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Beiträge von Gönner

  • Trikot 21/22

    • Gönner
    • 12. Juni 2020 um 11:37
    Zitat von EwigArmine

    Keine Ahnung, warum jetzt hier die Interpretationsmaschine wieder heißläuft. Mein Einwand war nicht aufgeregt, sondern völlig entspannt. Letztlich haben wir es sowieso nicht in der Hand, wie die Trikots aussehen, weil das keiner von uns beeinflussen kann.

    Von daher jedem sein Geschmack und jedem seine Meinung. Mir gefiel nur die abwertende Abstufung „albern“ nicht, das kann man sich einfach verkneifen und gut ist.

    Sei mal nicht so empfindlich. Das ist halt meine Meinung dazu. Die kann man auch einfach mal ertragen. Ist ja kein persönlicher Angriff. Zumal ich extra geschrieben habe, dass das nicht heißen soll, dass Du da aufgeregt bist.

  • Trikot 21/22

    • Gönner
    • 9. Juni 2020 um 13:25

    Bisher hat Arminia es immer geschafft sich ein Design einfallen zu lassen, dass hier noch nicht zuvor erraten wurde. Es ist ein wenig wie mit den Transfers von Arabi. Was hier Erwähnung findet ist eigentlich schon verbrannt.


    Zitat von EwigArmine

    Ich weiß nicht, was daran albern sein soll, wenn man die Auffassung vertritt, dass abweichende Farben einfach unnötig sind. Da empfinde ich es eher albern zu glauben, dass man in gelben Trikots erfolgreicher spielt, als in seinen Vereinsfarben, die nicht nur zu Hause, sondern vor allem auswärts die Identität ausmachen sollten.


    Das ist dann ein Aberglaube in dem sich derjenige halt wohl fühlt. Das sei diesen genauso unbenommen, wie Dir Deine Fokussierung auf die drei Vereinsfarben und mir eben mein Einwand, dass ich diese Fixierung (sofern sie aufgeregt daherkommt) albern finde. Was nicht heißen soll, dass Du Dich darüber ernsthaft aufregen würdest.

    Ich gebe auch offen zu, dass meine Meinung vielleicht darin begründet liegen mag, dass ich ganz gerne mal bei den alternativen Farben der Auswärts- und Ausweichtrikots zugreife. Für mich hat der Kontrast einen besonderen Reiz. Das stellt auch die Verbundenheit zu den Vereinsfarben nicht in Abrede. Diese bleiben beim Heimtrikot schließlich das Maß der Dinge und sind auch bei den Auswärtstrikots immer mal wieder in Gebrauch. Daher halte ich gelegentliches Gelb, Rot oder sogar Grün usw. für absolut vertretbar. Oder als Rarität das blaue Ausweichtrikot von 1996 bis 1998.


    Zitat von Ghostwriter

    Puh, da hab ich ja nochmal Glück gehabt ;)

    Ja, an Trikots scheiden sich die Geister. Ich bin da eher ein Freund von "je schlichter desto besser".


    Über Geschmacksfragen kann man ewig diskutieren. Die sehr schlichten Trikots fallen bei mir häufig deswegen durch, da man dann letztlich auch jedes beliebige einfarbige Leibchen nutzen könnte. Umgekehrt können anspruchsvoll designte Trikots auch schnell zu wild werden. Das aktuelle gefällt mir zwar, besonders in der roten Variante. Wandelt allerdings mit Sicherheit auf einem schmalen Grat.

    Gut gefallen mir häufig Trikots die zwar schlicht, aber doch mit einem konsequenten Muster designt wurden. Mir fällt da sofort das "Kreuz-Trikot" von 2007/08 ein. Ansonsten ist es gerade bei Arminia in Kombination mit schwarzer Hose und weißen Stutzen nicht ganz unerheblich, dass es nicht zu abgehackt aussieht, was bei schlichtem Design schnell passiert. Auch da funktionierte das Modell von 2007/08 sehr gut, da sich das schlicht blau-weiße Design gut mit den weiß-blauen Stutzen ergänzt hat und die schwarzen Hosen für den nötigen Kontrast gesorgt haben. Das funktioniert auch mit Blau-Schwarzen Trikots, wie 2009/10, wo die Stutzen der Kontrast waren.

