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Beiträge von Gönner

  • DFB-Pokal 23/24

    • Gönner
    • 15. August 2023 um 09:34

    Was ich in dieser Pokalrunde aber auch wieder gelernt habe ist, dass ich das aktuelle Fußballregelwerk immer weniger verstehe. Das liegt vor allem am zunehmenden Pedantismus, der in diesem sich selbst viel zu wichtig nehmenden Sport immer weiter um sich greift. Arminias 2:0 mag dem Wortlaut des Regelwerks tatsächlich ein Handspiel vorgelegen haben, aber warum das Regelwerk einen aus 30 cm an den angelegten Oberarm abgefälschten Ball als ahndungswürdig ausweißt und zwar nur dann, wenn der Ball dann direkt aufs Tor geschossen wird, ist ein komplizierter lebensferner Unsinn. Was soll ein Spieler denn bitte tun, um ein solches Ereignis verhindern zu können? Antwort: Nichts!

    Selbiges bei Bremens Elfmeter gegen Victoria Köln. Fußball ist ein Sport mit Grauzonen. Für mich lag an der Stelle kein Foul vor. Die Berührung war minimal und wurde vom Bremer nur zu gerne angenommen. Man kann natürlich jede Situation in der es zum Kontakt kommt im Nachhinein zu einem Foul argumentieren, wie es die Sprecher gemacht haben. Für mich leistet man damit allerdings der Willkür erheblichen Vorschub, da Fußball eine Kontaktsportart ist und solche Dinge in den meisten Fällen eben nicht geahndet werden. Dazu leistet man der Schauspielerei, dem Einharken und anderen Unsportlichkeiten Vorschub, wenn man dieses Verhalten ständig rechtfertigt. Zieht der Verband das konsequent durch, dann wird entweder die Zahl der Spielunterbrechungen und Videobeweise explodieren. Zieht er es nicht durch, dann kommt dieser unausgeglichene und daher ungerechte Müll dabei heraus an dem der Videobeweis regelmäßig scheitert, indem der Kleinkram ganze Spiele entscheidet und dicke Klopper an anderer Stelle nicht geahndet werden.

    Das Ganze ist für mich übrigens auch ein Spiegelbild unsere gesellschaftlichen Probleme. Wir haben völlig verlernt mit einer gewissen Lockerheit und Souveränität an die Grauzonen des Lebens heranzugehen. Alles ist nur Schwarz oder Weiß und irgendwie extrem. Zwischentöne die meist deutlich näher an der Realität liegen finden dagegen immer weniger Gehör. Das ist letztlich ein Schaden für alle. Sei es im Fußball, wo der Aufwand strittige Entscheidungen steigt, um einen fragwürdigen Nutzen zu erzielen oder in der Politik, wo Wut und Ducks über Dinge aufgebauscht werden, die bei näherer Betrachtung deutlich differenzierter sind, als sie in der Öffentlichkeit durchgekaut werden und am Ende Kräfte profitieren, die unterm Strich deutlich mehr Schaden als Nutzen produzieren. Und das schlimmste ist noch, dass mitunter sachbezogene Diskussionen zu den einzelnen Problemen oft kaum mehr möglich sind. Ein echtes Trauerspiel auf und neben dem Platz.

  • DFB-Pokal - 1. Runde: Arminia - VfL Bochum

    • Gönner
    • 15. August 2023 um 09:14

    Wir haben eine junge Mannschaft mit Potential und wenn Arminia auf den vorgesehen drei Positionen tatsächlich noch personell nachlegen kann, braucht einem vor der Saison und der Entwicklung in den nächsten zwei Jahren nicht bange sein. Das wird kein Selbstläufer, aber der Blick darf dann mittelfristig und mit der nötigen Geduld gerne wieder nach oben gerichtet werden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Auftritt in Herford nicht besonders toll war. Beides darf man dann auch schreiben. Falsch wäre hingegen aus jedem dieser Auftritte eine übersteigerte Erwartungshaltung zu entwickeln. Das gilt sowohl nach oben, als auch nach unten.

