liegt die Bewertung von Social Media nicht eher in der Eigenverantwortung der Bürger?
Ich finde es nicht gut wenn der Staat den Auftritt eines Sportclubs zensiert oder bei Werbung im Normalfall eingreift.
Bei der Werbung gibt es aber Grenzen: Ich muss da immer an "Nimm 2 und gesunde Vitamine naschen" denken... aber wir schweifen ab.
Das gehört eher in einen "Philosphie-Thread". Vielleicht können wir den Wirtschaftsminister als Moderator für diesen begeistern
Ob das der richtige für den Job wäre? Was da ständig aus seinem Ministerium dringt, kann kommumikationstechnisch doch nur als Disaster bezeichnen.
Komplexe gesellschaftliche Entwicklungen wie die Social Medias kann man schlecht steuern oder gar verbieten. Da ist dann doch eher ein verstärkter Einsatz von Pädagogen angezeigt, die bereits Schülern das nötige Rüstzeug in Sachen Medienkompetenz vermitteln.
Es sind aber aktuell nicht die Bürger, die eigenverantwortlich über den Content in den großen sozialen Medien bestimmen, sondern die Konzerne hinter den sozialen Medien, die mit ihren Algorithmen bestimmen, was man präsentiert bekommt.
Die sorgen dafür, dass viele sich in einer Echokammer befinden, weil den Konzernen natürlich dran gelegen ist, dass sich die Leute möglichst lange im "rabbit hole" verheddern, weil sie mit steigender Nutzung Geld verdienen. Für die Gesellschaft ist das allerdings pures Gift.
Da müsste der Staat den Konzernen vorschreiben, dass das offener zu gestalten ist. Das ist genau genommen das Gegenteil von Zensur. Es wäre - so paradox es klingen mag - eine Vorschrift zur Deregulierung. Das man da allerdings Zensur hineininterpretiert, zeigt mal wieder wo wir mittlerweile leider angekommen sind.
Das hat übrigens nichts mit Habeck zu tun. Auch ein komischer Reflex. Dafür wäre Volker Wissing zuständig. Das würde übrigens auch ganz ins FDP-Credo passen, wenn es für alle nützlich sein sollte.
