ZitatArminia offenbar gerettet
Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld ist offenbar gerettet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Leopoldseder sagte dem WDR, die neue Saison sei finanziert. Die Rettung sei langjährigen Partnern zu verdanken. Bei den millionenschweren Geldgebern dürfte es sich um Großunternehmen wie Schüco, den Gerry Weber und Dr. Oetker handeln. Die Deutsche Fußball-Liga DFL hatte verlangt, daß Arminia Bielefeld bis morgen Nachmittag über 10 Millionen Euro auftreibt, um eine neue Lizenz zu bekommen.
Beiträge von siese
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Wenn Weber sagt, dass von
Zitatder Gauselmann AG die Zusage gegeben worden ist, dass man mit einem siebenstelligen Darlehen dabei ist.
dann macht er deutlich, woran es noch hakt: das muss natürlich noch schriftlich auf dem Tisch liegen. -
Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass eine Stadt unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch sportlicher Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren,...
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Original von Hitchcock
Es wird wie folgt laufen: Am Sonntagabend wird die so genannte 'Rettung' verkündet. Die erneuerungswilligen Kandidaten für den VR interessiert danach niemand mehr, denn Brinkmann und Co.werden sich für eine Weile im Erfolg sonnen können. Die Hoffnung auf Aufklärung für das ganze Desaster können wir bis auf weiteres begraben. Und Arminia wird weiter auf tonernen Füßen stehen. Und das negative Image wir bleiben.Wenn es so käme, dann wäre ich erst einmal ziemlich beruhigt. Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, dass nur Kritische Arminen daran interesiert sind, eine Wiederholung des Desasters zu verhindern, sondern auch jene Unternehmen, die dann ja nicht ganz unbeträchtliche Beträge zur Rettung des Vereins zur Verfügung gestellt haben. Mit anderen Worten: der Wille zu Aufklärung und good Gouvernance kann nicht nur dadurch dokumentiert werden, dass KA Posten bekommen, was umgekehrt nun nicht bedeuten soll, dass jemand keinen Posten bekommen kann, weil er sich den KA zugehörig fühlt.
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Original von Alfred Tetzlaff
Tja, dann mal bitte jedes Arminia Mitglied am Montag zur Sparkasse schlapsen, und eine Bareinzahlung von 200 Euro aufs Arminia Konto tätigen. Schwupps, ist der Drops gelutscht.Ich hab Arminia eine mail geschickt: sie sollen einfach 100 EUR von meinem Konto abbuchen, von dem auch die Mitgliedsbeiträge abgebucht werden. So einfach geht das.
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Die Bevölkerung von Bielefeld, insbesondere die PolitikerInnen scheinen ein besonderer Menschenschlag zu sein. Verkniffen, biestig, kleinkarriert. Wahrscheinlich liegt das an jenem Ereignis vor 2001 Jahren, durch das dieser Gegend der Einzug südländischer Lebensart und Fröhlichkeit verloren ging. Da haben es die Aachener eindeutig besser. Dass darunter ausgerechnet der Verein leidet, der den Namen des siegreichen Feldherrn im Namen führt, ist schon bizarr. Hätte Arminius damals verloren, hätten wir heute diese Probleme nicht. Der Verein hieße dann aber vermutlich Inter Varus.

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Original von Neu Amin
da ist auch so ein Fünkchen Hoffnung das es noch weitergeht
warum hat man die beiden eingestellt man hätte man nicht auch noch die 3 Tage warten können ?? auch wenn der Vertrag nur für die 2 Liga gültig ist es ist doch seltsam . oder machen die Leute ( Vorstand ) wider den selben Mist weiterGanz einfach: sie wollten mit einem neuen Trainer und einem neuen finanziellen Konzept für Arminia werben. Die Politik sollte sehen, wer sich künftig um die Finanzen kümmert.
Also ganz vernünftig - wenn man meint, man könnte bei den Politikern etwas bewirken.