    Da kann man dann @ The Fajeth nur beipflichten. Ein ausgewogener Blick ist an der Stelle wichtig. Es ist nicht alles schlecht und auch nicht alles gut.

  • Effekt der Ultraszene auf den deutschen Profifußball

    • Gönner
    • 15. August 2023 um 08:47

    Der Raub von Schals und anderen Utensilien ist schon eine Sache die mit der Ultrabewegung in Verbindung steht. In der Vergangenheit war es auch häufiog so, dass es zumindest Täter aus dem Umfeld der Szene waren. Klassische Hools haben es eigentlich ehr auf die körperliche Auseinandersetzung abgesehen.

    Unterm Strich versaut es den Ruf des Vereins, wenn in dessen Umfeld immer wieder solche Dinge passieren. Es mögen Einzelfälle sein, aber die treten schon ziemlich regelmäßig auf und wenn Arminia zukünftig häufiger in einem Atemzug mit gewissen Problemclubs genannt werden sollte ist das letztlich kein kleiner Schade mehr. Die sollten Ihre Energie lieber in den Support stecken und solche Täter ausgrenzen.

  • DFB-Pokal 23/24

    • Gönner
    • 15. August 2023 um 07:45

    Das war gestern ein gutes Fußballspiel zweier interessanter Clubs. Hätte mir beide in der nächsten Runde gut als Gast auf der Alm vorstellen können. Die Osnabrücker noch ehr als die Kölner, aber wir werden sehen wer für Arminia gezogen wird.

  • Alles zu Ehrenspielführer Fabian Klos

    • Gönner
    • 14. August 2023 um 15:53

    Es wäre wohl für beide Seiten besser, wenn das nicht passieren würde. Fabi ist nicht der Typ für so einen Posten. Ihn könnte man an anderer Stelle deutlich besser einbinden.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 14. August 2023 um 13:02

    Ich denke der Verein hat sich jetzt eine neue Mannschaft mit Perspektive aufgebaut. Mit den Erfahrungen aus dieser Spielzeit wird man in der kommenden Saison oben angreifen können. Zuviel Zeit lassen sollte man sich damit halt nicht. Jedes Jahr kostet Geld und vergrößert den Rückstand, den der unnötige Abstieg in die 3. Liga verursacht hat.

    Deswegen muss man da durchaus druck machen. Allerdings nicht in Richtung der neuen jungen Mannschaft. Zumal ich davon ausgehe, dass auch der Club so denkt. Sonst hätte hier ein Mutzel nicht angefangen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Gönner
    • 14. August 2023 um 10:52

    Ich finde, dass die genannten durchaus zeigen, dass es nicht so toll funktioniert sich dauerhaft auf Level 3 oder tiefer einzurichten. Klar geht es irgendwie weiter. Trotzdem sollte Arminia ob seiner durchaus vorhandenen Größe jetzt versuchen sich wieder in der zweiten Liga und dort am besten möglichst weit oben einzurichten und sich nicht die Clubs zum Vorbild nehmen, die man zeitweise schon glaubte hinter sich gelassen zu haben. Diese sind auch über Jahrzehnte deutlich geschrumpft, sodass für die die dritte Liga schon ein gewisser Erfolg ist. Dazu passt dann auch unsere ganze Struktur nicht. Arminia ist von der gesamten Aufstellung ein guter Zweitligist und da sollte man auch wieder hin, um diesen Stand erhalten zu können. Alles andere kann man niemanden verkaufen und wäre auch wirtschaftlich völliger Unsinn.


    Zitat von LeckerKnoppers

    Nicht nötig, was ich denke, weiß ich schon.

    Irgendwie fällt mir dazu Heinz Erhardt ein. "Sie dürfen nicht alles glauben, was Sie denken." :D

  • Ex-Armine Christopher Schepp

    • Gönner
    • 14. August 2023 um 09:40

    Über einzelne Transfers kann man sich genüsslich auslassen. Das große Manko der letzten zwei Arabi-Jahre ist für mich allerdings ein anderes. Arabi hat sich vollkommen in seinen Weg des "Ausbildungsvereins" verrannt und es war niemand da, der hier ein korrektiv hätte sein können.