    Um den Weg zu Macron zurück zu finden. Da kann ich durchaus etwas mit den Leibchen von Union Berlin 2017/18 anfangen. Sowohl die gestreifte Heimvariante, als auch die Auswärtsversion mit Nadelstreifen haben Stil. Allein das gelb-rote Trikot ist eine ziemlich wilde Katastrophe, die alleine wegen der Farben zu Union passt.

  • Stadion Alm

    • Gönner
    • 9. Juni 2020 um 13:03

    Die klassische Abrissbirne gehört der Vergangenheit. Rückbau und Stoffe trennen dauert etwas länger.

    Danke für die Fotos.

  • Trikot 21/22

    • Gönner
    • 5. Juni 2020 um 10:58

    Der Verein setzt beim Heimtrikot konsequent auf die Vereinsfarben. Da ist es schon irgendwie albern sich über gelegentlich abweichende Farben bei Auswärts- und Ausweichtrikot zu echauffieren.

    Mitunter ist die gelegentliche Abwechslung sogar erfrischend. Sein es die positiven Assoziationen zu den sportlichen Erfolgen der gelben Leibchen diese Saison oder der Bezug zur Stadt Bielefeld, der mit den sehr gelungenen Sparrentrikots in Rot-Weiß. Klar sind Geschmäcker und Einstellung dazu verschieden, aber dann konzentriert man sich halt aufs Heimtrikot.

  • Stadion Alm

    • Gönner
    • 4. Juni 2020 um 08:03

    Dann ist es so. Trotzdem besten Dank für den Service. :thumbup:

  • Der Bundesliga-Thread

    • Gönner
    • 4. Juni 2020 um 07:16
    Zitat von EwigArmine

    Genau das ist der Grund, warum ich immer gesagt habe, dass ich gar nicht böse bin, wenn der Aufstieg nicht klappt. Aber der Zug ist jetzt wohl abgefahren und wir spielen nächste Saison mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen die Großen. Ob das eher Spaß macht oder frustriert, werden wir sehen. Nur ohne oder mit wenigen Zuschauern, dazu weitere nicht kalkulierbare Einnahmeausfälle, das ist alles ganz schön bescheiden für ein eigentlich tolles Ereignis.

    Allein dass dieser Gedanke - der mir auch nicht fremd ist - immer häufiger zu lesen ist zeigt schon, wie kaput das System eigentlich ist.

  • Trikot 21/22

    • Gönner
    • 3. Juni 2020 um 11:13

    Wenn sich Kerle mal über Mode unterhalten, dann kann es nur um Fußballtrikots gehen. :lol:

    Mein Eindruck von Macron ... oft schlicht, gelegentlich mit Streifen oder Nadelstreifen. In der Regel körperbetont. Das kann auf dem Platz ein schickes Trikot werden oder auch nicht. Für beides sehe ich Potential. Gerade diese körperbetonten Dinge gefallen mir nicht unbedingt und bei schlichten Trikots kommt es halt auf die kleinen Akzente an. Streifen können sehr elegant wirken. Die größte Gefahr lauert allerdings auf der Tribüne. Körperbetont und Streifen geht auf der Tribüne - sind wir mal ehrlich - meistens dann doch komplett in die Buchse. :thefinger:

  • Stadion Alm

    • Gönner
    • 3. Juni 2020 um 10:45
    Zitat von 33615

    Besten Dank für den Service. Wäre toll, wenn Du uns hier weiter mit Bildern versorgen könntest. Gerne auch etwas größer. ;)

    Aktuell gibt es für die Auswärtigen bekanntlich ehr wenig Anlass nach Bielefeld zu fahren, sodass man sich auch nicht mal nebenbei ein Bild von den Arbeiten machen kann. Die Stadionbaustellen haben mich schon immer sehr interessiert. Auch wenn es aktuell nur um den Eingangsbereich geht.

  • Der Bundesliga-Thread

    • Gönner
    • 2. Juni 2020 um 10:21

    Ein Punkt ist dabei natürlich auch, dass das bevölkerungsreiche Deutschland mit großer Fußballtradition nur 18 Plätze in der Bundesliga hat.

