Ich hoffe sehr, dass Du recht hast Fonzie. Diese Überzeugung hat mich vor kurzem auch zurück ins Forum geführt. Allein das Mitgliederforum hat in mir doch größere Zweifel gesät.
Man sehe sich die historische Entwicklung des Bündnisses an. Erst rettet man mit vielen Millionen Euro privaten und öffentlichen Geldern den Club, strukturiert den Verein um und schafft mit effizienter Aufbauarbeit bis zu Beginn der 20er Jahre in eine Position in der sich der Club durch die TV-Gelder tatsächlich selbst tragen kann und man zumindest in der zweiten Liga alles andere als ein Schlauchboot mit Paddel ist. Im Anschluss sieht man tatenlos zu, wie ein bis dahin absolut respektabel agierender GF Sport völlig die Bodenhaftung verliert. Kann bis zu Letzt nicht begreifen, wohin dieser Weg führen kann und endet wo alles angefangen hat in der 3. Liga. Das ist nicht nur in sich ziemlich bitter und teuer, sondern es hat das Potential immer teurer zu werden. Nicht nur, weil einem jedes Jahr die TV-Gelder entgehen, die man sich in der zweiten Liga erspielt hätte, sondern weil man jedes Jahr in der Fernsehgeldtabelle an Boden verliert und man auch bei einem späteren Wideraufstieg entsprechend jedes Jahr das man länger braucht um wieder hoch zu kommen, weniger Geld zur Verfügung hat. Wir befinden uns daher vielleicht sportlich in der Talsohle, aber die finanziellen Schäden türmen sich noch weiter auf. Dieser Prozess wird erst enden, wenn Arminia wieder aufgestiegen ist oder man eh auf den letzten Platz der Bewertungstabelle durchgereicht ist.
Ich bin dabei absolut bereit den von Dir uns anderen Skizzierten Weg mitzugehen. Er hat einmal geklappt, er ist effizient, sportlich und sympathisch. Aber ich wiederhole mich da gerne. In Anbetracht einer immer noch möglichen Schadensminderung kann hier etwas mehr finanzieller Spielraum für spätere finanzielle Entlastung auf allen Seiten sorgen. Es ist legitim, dass die Bündnismitglieder zurückhalten agieren. Im Grundsatz ist das auch eine extrem angenehme Art sich Investoren ins Boot zu holen. Allerdings bleibt unklar, warum man in der 3. Liga nicht die wenigen Millionen investiert, um den guten Plan besser zu flankieren, welche man in Liga zwei locker wieder drin hätte.
Natürlich kann man damit einen Aufstieg nicht planen, aber ihn doch deutlich wahrscheinlicher machen. Am Ende des Tages schießt das Geld eben doch die Tore, zumindest wenn man Kompetenz und planvolles Vorgehen damit unterstützt. Und an dieser Stelle scheint es bei Kniat und Mutzel nicht zu mangeln.
Und da mir das letztlich noch niemand vernünftig erklärt hat und da wohl auch keine weitergehenden Aussagen mehr kommen werden, stößt mir das übertriebe Understatement halt etwas vor dem Kopf, denn es kann auch gut sein, dass der tolle Plan gar nicht fertig in der Schublade liegt, sondern man vielleicht auch sehr gut mit der Situation leben kann. Nur so als Eindruck, den man durch mitunter vermittelt.