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Original von NoFate1971
Ein bisschen Schulden? Das ich nicht lache. Der e.V. hat Verbindlichkeiten i.H.v. 13,1 Mio Euro bei den Banken (Sparkasse 11,4 Mio, Volksbank 1,8 Mio) und 1,4 Mio Euro bei der Stadt. Das sind schon mal 14,5 Mio Euro miese. Die KGaA hat 8,4 Mio Schulden bei Banken, Dritten und den Fans (2,9 Mio Bau auf Blau!). Das wären zusammen genommen 22,9 Mio Euro. Unter "ein bisschen Schulden" verstehe ich etwas völlig anderes.
Wenn wir jetzt die 5 Mio von der Stadt bekämen, würden wir die nächste Saison mit einem Defizit von 5 Mio Euro abschließen. Und zwar selbst dann, wenn wir Eilhoff, Katongo, Federico und Mijatovic verkaufen würden! In der abgelaufenen Saison haben wir einen sagenhaften Überschuss von minus 4,4 Mio Euro erzielt.
Mittlerweile muss man doch davon ausgehen, dass Herr Kentsch nicht böswillig Schaden angerichtet hat, sondern dass er augenscheinlich einfach nicht in der Lage ist, ein Wirtschaftsunternehmen zu führen. Die Tribüne soll in 10 Jahren getilgt aber in 20 Jahren abgeschrieben werden. Da wurde ein Kartenhaus aufgebaut, das bei der kleinsten Erschütterung in sich zusammen fällt.
Außerdem gibt es kein Konzept, wie es nach einer Finanzspritze weiter gehen soll. Nein. Statt dessen wollen diejenigen, die im Aufsichtsrat "nicht genau hingeschaut" haben, jetzt weiter machen. Das ist an Unverschämtheit nicht zu überbieten.
Jetzt der Stadt die Schuld zu geben ist fahrlässig und dumm. Denn das Szenario, dass wir in zwei Jahren wieder am Abgrund stehen, ist durchaus möglich. Und dann trägt die Stadt nochmal 5 Mio mehr an Kosten. Solange diejenigen, die es gesachafft haben, unseren Verein in nur zwei oder drei Jahren zu ruinieren, auch nur einen einzigen Posten in diesem Verein haben, wird es so weiter gehen, wie bisher. Es ist an der Zeit, einen Neuanfang zu starten. Und der muss mit dem Abschneiden der alten Zöpfe und Seilschaften beginnen.
Du machst einen Fehler: aus der Tatsache, dass der Verein grobe Fehler gemacht hat, folgerst Du, dass die Stadt keinen Fehler macht, wenn sie den Verein nicht unterstützt.
Richtig ist: trotz aller Schulden, der Verein verfügt mit der Lizenz für die 2. Liga über einen Wert, der alle Schulden deutlich überwiegt. Das kann man sich einfach dadurch ausrechnen, in dem man die Beträge betrachtet, die anderswo aufgewendet werden müssen, damt ein Verein "nach oben" kommt (Leipzig, Hoffenheim, Wolfsburg). Auf diesen zunächst "imateriellen" gleichwohl aber geldwerten Vermögenswert "verzichtet" man, wenn Arminia beerdigt wird. Hinzu kommt der weitere Schaden durch Forderungsausfälle.
Also: die Entscheidung der Stadt ist auch ökonomisch falsch.
Die öffentliche Geringschätzung des Vereins durch die Politik dürfte im übrigen einiges dazu beitragen, das Sponsoren abgeschreckt werden. Schließlich will man sich an einem populären Verein beteiligen und nicht am Schmuddelkind der Stadt.Der sportliche Neuanfang, wo immer er starten würde, ist absehbar ein noch größeres finanzielles Risiko, weil Fussball allenfalls ab der 2. Liga überhaupt kostendeckend möglich ist. In der Regionalliga gehen die Vereine reihenweise pleite. Und der Aufstieg in die 3. Liga soll demnächst noch erschwert werden, indem sechs statt drei Regionaligen gebildet werden. Selbst wenn es also nicht in die Kreisliga C ginge, bis Arminia wieder etwas nach oben kommt werden Jahrzehnte vergehen.