    Vor der "Drohkulisse" Europaliga hätte ich keine Angst. Die Bundesliga ist das tägliche Brot und der entscheidende Faktor, um innerhalb Deutschlands Präsenz zu zeigen. Wie viel auch heute noch der regionale Bezug ausmacht sieht man regelmäßig bei den Derbys. Deutschlandweit mag man das alles vermarkten können, aber wenn man nur noch international spielt, dann wird der Bezug weiter verloren gehen. Darum gucken sich ja auch viele Fans die internationalen Spieler anderer Vereine aus Deutschland an. Wenn es für die großen sinnig wäre die nationalen Ligen zu verlassen, dann hätten diese das also schon längst getan.


    Ansonsten ist das Problem schlicht darauf zu reduzieren, dass der sportliche Wettbewerb sowohl von der internen Geldverteilung als auch von den äußeren Einflüssen komplett ausgehebelt wird. Früher gab es noch die Möglichkeit sich durch sportliche Erfolge in eine bessere Position zu spielen und mittelfristig davon zu profitieren. Heute sind die Unterschiede so groß geworden, dass dazu schon mehrere Jahre erforderlich sind, um den Aufgebauten Unterschied zu überwinden. Nur durch sportlich richtige Entscheidungen bei gleichzeitiger massiver finanzieller Unterlegenheit ist das nicht mehr zu schaffen.

    Dass die Stadien da noch voll sind liegt einzig daran, dass der Kampf um die anderen Positionen mitunter noch spannend sein kann – zwischen denselben Clubs auf Augenhöhe – und dass es noch dilettantische Ausreißer gibt. Hinzu kommt der Hyp um den Fußball, der ein zum Teil selbsterhaltendes Ausmaß angenommen hat. Bei Fans und bei modebewussten Hipstern.

    Die Allianzarena ist für München z.B. auch eine Touristenattraktion. Da geht es nicht mehr nur um Sportbegeisterung. Darüber hinaus sollte man nicht unterschätzen - das haben Fans und Funktionäre mitunter gleich - dass die Langeweile von Bayern gar nicht unbedingt immer auch als solche empfunden wird. In der CL ist man der Underdog (weshalb man nach mehr Geld brüllt) und auch in der Bundesliga war es ja zumindest vorübergehend knapp. Da erkennt man auch den Unterschied zwischen Außen- und Innenwahrnehmung. Mir sind durchaus Bayernanhänger geläufig, die während der Spiele noch immer derbe Abgehen, wo es früher darum ging, ob man knapp Meister wird, fiebert man heute darum, dass es nicht doch noch knapp werden möge. All das während ich mir das schon gar nicht mehr angucke, weil ich eh nur müde mit den Schultern zucken würde.

    Die Gemengelage ist also sehr komplex und dabei haben wir bis jetzt mal gerade an der Oberfläche gekratzt. Ich selbst habe mir da schon längst meine Nische bei Arminia gesucht, mit der ich mich in letzter Zeit wieder sehr gut identifizieren kann. Und wenn das dann halt in der zweiten Liga ist, weil man in Liga 1 keine Chance hat in einen echten Wettbewerb zu kommen, dann ist das eben so.

    Beim Blick auf die extrem enge 3. Liga sollte man im Hinterkopf haben, dass es dort kein Stufenmodell für die Verteilung der eh deutlich spärlicheren Fernsehgelder gibt. Nur mal so ein Wink mit dem Zaunpfahl. ;)

  • Der Bundesliga-Thread

    • Gönner
    • 31. Mai 2020 um 17:57

    Um die Chancengleichheit und den sportlichen Wettbewerb zu verbessern, muss die Verteilung der Gelder angeglichen werden.

    Das wird aber allein national schon ein dickes Brett und würde dann spätestens in Europa scheitern. Man schaft es ja noch nicht mal sich auf moderate finanzielle Spielregeln zu einigen und die durchzusetzen.

    Da hat man in Nordamerika, wo es maximal um eine oder zwei Nationen geht und quasi "sozialkapitalismus" zwischen den Teams und damit ein Wettbewerbssystem, dass in Europa nicht im Ansatz umsetzbar wäre. Erst recht nicht seit die Scheichs und Investoren mitmischen und ihr Plätze quasi dadurch sichern.

    Das Ding ist unreformierbar vor die Wand gefahren. Da würde nur ein totaler Crash etwas bewegen. Ob das Ergebnis besser wird? Die Reaktionen auf Corona lassen ehr ein "Nein" vermuten.