    Die Konsequenz war letztlich ein völlig unausgegorener Kader aus jungen Spielern, die Arminia nicht als Verein, sondern als Sprungbrett begriffen haben. Dementsprechend wurde eine Söldnermentalität an den Tag gelegt, da jedem klar war, dass er hier eh nicht lange bleiben würde. Die andere Seite des Teams bestand aus dem Rest der alten Garde, die zum größten Teil ihren Zenit längst überschritten hatte und die von Arabi auch nicht wertgeschätzt wurde. Das konnte nicht gut gehen.

    Was völlig fehlte war ein zweitligatauglicher Stamm von 7 bis 8 Spielern, die den Laden zusammenzuhalten und um die man die jungen Talente drum herum hatte einbauen können.

    Daher ist es völlig müßig sich noch mit dem alten Kader oder einzelnen Spielern und Fehlgriffen zu beschäftigen. Das System hat einfach in Gänze nicht zusammengepasst. Das wirklich tragische ist und bleibt, dass es von außen jeder sehen konnte und niemand eingegriffen hat.

  • Westfalen-Pokal - 1. Runde: Frisch Auf Herringhausen/Eickum - Arminia

    • Gönner
    • 10. August 2023 um 13:57
    Zitat von Hitchcock


    Wären die 4 Dinger drin gewesen, die die Herringhauser gerade nochmal so von der Linie gekratzt haben, dann wäre das ein standesgemäßer Kantersieg geworden. Waren sie aber nicht, also ist es das unansehnliche Gewürge geworden, wie es manchmal im Fußball eben auch passiert. Es gibt berechtigte Kritik an dem einen oder anderen Spieler und auch an der Herangehensweise. Aber von dem Match jetzt auf die nächsten Spiele zu schließen und auch gleich alles andere in Frage zu stellen, wie es einige hier tun, ist aus meiner Sicht dann doch übertrieben.

    Bei der Dünnhäutigkeit von einigen hier wird mir aber Angst und Bange. Das Team braucht insbesondere in den nächsten Wochen Geduld und vor allem unseren Support. Aber wenn das so weiter geht, dann wird hier alsbald wieder gefordert, das Köpfe rollen. Das ist kontraproduktiv, angesichts der Tatsache, dass wir wirklich bei Null anfangen und die Jungs samt Trainerteam für das Chaos der letzten beiden Jahre mal so gar nichts können.

    Ich bleibe dabei: Wir haben einen Kader mit Potenzial und eine erfolgsversprechende Spielidee. Es wird bis in den Herbst dauern, bis sich das alles eingespielt hat.

    Da bin ich komplett bei Dir. Deswegen maße ich mir auch nur an das eine Spiel zu bewerten. Die Vergabe der von Dir genannten Chancen war allesdings teils ziemlich fahrlässig und eben nicht nur auf Pech zurückzuführen. Die Mannschaft darf mich aber gerne eines besseren belehren. Die Chance wird sie gerne von mir bekommen. Nicht umsonst habe ich mit dem Neustart wieder angefangen hier zu schreiben.

  • Westfalen-Pokal - 1. Runde: Frisch Auf Herringhausen/Eickum - Arminia

    • Gönner
    • 10. August 2023 um 11:41
    Zitat von TheDude

    in dem niemand wirklich motiviert wirkte.

    Das ist aber der Punkt um den es geht. Das gab es letzte Saison viel zu oft und deswegen ist man in dem Punkt zurecht etwas empfindlich. Da darf man sich dann auch nicht über einen plötzlichen Stimmungsumschwung wundern. Bei einem 2:0 über Herringhausen, bei dem die Mannschaft nur Pech gehabt hätte, dass der Ball nicht öfter rein gegangen ist, gäbe es sicherlich deutlich weniger Kritik. Man muss von der zweiten Garnitur erwarten dürfen, sich in einem solchen Spiel anbieten zu wollen. Auch wenn es nur gegen einen Bezirksligisten geht.

