter den aktuellen Gerüchten. Die demokratisch legitimierte Vereinsführung, die den Club (da nehme ich die Zillies-Ära mit rein) vom quasi insolventen Drittligisten im Abstiegskampf zu einem halbwegs konkurrenzfähigen Zweitligisten geformt hat und das mit einer Verschuldung im Nacken, die bezogen auf die Clubgröße vermutlich schlimmer als auf Schalke oder beim HSV war/ist, die hat es natürlich - wie selbstverständlich - nötig etwas zu vertuschen, während der Facebookschreiberling die große moralische Instanz ist, der die dringensten Fragen der aktuellen Vereinspolitik offen zu einer überfälligen Diskussion stellt. Sorry, aber soetwas kann ich nicht ernst nehmen!

    Wer sagt eigentlich, dass die ganzen unterschiedlichen Richtungen aus denen man etwas hört nicht über tausend Umwege wieder der selben Quelle zuzuordnen sind? Auch gerade die unterschiedlichen Inhalte sollte einen Hellhörig machen. Habt ihr noch nie "Stille Post" gespielt?


    Natürlich kann es den Tatsachen entsprechen, dass Arminia in Schieflage ist. Bei unserem Schuldenstand ist das jederzeit wieder möglich. Aber die oben beschrieben Konstellation zeigt doch auf deutlichste Weise, dass es dafür KEINE seriösen Quellen gibt. Nur Getratsche. Warum das so wichtig ist? Weil eine falsche Behauptung um ein vielfaches schneller in der Welt ist, als eine gute Begründung dagegen. Vielleicht hat Arminia ein Problem und die Veranwortlichen halten das unterm Deckel, um für den Club eine gute Verhandlungsposition zur Rettung zu behalten. Dafür wäre eine gute Vereinsführung auch gewählt worden. Vielleicht ist aber auch rein garnichts dran. Für mich ist diese Frage völlig offen und daher auch kaum der Diskussion wert.

    Aber selbst wenn es stimmen sollte, wissen wir noch nicht einmal worin die Ursachen liegen (Interne Fehler oder äußere Einflüsse). Trotzdem werden hier aus dem nichts Rückschlüsse auf Vertuschungen gezogen und weil der Facebookschreiber auch noch Bezug auf Sponsoren nimmt dies als Wahrheit verkauft. Mein Baumann-Gerüchte-Fake wurde auch gerade dadurch für voll genommen, dass ich unbestimmtes mit sehr konkretem gemischt habe, was aber trotzdem niemand nachvollziehen konnte, aber realistisch klang. Baumann wurde in Oldenburg geboren, als habe ich das vermeintliche Treffen dahin verlegt. So einfach geht das. Arminia hat versucht Klos im Sommer abzugeben. Kein Wunder, dass das jetzt eingewoben wird.


    Das schöne an diesen Gerüchten ist. Man kann damit nie daneben liegen. Entweder es wurde erfolgreich unterm Deckel gehalten oder man hat es immer schon gewusst. Das Leben kann so einfach sein. Und jeder der nicht mit macht ist wahlweise naiv, leichtgläubig, unkritisch oder sonstwie beschränkt. Witziger Weise werden von den Redelsführern die negativen Aussagen selbst völlig unkritisch aufgenommen.

    Ich selbst bin ein überaus kritischer Mensch. Daher schließe ich auch aktuelle Probleme, wie sie geschildert werden auch absolut nicht aus. Aber ich erwarte mehr Fakten, denn Kritik ist keine Einbahnstraße. Negative Aussagen müssen genauso kritisch hinterfragt werden wie positive. Das geht den Gerüchten im Moment völlig ab.

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