  • Der Aufstiegskampf - wer steigt direkt auf? Restprogramm und Chancen

    • Gönner
    • 29. Mai 2020 um 08:56

    Psychologisch hat Stuttgart gestern einen riesen Schritt gemacht. Der HSV war spielerisch am besten aus der ungewollten Pause gekommen. Und Arminia rumpelt etwas vor sich hin. Auf dem Papier war das gestern der schlechteste Fall der hätte eintreten können.

    Auf der anderen Seite bleibt der Druck in Hamburg und Stuttgart hoch. Diese sind die eigentlich gesetzten Aufstiegsfavoriten, von denen dank Arminia vielleicht einer sein großes Ziel gefährdet sieht. Und wer weiß, wie der HSV auf die verspielte Führung in Stuttgart reagiert und, ob den VfB seine zweifelsohne vorhandene Arroganz wieder einholt.

    Letztlich ist es müßig darüber zu spekulieren. Arminia muss wie bisher in der Saison konstant seine Chancen nutzen. Es ist eine Phrase, aber man kann nur selbst Punkten und dann schauen wozu es gereicht hat. Auf mehr hat man keinen Einfluss.

  • Ex-Armine Reinhold Yabo

    • Gönner
    • 29. Mai 2020 um 08:16

    Die Diskussionen um Yabo sind objektiv betrachtet nicht zu verstehen. Der Bursche spielte bei seinem ersten Besuch auf der Alm nicht anders als heute. Oft mit Hemmungen oder unglücklicher Ausstrahlung, dann haut er alle paar Partien eine richtig geniale Leistung heraus. Und im Forum wird seit dem ersten Tag diskutiert, warum das so ist und wieso er nicht konstant gute Leistungen bringt.

    Man sollte sich nicht von einzelnen herausragenden Leistungen, wie dem alles überstrahlenden Spiel gegen Braunschweig seiner Zeit blenden lassen. Er ist augenscheinlich aus diversen Gründen nicht in der Lage diese Leistung konstant abzurufen. Auf der anderen Seite sollte man seine Leistung und Bedeutung für das Team allerdings auch nicht unterschätzen. Denn auch in den schwächeren Spielen war er nie ein Totalausfall.

    Das Fazit ist im Grunde recht einfach. Ein solider Spieler in der zweiten Liga, der - da er Potential zu deutlich mehr erkennen lässt - sich immer wieder an (zu) hohen Ansprüchen messen lassen muss. Falls das Wunder Aufstieg gelingen sollte wird man sehen, ob ihm die Spielweise in der etwas weniger kampfbetonten Bundesliga vielleicht besser liegt. Ansonsten sollte man nicht erwarten, dass er sich groß ändert. Da hat das Spiel gegen Braunschweig ein verzerrtes Bild von seiner ersten Zeit bei Arminia hinterlassen. Ein guter und wichtiger Spieler, aber eben nicht mit der Konstanz, die man sich bei seinem Talent wünschen würde.

  • Corona-Virus

    • Gönner
    • 15. Mai 2020 um 12:32

    sushinator

    Die Kritik an der Extrawurst für den Fußball kann ich vollkommen verstehen. Es bleibt allerdings dabei, dass die Kultur nur in Summe systemrelevant ist. Ein einzelnes Konzert, ein Theaterstück oder auch eine Kunstaustellung, ist es eben gerade nicht. Daher auch mein Einwand, dass man die Kultur nicht auf eine andere Stufe stellen kann als den Fußball. Wenn man Kultur pauschal als Systemrelevant bezeichnet, dann ist es der Fußball eben auch.

    Deswegen kann man die Extrawurst auch gerne kritisieren. Man bewegt sich immerhin auf derselben Stufe. Genauso ist es allerdings vermessen zu behaupten, dass die Kultur ehr systemrelevant ist als der Fußball. Selber Grund: Man bewegt sich immerhin auf derselben Stufe.

    Für mich ist auch der Fußball Teil der Kultur. Aber selbst wenn nicht, so fällt beides unter "Brot und Spiele".

  • Corona-Virus

    • Gönner
    • 15. Mai 2020 um 10:01
    Zitat von sushinator

    Grad die Kultur darf de facto quasi und hst eine Systemrelevanz.

    Der Kultur wohnt im Allgemeinen die interessante Eigenschafft inne, dass sie in ihrer Gesamtheit systemrelevant ist, die einzelnen Veranstaltungen und Kulturgüter jedoch ehr in die Abteilung Luxus fallen und mitunter gut verzichtbar sind.