    Ich für meinen Teil habe genau deswegen das Verhalten in genau diesem Spiel kritisiert.

  • Westfalen-Pokal - 1. Runde: Frisch Auf Herringhausen/Eickum - Arminia

    • Gönner
    • 9. August 2023 um 14:35

    Bei Herringhausen waren sicherlich zwei oder drei satte Grätschen dabei, aber übermäßige Härte ist mir auch nicht aufgefallen. Das war alles klar Ballbezogen.

  • Westfalen-Pokal - 1. Runde: Frisch Auf Herringhausen/Eickum - Arminia

    • Gönner
    • 9. August 2023 um 13:02

    Man kann ja viel relativieren, aber auch die zweite Garnitur braucht nicht so einen lustlosen Auftritt hinlegen. Das war unkonzentriert im Abschluss, unkreativ im Spielaufbau und unmotiviert in Sachen sportlicher Leistung. Ich behaupte sogar, dass das Verletzungsrisiko bei so einem Auftritt steigt, da die Anspannung und Konzentration fehlt.

    Ich habe sicherlich volles Verständnis, dass man eine B-Elf auflaufen lässt und dass die Spieler darauf achten sich nicht zu verletzten, sondern die letzten 10% sparen. Aber auch dann darf man sich gegen einen engagierten Bezirksligisten nicht so präsentieren. Da muss man spielerisch mehr bieten und wenn das im Team absolut nicht läuft, dann darf man gerne auch mal einfach draufhalten. Rasen und Ball waren nass und die Sonne stand extrem tief. Wenn man nicht weiß wohin damit, dann wichst man den Ball halt aufs Tor. Das ist sicherlich nicht die Taktik, dieses lahme brotlose Spiel allerdings auch nicht. Zumal man mitunter durch Doofheit die besten Chancen letztlich vergeben hat.

    Arminia hat das Spiel unterm Strich trotz des blutleeren Auftritts im Griff gehabt und ist mit zwei Toren weitergekommen. Man hätte sich aber auch nicht beschweren dürfen, wenn dieser blutlose Auftritt doch noch in die Hose gegangen wäre.

    Respekt ans Herringhauser Publikum. Keine Häme ob der Leistung über den vermeintlich großen Gegner ausgeschüttet. Dazu ein Verein der das Spiel tadellos organisiert bekommen hat. War dadurch ein netter Abend im Jahnstadion!

  • (@) Sponsoren des DSC Arminia Bielefeld

    • Gönner
    • 4. August 2023 um 13:00

    Wenn die Trikots irgendwann wirklich so voll von Sponsoren sind, wie im Handball oder in Österreich, dann braucht man sich immerhin ums Design keine Gedanken mehr machen. Das kommt dann weder zur Geltung, noch käme ein Trikotkauf zukünftig in Frage. Dann ist meine Sammlung ausgewählter Trikots halt abgeschlossen. Das aktuelle schafft es aus optischen Gründen eh nicht rein.

  • Die Gremien - Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Ehrenrat

    • Gönner
    • 31. Juli 2023 um 15:48

    Die Diskussion hat richtig Tiefgang gewonnen. :thumbup:


    Ostrowsik hatte ich in der Tat nicht mit zum Bündnis gezählt. Außerdem war mir so, dass Schüco zunächst auch kein Bündnispartner war. Da sie aber mittlerweile mit zum Bündnis gezählt werden, frage ich mich gerade ob die später dazu gekommen sind oder ob mir mein Gedächtnis einen Streich spielt?