Also: Kopf ab, das nützt derzeit auch nichts mehr. -
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Original von MonkeyMan
Es gibt sowas wie einen Bebauungsplan.
Den zu ändern ist ein Klacks. Der künftige Investor, der dort z.B. Seniorenwohnungen bauen könnte, würde der klammen Stadt vermutlich auch gleich die Planungskosten abnehmen. Ärger mit Nachbarn ist ja auch nicht mehr zu erwarten und die Gegend ist eine attraktive Wohnlage - und hätte als Wohngebiet ohne störenden Fußball sogar gewonnen. Also ein echtes Geschäft. -
Der Insolvenzverwalter wird versuchen, das Grunstück und das Stadion zu Geld zu machen. Da es keinen zweiten Proficlub in Bielefeld gibt, dürfte es keinen Käufer des Stadions geben. Man müßte es also abzureißen und mit Wohnungen zu bebauen. Von der Osttribüne könnte man vielleicht einen Teil stehen lassen, was irgendwie eine besondere Pointe wäre: das, was Arminia ins Grab gebracht hat, überlebt.
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Meine Idee: wir schlagen die Gründung eines "Museums der Fußballkultur in Westfalen" vor. In eine solchen Museum könnte der Wandel der Vereine, ihr Aufstieg und Niedergang und der Zusammenhang mit dem Strukturwandel der Region dokumentiert werden - und in desem Zusammenhang auch die Erinnerung an Arminia Bielefeld. räger eines solchen Museums wäre sinnvoller Weise der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Da die Stadt Bielefeld ja weder Herz noch Geld für den Fußball hat, käme als Standort der Sitz des LWL in Betracht.
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Wegen der schwierigen Finanzlage hat der Stadtrat von Bielefeld mit den Stimmen von CDU FDP BFB Grünen und Linken beschlossen die Oper abzubrennen. "Der heiße Abriss war die günstigste Möglichkeit", erklärte der CDU Fraktionsvorsitzende Lux - wir gehen aber davon aus, dass es weiter Profi-Musik in Bielefeld geben wird." Die einst durch die "Bielefelder Dramaturgie" und John Dew und Heiner Bruns bundesweit bekannt gewordene Oper hatte sich in den letzten Jahren in eine finanzielle Schieflage gebracht.
Auch die Grüne Fraktionsvorsitzende Dr. Schulze sprach sich für das Abfackeln der Oper aus: "Wie soll ich einer Frauengesangsgruppe erklären, dass wir die Zuschüsse an die Oper weiter zahlen, aber bei der Volksmusik, den vielen ehrenamtlichen Chörinnnen und Chören streichen?" Die FDP appellierte an die Wirtschaft: "Wenn die Oper ein solch wichtiger Standortfaktor ist, dann kann das doch auch die Wirtschaft bezahlen." Die Linke sprach sich gleichfalls für das Abbrennen der Oper aus: "Dieses Geträller versteht sowieso keiner- und wer Oper hören will, kann ja nach Dortmund fahren." Der OB hatte sich bis zuletzt für den weiteren Erhalt der Oper ausgesprochen. Allerdings soll die Einsetzung von Emma Trinkmann als Garderobenfrau maßgeblich zur ablehnenden Haltung der übrigen Ratsfraktionen beigetragen Haben. Frau Trinkmann war in den 80er Jahren stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung Dornberg. -
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Original von arminius71
Wie erkläre ich meinem Sohn nur, das es Lohmann bald nicht mehr gibt?
Die Arminis sind auch Geschichte.Oder macht das der Luchs für mich???? Oder wie heißt dieser Schwachkopf????
Bis zur nächsten Kommunalwahl könnte man doch mal eine Partei gründen Pro Fußball. Angelehnt an die Piratenpartei. 1,5% müssten doch drin sein.
Man braucht ja nur eine Wählervereinigung. Vorschlag "Die Blauen".
Forderungen:
Förderung des Profifußballs
Förderung der Sonnenenergie (wg der lokalen Wirtschaft)
Verbot von Tiefkühlpizza (auch wg der lokalen Wirtschaft) -
Tja das war es. Ein Abgang der zu Arminia, aber auch zu Bielefeld passt.