    Daher stellt sich mir schon die Frage, warum man auf der einen Seite halbleere Theatervorführungen, klassische Konzerte, Kunstausstellungen und der gleichen als systemrelevante Kultur bezeichnet. Auf der anderen Seite den Fußball und andere moderne kulturelle Erscheinungsformen ausklammert. Auch der Profifußball ist eine Ausprägung unserer Kultur, genauso wie viele andere Dinge, die aktuell bei enger Definition gerne aus dem Begriff ausgeklammert werden.

    Bei aller berechtigter Kritik an der DFL kann ich diese Trennung nicht nachvollziehen, vor allem wenn man das eine als systemrelevant bezeichnet, um das andere als nicht notwendig zu diskreditieren.

  • Corona-Virus

    • Gönner
    • 15. Mai 2020 um 09:52

    Über den Fußball und wie er auf die Krise reagiert kann man mit guten Gründen sehr unterschiedlicher Meinung sein. Auch zwischen dem schlichten pro und contra gibt es sehr viele im Detail gut begründbare unterschiedliche Einschätzungen. Dass es so läuft kann im Endeffekt niemanden wundern, denn hier treten nur auf einer neuen Plattform dieselben Spannungen zu Tage, die der immer weiter kommerzialisierte Fußball die letzten Jahre eh produziert hat. Es sind ähnliche Fronten, wie bei Investoren, 50+1, immer höheren Gehältern, Ablösesummen und Ticketpreisen. Nur eben auf einem völlig neuen Level.

    Ich selbst habe mir zum konkreten Thema noch gar keine Meinung gebildet. Nicht zuletzt da die Luft nach dieser für Arminia fantastischen Spielzeit und dieser desaströsen Unterbrechung ziemlich raus ist. Klar will ich, dass Arminia gut durch die Krise kommt und ich will, dass Arminia seine zumindest bis dahin gute Ausgangslage nutzen kann. Eine gewisse Freude über Siege wird es auch bei mir weiter hingeben, aber eben alles ziemlich gedämpft, weil über allem der Corona-Schatten liegt. Das Umfeld, die Fans, Zuschauer usw. ist eine Seite der Medaille Fußball und diese hälfte fehlt aktuell komplett. Hinzu kommt das Geschmäckle mit dem die DFL die Sache jetzt durchboxt. Die Argumente und Bedenken dagegen kann ich jedenfalls vollumfänglich verstehen. Auf der anderen Seite leuchtet mir das Argument der mangelnden Überlebensfähigkeit der Liga ohne die Austragung von Spielen eben auch ein. Da hat der Fußball durch die Summen, die in ihn und in Folge dessen in die Gehälter und sonstigen Kosten einen Zwang, der in anderen Ligen und Sportarten weniger groß ist.

    Es bleibt eine Frage der Abwägung und da kann es naturgemäß keine komplett richtigen und falschen Antworten. Zumal ja auch niemand weiß, wie und ob es in einigen Monaten weiter gehen könnte, sofern man die Saison nicht zu Ende spielt. Ich gebe es auch offen zu. Ich bin froh nicht in der Haut der Entscheidungsträger zu stecken und könnte nicht mit Sicherheit sagen, welche Entscheidung ich in der Situation treffen würde.


    Allerdings stört mich eine Sache doch beträchtlich. Nämlich, dass in dieser Zwangslage in der der Profifußball steckt es immer noch Stimmen gibt, die nicht innehalten wollen, um zu überdenken, ob man sich mit dem „höher, schneller, weiter“ in Sachen Kommerzialisierung nicht auch erst in eine Situation der Abhängigkeit gebracht hat. Stattdessen wird von Typen wie Rummenigge die Situation genutzt, die 50+1 Regel zu attackieren. Die übermäßige Kommerzialisierung, die durch hohe Gehälter die hohen Abhängigkeiten überhaupt erst geschaffen hat soll also weiter ausgebaut werden. Bildlich gesprochen ist der Wagen ins Schlingern geraten und die wollen weiter aufs Gas drücken. Als ob Investoren von so einer Krise nicht auch betroffen sein könnten oder unabhängig davon im Einzelfall selbst wirtschaftliche Probleme in die Liga tragen könnten. Leute wie Rummenigge sind so in ihrer Gier nach zusätzlichem Geld gefangen, dass die überhaupt nicht mehr abseits ihrer üblichen Muster denken können. Genau jetzt wäre die Zeit zu überlegen, wohin sich die Liga in Zukunft entwickeln möchte. Wie bodenständig und Stressresistent man sich aufstellen will, welchen moralischen Grundsätzen man folgen möchte. Und genau an dieser Stelle versagt man gerade und zwar völlig unabhängig davon, ob es eine Notwendigkeit gibt die Saison zu beenden. Die Liga zeigt, dass sie zu keinem Kurswechsel, ja nicht einmal zur Diskussion darüber fähig ist.

