Es sieht für mich danach aus, dass die Causa Kuntz ein größeres Thema in den Medien werden könnte. "11 Freunde" werden wohl schon etwas grundsätzlicher (hinter Paywall). Ich erwarte - ganz ohne eigene Wertung geschrieben - nach den Erfahrungen mit allen möglichen medialen Themenkonjunkturen und "Diskursdynamiken" der letzten Jahre und Jahrzehnte, dass die Angelegenheit in die Perspektive Me too, Weinstein, Epstein, Rammstein etc. eingeordnet wird. Tenor: auch im Fußball als einer der letzten "Reservate" klassischer (toxischer) Männlichkeit wird nun Machtmissbrauch zu sexuellen Übergriffen nicht mehr akzeptiert. Mal gucken, wer sich in dem Zuge - sollte es so kommen - noch als Opfer melden wird. Das kann der Beginn einer für den Fußball ziemlich schmerzhaften und langwierigen Skandalgeschichte werden.
Ist mein subjektiver Eindruck, von dem ich vermute, dass ihn nicht viele teilen. Würde aber drauf wetten, dass es wenigstens etwas in diese Richtung geht. Ob ich das richtig finden würde? Kann ich nicht sagen, da ich absolut nicht weiß, wie viele solcher Fälle es im Fußball gibt. Wahrscheinlich weniger als in der Film- und Musikbranche etc., weil nicht so viele Frauen im Männerfußball arbeiten.
Da "11 Freunde" - präzise Philipp Köster - sich zu Behrens Ausfällen und Nmecha auch gesellschaftspolitisch deutlich bis steil geäußert haben, erwarte ich das zu diesem Thema in der näheren Zukunft auch. Hier schon mal ein erster Artikel, den ich nach der Paywall leider nicht lesen kann.
Schön für den Herrn Köster sich zu allen Dingen äußern zu müssen, wobei die Medien noch, soweit ich weiß, eigentlich nicht die vierte Gewalt im Staate sind.
Aber Köster äußert sich ja in der Regel auch immer Mainstream-Konform. In diesem Fall, in dem nichts bewiesen ist, sollte er aber einfach nur die Füße still halten.
Und von Nmecha kann man halten was man will...wenn man auf ihn drauf haut, sollte man aber auch beim Thema Anti-Israel und islamistischen Tendenzen bei Spielern genauer hinschauen. Was natürlich bei Köster und Co. nicht passieren wird.