    Wie dem auch sei. Letzten Endes haben die Mitglieder das Präsidium gewählt und dass Schütte aus dem Umfeld des Bündnisses kommt war von Beginn an klar. Die entscheidende Frage an der Stelle ist, welche Alternative es dazu gegeben hätte. Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, dass sich nicht viele kompetente Köpfe um den Posten gerissen haben werden. In der weiteren Vergangenheit waren ja auch schon immer mal Sponsorenvertreter im Chefsessel. So gesehen finde ich die Trennung immer noch wichtig. Personalüberschneidungen lassen sich schneller ändern als systemische Überschneidungen und ich gehe schon davon aus, dass auch die Geldtöpfe entsprechend getrennt behandelt werden.

    Moralisch mag man recht haben, wenn man der Meinung ist, dass das Bündnis an entscheidenden Stellen seine Vertreter hat und dieses dann auch für die Misserfolge ein Stückweit aufkommen sollten. Faktisch wird man diese "Haftung" allerdings nicht so handhaben (können) und die Funktionen zwischen Vereinsamt und der Rolle im jeweiligen Unternehmen fein säuberlich trennen. Das gilt ja letztlich auch in beiden Richtungen. Wenn der Verein durch gute Entscheidungen Gewinne einfährt, werden diese ja auch nicht ans Bündnis überwiesen. Deswegen habe ich weiter oben von einer Grauzone gesprochen. Es sind getrennte Strukturen, wenn es auch Personalüberschneidungen und Minderheitsanteile gibt.

    Wenn man das weiter entflechten will, braucht es wieder ein unabhängiges Präsidium aus der Mitgliederschaft, wie wir es unter Laufer hatten. Kann man machen, wenn es geeignetes Personal dafür gibt. Was man nicht machen sollte ist dabei Konflikte innerhalb des Vereins oder mit dem Bündnis zu verursachen. Das wäre für keine Seite von Vorteil.

  • Die Gremien - Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Ehrenrat

    • Gönner
    • 31. Juli 2023 um 11:03

    @ LeckerKnoppers

    Verein und Bündnis sind sicherlich eng miteinander verwoben, aber sie sind eben nicht identisch. Man muss ja nur mal die Gremeien durchgehen, wer wirklich zum Bündnis gehört. Aber Du hast natürlich vollkommen recht. Je nachdem wie man diesen Punkt bewertet und der ist sicherlich nicht Schwarz oder Weiß, sondern irgendwo dazwischen, kommt man natürlich zu unterschiedlichen Bewertungen. Daher habe ich auch ganz bewusst sachliche Kritik bei meinem Beitrag ausgenommen. Darfst Dich dabei gerne angesprochen fühlen.

  • Tickets: Vergabe, Preise, Sonstiges

    • Gönner
    • 31. Juli 2023 um 09:21

    Ich habe den VVK-Start gegen Münster irgendwie verpasst. Bin einen Tag später rein, habe zwei Tickets geordert und fertig. Hat alles gut geklappt.

    Das lag allerdings an zwei Punkten. Zum einen dürfte die Nachfrage trotz Derby in der 3. Liga etwas geringer sein und zum anderen bekommt jedes Mitglied und jeder Dauerkarten-Inhaber nur zwei Tickets, wobei Dauerkarten schon mit rein zählen. Ich habe früher schon kritisiert, dass man nicht zu viele Tickets auf einzelne Vorkaufsoptionen raushauen sollte, damit nicht einzelne Vorkäufer ihre Kumpels die weder Mitglied, noch Dauerkarteninhaber sind eindecken und dafür Mitglieder leer ausgehen. Dafür gab es zwar Schelte, aber dazu stehe ich nach wie vor. Schön, dass es mittlerweile zumindest ein wenig Berücksichtigung findet.

  • Die Gremien - Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Ehrenrat

    • Gönner
    • 31. Juli 2023 um 09:06

    Irgendwie verstehe ich die extrem negative Stimmung hier im Forum gegenüber dem Bündnis OWL überhaupt nicht. Natürlich kann man sich wünschen, dass von dieser Seite der Verein massiv finanziell unterstützt wird, um sich möglichst weit oben im deutschen Fußball zu platzieren. Eine gewisse Enttäuschung, dass dies nicht passiert ist menschlich. Besonders, wenn man gerade erst derart fahrlässig aus der zweiten Liga abgestiegen ist. Aber man muss doch auch mal die Fakten sehen. Das Bündnis hat offen und ehrlich vom ersten Tag an kommuniziert, dass man sich als Netzwerk und Lebensversicherung für Arminia versteht, aber das massive finanzielle Wettrüsten im sportlichen Bereich nicht finanzieren will. Man hat in der Hinsicht Wort gehalten.