    Stellungnahmen, wie von Markus Rejek sind da sicherlich wohltuende Ausnahmen, die für Arminia und die Identifikation mit dem Verein sicherlich bedeutend sind. Für die Liga ist das allerdings weniger Maßgeblich. Die Chance die in jeder Krise – in diesem Fall auch für den Fußball liegt – ist gefühlt jetzt schon vertan. Schade.

  • 26. Spieltag: DSC Arminia - VfL Osnabrück

    • Gönner
    • 7. Mai 2020 um 12:43
    Zitat von PattyG

    Das ist doch alles OFFTOPIC, kann man sich vielleicht verständigen, dass es in den sportlichen Threads auch sportlich bleibt?

    Es war hier im Forum schon immer so, dass Diskussionen - wenn es deren Verlauf so ergibt - auch mal kurzzeitig etwas weiter ausholen und vom Thema abweichen können und dürfen. Wir führen hier keine förmliche Parlamentsdebatte. Das sollte eigentlich nachvollziehbar sei, zumal Dein Beitrag nach dieser vermeintlichen Schelte, selbst über mehrere Absätze nicht auf das sportliche Duell mit Osnabrück eingegangen ist. :rolleyes:

  • 26. Spieltag: DSC Arminia - VfL Osnabrück

    • Gönner
    • 7. Mai 2020 um 12:19

    Den Folgen einer unkontrolliert platzenden Blase sollte man sich besser nicht aussetzen. Insofern haben wir an dem Punkt tatsächlich eine etwas andere Meinung. Allerdings wäre es ein guter Zeitpunkt, um mal inne zu halten, ob man das ganze System nicht solidarischer und wettbewerbsfreundlicher zwischen den Verein reformieren könnte. Rejek hat da richtiger Weise davon gesprochen, dass die Frage im Raum steht, ob „höher, schneller, weiter“ wirklich das einzig relevante Kriterium sein sollte.

    Die großen der Liga scheinen in der Krise allerdings ehr eine Chance zu sehen einen gang runter zu schalten, damit man im Anschluss noch mehr Gas geben kann. Anders ist die jüngste Attacke auf die 50+1 Regel in Zusammenhang mit weiteren Aussagen nicht zu erklären. Da wird eine große Chance verspielt den Profifußball sinnstiftend zu reformieren und die Konflikte mit der Fanbasis zu reduzieren ohne das System in Gänze in Frage zu stellen. Es geht bei der Kritik ja nicht um, das „ob“ sondern das „wie“ des Profifußballs, dass die ganze Kritik in meinen Augen ziemlich authentisch macht.

  • Arminia im TV

    • Gönner
    • 7. Mai 2020 um 11:36

    Die Mutter aller Saarbrücken und Darmstadts ... :S :rolleyes:

  • 26. Spieltag: DSC Arminia - VfL Osnabrück

    • Gönner
    • 7. Mai 2020 um 11:30
    Zitat von so.cal

    MMn wird das ein reines Glücksspiel werden. Sollte die Saison tatsächlich zu Ende gespielt werden, kann ich mir vorstellen, dass die Tabelle noch ordentlich durcheinander gewürfelt wird. Ich glaube aber immer noch nicht daran, dass es tatsächlich soweit kommt. Nach meiner Einschätzung wird auch Deutschland nicht um einen Saisonabbruch herumkommen. Die Einsicht wird nach zwei oder drei weiteren Spieltagen kommen.

    Steinigt mich gerne für meine Schwarzmalerei. Ich hoffe, dass ich falsch liege und alles ein gutes Ende nimmt.

