Meinem Empfinden nach ist eine solche Erklärung bereits eine Relativierung. Das eine wird als Folge des anderen dargestellt. Das ist es aber nicht so einfach. Vielmehr steht dazwischen noch die Entscheidung einer vernunftbegabten Person, das sportliche Desaster zum Anlass für das eigene Ausrasten zu nehmen. Dieser Nexus von Ursache-Wirkung ist durch Wille zu verhindern. Klar, können das manche nicht so gut wie andere. Das entlastet sie aber nicht von der moralischen Verantwortlichkeit für ihr Tun.
Meine destruktiven Empfindungen haben sich heute tatsächlich eher im Rahmen gehalten. Ich verspürte heute mehr Ohnmacht.
Als Vorsteher dieser Mannschaft, kann ich die Haltung, die ich als demütig und nicht relativierend aufgefasst habe, zunächst einmal für die sportliche Darbietung gerade zu stehen, sehr nachvollziehen und finde diese auch sympathisch. Die Verurteilung und grundsätzliche Ablehnung der Ausschreitungen, sollte selbstredend sein.