    Der Verein wurde seiner Zeit durch das Bündnis gerettet und das Bündnis hat viel Geld in die Hand genommen, welches man bis dato nicht wieder zurückbekommen hat. Natürlich haben Bündnispartner das Stadion preiswert übernommen, aber was ist so ein Stadion denn bitte Wert? Baukosten über deutlich über 30 Millionen. Der Nutzungswert ohne den Verein ist allerdings gleich Null. Und dann der populistische Mist mit dem „Wohngebiet“. Tolle Investition: Grundstückspreis minus Abrisskosten minus Arminia-Investitionen. Wer soll denn bitte glauben, dass die sich nur daran gesundstoßen wollen? Blödsinn! Dasselbe mit dem Trainingsgelände, wo jetzt teuer Geld für überschaubare Mieteinkünfte verbuddelt wird.

    Das Bündnis OWL schafft bodenständig die Grundlagen für den Betrieb des Clubs und hält den dusseligen Verein am Leben, wenn er sich mal wieder selbst vor die Wand gefahren hat. Klar wäre es schön, wenn da noch ein paar Millionen für den Sport hinterherkommen würden, man könnte aber auch zufrieden sein, dass dem Club für die sportlichen Aktivitäten der Rücken freigehalten wird.

    Letztlich ist der Verein immer noch rechtlich selbstständig. Dem e.V. gehört die Management GmbH und die Mehrheit der KGaA und er mietet Stadion und Trainingsgelände zu einem überschaubaren Preis. In den Vereinsgremien sitzen nur Leute, die letztlich von den Mitgliedern gewählt wurden – auch wenn einzelne vom Bündnis stammen. Das sind bessere Voraussetzungen, als sie der Verein in der Vergangenheit jemals hatte.

    Und jetzt kann der Verein gefälligst durch langfristig gute Arbeit mal selber dafür sorgen für weitere Sponsoren und Geldgeber interessant zu werden, denn der bescheidene Abstieg in diesem Jahr hatte die sportliche Seite ganz allein zu verantworten. In der letzten Saison hat es nämlich nicht am Geld gemangelt, sondern an sportlicher Kompetenz. Der Verein sollte jetzt auch mal Farbe bekennen und seine sportlichen Berater – die es ja angeblich gibt - offiziell als Berater einstellen, kooptieren oder in die Gremien wählen lassen. Dafür braucht man keine großen Strukturänderungen, sondern muss sich nur mal ehrlich machen.

    Ich bin froh, dass wir ein Investorenmodell gefunden haben, das regional und bodenständig ist und die Selbstständigkeit des Clubs respektiert. Man kann nicht auf der einen Seite für Tradition und gegen Investoren sein, die die Identität eines Clubs mit Haut und Haaren verschlingt, sich dann aber über ausbleibende Großinvestitionen beschweren und so tun, als würde das Bündnis hier etwas blockieren. Zur Wahrheit gehört nämlich, dass es sehr schwer werden dürfte hier Ersatz zu finden. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es dem Bündnis sehr genehm wäre, wenn sich größere Sponsoren einbringen würden. Dafür ist Arminia aber leider nur regional eine große Marke. Schaut doch zum Vergleich mal nach Münster, die sich seit Jahrzehnten selbst im Weg stehen oder nach Osnabrück, die genauso sind, wie wir nur eine Nummer kleiner oder nach Paderborn, die sich doch nur aufgrund der Ligazugehörigkeit selbst tragen. Deren Fangnetz „Finke“ ist nämlich auch nicht mehr da. Man darf gespannt sein, wo die landen, wenn es mal zwei oder drei Jahre nicht für Liga 2 reicht.