In Münster lacht man sich sicher tot, obwohl sich hier manche auf ein Derby gegen die 2. Mannschaft gefreut hätten. Ich schaue demnächst vielleicht vorbei, wenn Fichte in Emsdetten, Rheine oder Neuenkirchen spielt.
Ansonsten haben jetzt alle etwas über Politik gelernt.
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Gewinner des Tages Christian Ziege: Hat bundesweit bekannt gemacht, dass er jetzt seinen Trainerschein hat.
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Am Ende wäscht sich die NW die Hände in Unschuld:
ZitatNeue Westfälische (Bielefeld)
Vor der Entscheidung über die Hilfe der Stadt Bielefeld
Ostwestfalen braucht Arminia
LOTHAR SCHMALEN Bielefeld (ots) - Nicht selten schaut Bielefeld neidisch auf die Nachbar-Großstädte Münster und Osnabrück. Münster liegt bei fast allen Image-Rankings meilenweit vor Bielefeld; in Osnabrück leben - zumindest wenn man einer seriösen Umfrage vor ein paar Jahren glaubt - gar die glücklichsten Großstädter Deutschlands. Nur in einem Punkt haben die Bielefelder es geschafft, umgekehrt den Neid der beiden Nachbarn auf die Leineweberstadt zu wecken: wegen des Bundesliga-Fußballs, für den seit Jahrzehnten - nur mit einer sechsjährigen Unterbrechung von 1988 bis 1994 - der Name Arminia steht. In Osnabrück reicht es für den VfL nicht zu mehr als zu einem Fahrstuhl zwischen 3. und 2. Liga, in Münster sind die Preußen, in früheren Zeiten der Lieblingsfeind der Bielefelder Fußballfans, schon seit Jahren in völliger Bedeutungslosigkeit versunken. Ausgerechnet Arminia, die Marke, die Bielefeld im Wettstreit mit vielen anderen Großstädten Vorteile verschafft, ist nun gefährdet. Nicht hoffnungslos, denn mit einem einzigen Ratsbeschluss an diesem Freitag könnte der Bundesliga-Fußball in der größten Stadt der Region gerettet werden - zumindest erst einmal. Ob es aber dazu kommt, ist fraglich. In Bielefeld ist ein politischer Streit darüber entbrannt, ob die Stadt den Rettungsanker, einen Kredit über 4,85 Millionen Euro, wirklich werfen soll - zu einer Zeit, in der es Bielefeld finanziell genauso schlecht geht wie den meisten anderen Kommunen in Deutschland. Manchmal hilft die räumliche Distanz, um die Dinge klarer zu sehen. Je weiter man sich jedenfalls von der Bielefelder Stadtgrenze entfernt, desto größer ist das Erstaunen über den Streit in Bielefeld. Einstimmig beispielsweise hat der Aachener Stadtrat vor vier Wochen eine millionenschwere Bürgschaft zur Rettung des Zweitligisten Alemannia beschlossen. Auch wenn das von den DSC-Oberen zu verantwortende Missmanagement der vergangenen Jahre zornig macht, auch wenn das sportliche Risiko eines weiteren Abstiegs bleibt, auch wenn neben der Kommune jetzt vor allem die heimische Wirtschaft gefordert ist - trotz aller Bauchschmerzen sollten die Bielefelder es den Aachenern gleichtun und die Finanzhilfe beschließen (vorausgesetzt: die Kommunalaufsicht in Detmold genehmigt die Kreditvergabe). Der wirtschaftliche Vorteil einer abgewendeten Arminia-Insolvenz ist es wert, ebenso der Gewinn an Lebens- und Freizeitgefühl in der Region. Übrigens auch für die Paderborner, die sich schon auf weitere Derbys ihres SC mit dem DSC Arminia freuen - diesmal auf Augenhöhe. -
Hans-Hermann Schwick könnte in die Geschichte von Arminia eingehen - als der letzte Präsident. So eine Art Gorbatschow von Arminia: mit großen Ambitionen als Erneuerer gestartet, hinterläßt er einen Laden, der pleite ist und liquidiert wird.
