Der Geburtsfehler bei uns war die Finanzierung der neuen Tribüne über den e.V. abzuwickeln, weil die Banken bei der KGaA schon abgewunken hatten. Man hätte von Beginn an eine Stadiongesellschaft gründen und um Partner werben müssen. Das ist im Grunde so ähnlich, wie das was Rejek dann in angepasster Form nachgeholt hat. Das Ergebnis wäre im vorhinein aber vermutlich noch deutlich besser gewesen. Jetzt weiß man natürlich nicht, wie der Zeitdruck wegen Lärm, Betriebserlaubnis und Anliegern war. Aber es passt halt auch zu Kentsch, dass er das alles alleine kontrollieren wollte. Weshalb er ja auch die Funktion von Geschäftsführer der KGaA und Schatzmeister des e.V. in Personalunion übernommen hat, was nicht nur eine enorme Machtkonzentration war, sondern wodurch er auch sein eigener Kontrolleur geworden ist. Und das alles mit der Fadenscheinigen Begründung, dass dies für den Bau der Tribüne und die Verknüpfung der Tribüne notwendig gewesen sei. Soviel mal zum Thema Selbstüberschätzung. Da hätten eigentlich alle Alarmglocken läuten müssen.
Von daher ist es schon zum guten Teil Arminia selbst zu verdanken in diese Situation gekommen zu sein. Aber klar. Das Umfeld war hier seiner Zeit auch nicht so besonders. Letztlich hat Gerry Weber den kram aus seiner privaten Schatulle irgendwie über Wasser gehalten. Da ist man mit dem Bündis schon besser aufgestellt. Obwohl es dort halt an sportlicher kompetenz fehlt.