    Ich finde gute, sachliche und clevere Kritik – auch am Bündnis -hier sehr aufschlussreich, aber dieses pauschale gemotzte in Stammtischmanier, dass von einzelnen betrieben wird bringt überhaupt nichts voran und versaut nur die Stimmung. Zumal wir dieses Gespräch hier überhaupt nicht führen würden, wenn der Verein sportlich seine Hausaufgaben gemacht hätte. Dann hätten wir hier weiter die Einnahmen aus der zweiten Liga und die Rechnung, dass der Verein sich zu guten Teilen selbst tragen müsste würde prima aufgehen. Vielleicht wäre man dann im laufe der Zeit auch mal im weiteren Umkreis interessanter für Geldgeber und noch mehr Zuschauer. Denn das Arminia einer der interessantesten, weil dramatischsten Clubs der deutschen Fußballlandschaft ist verfängt doch leider auch nur bei uns eingeweihten.

    So. Jetzt könnt Ihr drauf hauen. ; )

  • Westfalen-Pokal - 1. Runde: Frisch Auf Herringhausen/Eickum - Arminia

    • Gönner
    • 30. Juli 2023 um 20:17
    Zitat von Fonzie


    Die ganzen übrigen Stehplatzbereiche entsprechen zudem überhaupt nicht mehr aktuellen Standards. Das muss nicht heißen, dass die vergammelt sind.

    Wenn es nur altmodisch wäre, bräuchte man die Kapazität ja nicht ganz so radikal beschränken. Meine Vermutung ist ehr, dass die den Stufen nicht vertrauen. Die sind auf der Gegentribüne meiner Erinnerung nach nicht monolitisch, sondern aus Bordsteinen und Platten konstruiert. Aber sei es drum.

  • Westfalen-Pokal - 1. Runde: Frisch Auf Herringhausen/Eickum - Arminia

    • Gönner
    • 30. Juli 2023 um 19:21

    Es erwartet wohl niemand, dass das Jahnstadion als modernes Stadion für 18.000 Zuschauer erhalten wird. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Kapazität eines normalen Sportplatz ohne jede Tribüne bei 1.000 Zuschauern liegt, dann fragt man sich schon in welchem Ausmaß man die nicht gerade kleinen Tribünen in Herford hat verloddern lassen oder ob übertriebene Vorsicht betrieben wird.

    Das lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen, aber Fragen sind sicherlich angemessen, ob nicht etwas mehr als 3.000 Zuschauer gegangen wäre.

    Ansonsten bin ich halt kein Freund davon Infrastruktur verfallen zu lassen. Langfristig kommt einem das häufig teurer als bei Zeiten tätig zu werden. Die Sachlage kann beim Jahnstadion ja anders liegen, aber kritische Nachfragen sind bei einem Rückgang der Kapazität von über 80% nicht unbedingt überraschend. Letztlich muss die Stadt Herford selbst wissen, was für ein Stadion sie braucht. Eine Bauruine ist halt keine schöne Lösung.

  • Westfalen-Pokal - 1. Runde: Frisch Auf Herringhausen/Eickum - Arminia

    • Gönner
    • 21. Juli 2023 um 19:24

    Die Haftung ist das eine. Der Unterhalt des städtischen Eigentum etwas anderes.

    Ein beständiger Unterhalt mit regelmäßigen Reparaturen ist unterm Strich so teuer nicht. Die Alternative ist eine komplette Bauruine, weil Jahrzehnte nichts gemacht wurde. Die kann man dann wahlweise abreißen, durch einen (kleineren) Neubau ersetzt oder als Schandfleck erhalten.

    Bei einem Stadion ist das sicherlich wegen der eingeschränkten Nutzbarkeit schwerer zu begründen. Mir geht es halt grundsätzlich gegen den Strich, wie öffentliche Infrastruktur zum Teil wegen mangelhafter Unterhaltung verloddert. Neubauten sind sexy, Sanierungen oft nicht so.

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