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Es ist doch völlig richtig was Brinkmann sagt: ohne das Signal der Wirtschaft kann der Rat die Entscheidung nicht treffen, jedenfalls nicht für Arminia. Umgekehrt ist es schon etwas begründungsbedürftig wenn ehrenamtliche Hobbypolitiker ein Darlehn für Arminia für "unsicher" oder "nicht verantwortbar" erklären, Leute, die etwas mehr von Wirtschaft verstehen aber bereit sind, den Verein zu unterstützen.
Soll heißen: wenn vor dem Freitag die Unterstützung der Wirtschaft steht, dann wird es für den Rat schwer das Darlehn abzulehnen. Umgekehrt umgekehrt, oder etwas gebildeter: vice versa.Ich sehe die Sache ziemlich pessimistisch: Grüne und FDP werden demnächst ihr Sparpaket im Rat abstimmen. Da könnten sie sich etwas von der Argumentation versprechen, die Einschnitte bei Projekt XY mit dem Hinweis auf das Ende von Arminia zu begründen "wir haben selbst Arminia über die Klinge springen lassen, da glaubst Du doch nicht, dass du jetzt ohne Kürzungen/Abgabenerhöhungen davon kommst..." Im Vorfeld hört sich das so an: "wie soll ich dem Sportverein um die Ecke erklären das..." Es ist zwar etwas zynisch, eine Verschlechterung mit der anderen zu begründen, es könnte aber sein, dass das niemandem aufällt.
Die CDU ist dagegen, weil die SPD dafür ist.
Die Linke in Bielefeld kenne ich nicht.Der Sonntag in Sprockhövel könnte also ein historisches Ereignis werden.
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Habe gerade den Grünen in Bielefeld den folgenden Brief geschrieben:
Wilhelm Achelpöhler Staufenstraße 39 48145 Münster
Münster, den 26. Mai 2010
An die Mitgliederversammlung von
Bündnis 90/Die Grünen BielefeldLiebe Freundinnen und Freunde,
Ihr beratet heute auf einer Mitgliederversammlung über die Frage: soll die Stadt Bielefeld dem DSC Arminia Bielefeld einen Kredit geben, um auf diese Weise den Verein zu retten.
Mit diesem Brief möchte ich zunächst zum Ausdruck bringen, dass Eure Diskussion auch außerhalb von Bielefeld mit Interesse verfolgt wird. Ich bin kein Bürger von Bielefeld, sondern von Münster. Doch mit Bielefeld verbindet mich einiges, ich habe meine Schulzeit in Bielefeld verbracht und verfolge seither fußballerische Geschehen um Arminia Bielefeld mit großer Sympathie.
In den Jahren 1998 bis 2008 war ich Mitglied des Kreisvorstandes der Grünen/GAL in Münster, zuletzt jahrelang als Sprecher des Vorstands. Auch wir Grünen in Münster hatten manche Debatte um Fußball und Politik, der wir nicht aus dem Weg gegangen sind. Als ein Investor dem hiesigen Verein den Neubau eines Bundesligastadions versprach, wenn ihm die Stadt Münster als Gegenleistung Grundstück und Baurecht für ein über 40.000 qm großes Einkaufszentrum gibt, haben wir uns dem widersetzt. Das hat uns damals keine Freunde im Verein verschafft: als einzige Partei wurden wir nicht zur 100 Jahrfeier der Preußen eingeladen. Aber: wir haben auch damals das Interesse an attraktivem Profifußball in unserer Stadt geteilt und die Pläne für den Bau eines Stadions unterstützt, daran sollte sich auch die Stadt finanziell beteiligen. Im vergangenen Jahr wurde diese Zusage erfüllt und der derzeit in der Regionalliga spielende Verein erhielt von der Stadt Münster einen Zuschuss in Höhe von 5 Millionen Euro für den Bau einer Tribüne.Münster und Bielefeld, diese Städte verband lange Jahre eine ausgeprägte sportliche Rivalität. Doch auch wenn es vermutlich die meisten Fans von Preußen Münster weit von sich weisen würden: hier hätten viele gern einen Verein, der den Bürgerinnen und Bürgern seiner Stadt ein sportliches Angebot machen kann wie Arminia den Bielefeldern! Arminia Bielefeld ist eine Bereicherung für die das Leben der Bürgerinnen und Bürger Bielefelds! Die Alm ist der Ort,wo Tausende Menschen gespannt die Dramen und Tragödien verfolgen, die sich dort auf dem Rasen abspielen - weit mehr Menschen als in jedem Theater. Die Alm ist der Ort, wo in den letzten Jahren die “Großen Tiere” der Fußballwelt bestaunt wurden. Die Alm ist ein Ort der Begegnung von Generationen. Und noch lange nachdem die jeweilige “Spielzeit” beendet ist wird über manche Spiele und Spieler gesprochen - länger als über manche Inszenierung auf der Schauspielbühne. Jedem von euch fallen vermutlich spontan die Namen von Spielern der Arminia ein, die schon lange nicht mehr in Bielefeld sind.
