Juventus Turin im Allianz Stadium erleben
Ein Ausflug zu Juventus Turin ist für viele Fußballfans eine willkommene Abwechslung zu den Spieltagen in Deutschland. Wer sonst auf der Alm steht, findet in Turin einen Verein mit großer Tradition, ein vergleichsweise kompaktes Stadion und eine Stadt, die sich gut zu Fuß erkunden lässt.
Die Stadt am Po war 1861 die erste Hauptstadt des geeinten Italiens und bietet mit ihren Plätzen, Arkaden und Museen genug Programm für ein verlängertes Wochenende.
Karten für die Heimspiele der Bianconeri
Juventus ist mit 36 Meistertiteln der Rekordmeister Italiens, weshalb die Heimspiele auch international stark gefragt sind. Besonders begehrt sind die Partien gegen Inter Mailand und den AC Mailand sowie das Stadtderby gegen den FC Turin, das als Derby della Mole bekannt ist. Der 1897 gegründete Verein gewann zudem zweimal den wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb, zuletzt im Jahr 1996.
Tickets für Juventus Turin lassen sich auf LiveFootballTickets vergleichen, einem internationalen Marktplatz, auf dem Fans Karten kaufen und verkaufen können. Ist der Stadionbesuch gesichert, kann der Rest der Reise in aller Ruhe geplant werden.
Da sich die genauen Anstoßzeiten in der Serie A häufig erst wenige Wochen vorher festlegen lassen, sind flexible Flüge und Hotels mit kostenloser Stornierung dabei von Vorteil.
In der laufenden Saison tritt die Mannschaft von Trainer Luciano Spalletti international in der Europa League an. Spalletti übernahm die Mannschaft im Oktober 2025 und führte sie in seiner ersten Saison auf den sechsten Platz der Serie A.
Auch diese Heimspiele finden im Allianz Stadium statt, sodass sich neben der Serie A weitere Termine für einen Besuch ergeben.
Ein Stadion nah am Spielfeld
Das Allianz Stadium wurde 2011 an der Stelle des früheren Stadio delle Alpi eröffnet und bietet Platz für rund 41.500 Zuschauer.
Da es anders als beim Vorgängerbau keine Laufbahn gibt, sitzen die Zuschauer deutlich näher am Spielfeld als in vielen älteren italienischen Stadien. Zudem gehört das Stadion dem Verein selbst, was in Italien bis heute eine Ausnahme ist.
Einen Bezug zu Deutschland gibt es auch auf dem Platz. Kenan Yıldız wurde in Regensburg geboren und spielte in der Jugend des FC Bayern München, bevor er 2022 nach Turin wechselte. Inzwischen hat der türkische Nationalspieler seinen Vertrag bei Juventus bis 2030 verlängert.
Deutsche Spieler haben in Turin ohnehin eine lange Tradition: In den 1990er-Jahren spielten Jürgen Kohler, Stefan Reuter und Andreas Möller für Juventus, später gehörte Sami Khedira mehrere Jahre zum Mittelfeld der Bianconeri.
Der Verein investiert zudem laufend in das Stadion, das zur Saison 2026/27 unter anderem einen schnelleren und einfacheren Einlass erhalten hat. Details dazu beschreibt der Verein in einem Beitrag über die Neuerungen im Allianz Stadium.
Anreise in den Norden der Stadt
Das Stadion liegt im Nordwesten Turins und ist von der Innenstadt aus mit Bus und Straßenbahn erreichbar. Neben mehreren Buslinien verkehrt an Spieltagen eine eigene Straßenbahnlinie zwischen dem Zentrum und dem Stadion.
Da es vor dem Anpfiff in Bussen und Bahnen entsprechend voll wird, sollte für die Anreise ausreichend Zeit eingeplant werden.
Wer mit dem Auto anreist, benötigt an Spieltagen einen vorab gebuchten Parkausweis, da die Flächen rund um das Stadion nur damit zugänglich sind. Wer früh am Stadion ist, kann die Wartezeit zudem für einen Besuch im Fanshop nutzen.
Museum, Stadiontour und Altstadt
Im Stadionkomplex befindet sich das Juventus Museum, das 2012 eröffnet wurde und die Geschichte des Vereins anhand von Trophäen, Trikots und multimedialen Inhalten erzählt. Auf rund 1.500 Quadratmetern verbindet die Ausstellung die Geschichte des Vereins mit der Entwicklung des italienischen Fußballs.
In Kombination mit einer Führung durch das Stadion, die unter anderem in die Kabinen führt, lässt sich der Besuch am besten auf einen Tag ohne Spiel legen, da sich die Öffnungszeiten an Spieltagen ändern.
Informationen zu Museum und Stadiontour stellt auch das Tourismusbüro der Stadt auf seiner Seite zum Juventus Museum bereit.
Die Innenstadt mit der Piazza Castello, der Via Roma und dem Ägyptischen Museum lädt dazu ein, den Aufenthalt um einen Tag zu verlängern. Wahrzeichen der Stadt ist die Mole Antonelliana, die dem Stadtderby seinen Namen gibt und heute das Nationale Filmmuseum beherbergt.
Unter den Arkaden der Altstadt finden sich zahlreiche historische Cafés, in denen sich der Tag vor oder nach dem Spiel entspannt ausklingen lässt. Kulinarisch ist Turin unter anderem für die Nuss-Nougat-Pralinen Gianduiotti und die Tradition des Aperitivo am frühen Abend bekannt, bei dem zu einem Getränk kleine Speisen gereicht werden.