    Das deckt sich auch mit meiner Einschätzung. Die Gefahr, dass sich Hamburg und Stuttgart mit ihrer individuellen Klasse jetzt nochmal berappeln werden ist groß. Auch sonst wird es einige Überraschungen geben. Die Saison ist unabhängig von der Fortsetzung völlig dahin.

    Denn auch unabhängig davon, wie es jetzt weiter geht ist meine Euphorie vollkommen dahin. Die Spiele und das drum herum mit den Fans und Zuschauern sind zwei Seiten derselben Medaille. Das eine geht nicht ohne das andere und selbst, wenn der Plan der DFL perfekt aufgehen sollte, wird das nicht annähernd ein Ersatz dafür sein, wie die Spielzeit ohne Corona hätte verlaufen können. Arminia war niemals in seiner Geschichte besser aufgestellt. Vielleicht waren einige Mannschaften in der Vergangenheit stärker als die aktuelle, dafür fehlte es wahlweise am Stadion, den Finanzen oder kompetenten Funktionären.

    Aktuell ist zwar noch viel zu tun, aber der Club ist vom Grundsatz her in fast allen Bereichen richtig aufgestellt. Diese Saison hätte mit ein wenig Glück der Beginn einer Ära sein können. Jetzt liegt über allem der Schatten von Corona. Und die Fortsetzung des Spielbetriebes unter diesen Umständen mit Isolation und Geisterspielen kann nur dem Zweck dienen, die Vereine am Leben zu halten bis wieder bessere Zeiten anbrechen.

    Unter diesen Umständen hält sich meine Begeisterung, selbst wenn es mit Arminia sportlich weiter bergauf gehen sollte doch in engen Grenzen. Zumal der Fußball jenseits von Arminia die Krise offensichtlich nicht als Signal begreift sich selbst etwas zurück zu nehmen. Der Fußball ist durch die Unterbrechung wahnsinnig schnell in eine existenzielle Krise gerutscht, da man durch die hohen eingesetzten Summen in völlige Abhängigkeit von den TV-Einnahmen und den Geldern von Sponsoren und Investoren gekommen ist. Die Lehre vieler Verantwortlicher scheint allerdings nicht darin zu liegen, dass man sich beim "höher, schneller, weiter" etwas zurücknehmen und absichern sollte, sondern es wird nach noch mehr Investoren als vermeintlichen Krisenpuffer gerufen. Also nach mehr von dem, dass den Fußball von der Basis entfremdet und diese Blase überhaupt erst hat entstehen lassen, die nicht einmal acht Wochen Pause überstehen kann. Wenn das die Antwort ist, na denn ...

  • Stadion Alm

    • Gönner
    • 23. April 2020 um 08:10
    Zitat von Arminia83

    Das neue Gebäude soll direkt an der Südtribüne stehen und damit zugleich eine Lärmschutzfunktion haben. Der Zugang zum Stadion von der Südseite soll neugestaltet werden. In dem Gebäude u.a. der Fanshop und das MAFA untergebracht werden. Auch für Polizei und Ordnungsdienste soll es dort dann Räumlichkeiten geben.

    Man darf wirklich gespannt sein, wie der neue Haupteingang gestaltet sein wird. Gute Gründe für ein ordentliches Bauwerk an der Stelle gibt es reichlich. Zum einen die weichen Kriterien, als da wären die Funktion als Wetterschutz für die Besucher unterhalb der Südtribüne (Südwesten ist die Wetterseite) oder als optisch ansprechender Eingang, damit die Fassade der Alm auch abseits der Haupttribüne vorzeigbar wird. Aber es gibt auch harte Kriterien. Sowohl Fanshop als auch Museum können sich an der Stelle besser präsentieren und sind besser für eine größere Anzahl von Besuchern zu erreichen. Auch ermöglicht man durch den Umzug die vorhandenen Räumlichkeiten für die Zuschauer und Spielbetrieb zu nutzen. Umgekehrt ist eine sinnvolle Nutzung auch zwingend geboten bei den Kosten die das Projekt verursachen wird.

    In Anbetracht der aktuellen Lage sollte man sich allerdings genau überlegen, ob der Neubau jetzt erfolgen muss oder ob man nicht besser warten sollte. Das Geld könnte später noch dringend gebraucht werden und letztendlich baut man besser einmal richtig, statt jetzt eine halbgare Kompromisslösung zu realisieren.

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