Das Ende für diesen Verein wäre deshalb ein Verlust für die Bürgerinnen und Bürger Bielefelds - und natürlich auch der Fußballfreunde weit über die Stadt Bielefeld hinaus. Ein Verlust, durch den über Jahrzehnte Geschaffenes unwiederbringlich verloren ginge. Damit meine ich nicht nur die vielfältige Arbeit des Vereins, sondern auch das bei den Bürgerinnen und Bürgern erworbene “soziale Kapital”. Der Verlust wäre ein endgültiger. Ob ein Schwimmbad geschlossen wird, oder wieder eröffnet wird - das hängt allein vom politischen Willen eines Stadtrates ab. Einen Bundesligaverein kann man aber nicht durch städtischen Haushaltsplan wiederbeleben. An Vereinen wie der TSG Hoffenheim kann man erkennen, welch enorme Beträge aufzuwenden sind, um einen Verein in den Profifußball zu führen. Der Verzicht auf das Darlehn für Arminia wäre der Verzicht auf diese geschaffenen Werte.
Es mag unter dem Gesichtspunkt der “Standortpolitik” gleichfalls manches für eine Unterstützung des Vereins sprechen. Doch das ist für mich nicht der entscheidende Gesichtspunkt, denn als “Standortpolitik” wird häufig eine Politik gerechtfertigt, bei der nicht der Mensch, sondern die Wirtschaft im Mittelpunkt steht. Mit dem Gesichtspunkt der “Standortpolitik” wird der Bau von Autobahnen ebenso gerechtfertigt, wie der Abbau von Sozialleistungen oder die Zerstörung einer sozialen Infrastruktur. Wir sollten uns als Grüne diesem Diskurs nicht unterordnen, sondern die schlichte Interesse der Menschen an einem guten Leben in den Mittelpunkt unserer Politik stellen. In wirtschaftlich angespannten Zeiten wird man dabei auf manche Verbesserung verzichten müssen, in solchen Zeiten wird man sich vor allem bemühen müssen, Erreichtes zu sichern.
Deshalb mein Appell:
Setzt auf Eure Agenda des Jahres 2010 nicht das Ende von Arminia Bielefeld!
Setzt auf Eure Agenda nicht die sportliche Verarmung Eurer Stadt und Eurer Region!Ein anderes Wort aus dem Jahr 2003 freilich kann aber für Arminia Bielefeld durchaus gelten: Das Wort vom “Fördern und Fordern”! Blankoschecks solltet Ihr nicht verteilen.
Mit freundlichen grünen Grüßen
Wilhelm Achelpöhler
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Original von ArminenStolz
Reicht am Freitag eigentlich eine einfache Mehrheit?
Mehrheit ist Mehrheit, die einfache reicht. Sportliche Verarmung der Stadt, das soll offenbar nicht die Agenda 2010 der SPD in Bielefeld sein. Grüne und FDP können sich ja an die Parole "Fördern und Fordern" halten: Darlehn und die Forderung nach Transparenz und das Funditum Linken und CDU überlassen.